Alex und Olli unterwegs 

Tagebuch

21.10.2012

So, jetzt ist Urlaub angesagt, denn Olli hatte heute seinen letzten Arbeitstag auf See. Ab jetzt können wir die letzten Vorbereitungen für unsere Reise gemeinsam treffen... Olli kommt nach Hause und säubert den mitgebrachten Fisch, ich friere ihn ein.

Wir genießen diesen (für den Oktober ungewöhnlich warmen) Tag auf unserer Dachterrasse und feiern schon mal ein bisschen Abschied von unserer "Übergangswohnung" in der Schwachhauser Heerstraße 2.

 

22.10.2012 Bremen

Heute unterstützen uns Tim und Lars bei unserem Umzug. Es werden Regale abgeschraubt und viele schwere Kartons ins Lager gebracht.

Vielen Dank euch beiden!!

 

 24.10.2012 Bremen

Arztbesuch-Baumarkt-Frisör-Sprachcomputer gekauft-

 

25.10.2012 Bremen

Juchhuuu!!!! Vodafone hat endlich Kulanz gezeigt und wir kommen aus unserem Vertrag raus, bzw. können wir ihn vorzeitig kündigen und einen Teil auf ruhend stellen-schwere Geburt! Hartnäckigkeit lohnt sich! Nun behalten wir unsere Telefonnummern, unter denen wir aber zwischen dem 5.11.12 und 16.4.13 nicht zu erreichen sind. In der Zeit nur über Email. Olli hat heute seinen letzten offenen Bericht abgetippt und abgesendet und hat den Kopf ab jetzt komplett frei für unsere weitere Reisevorbereitung. Doppel-Juchhuuu!!

29.10.2012 Schwanewede

Da wir schon seit drei Jahren nicht mehr tauchen waren und gut vorbereitet sein wollen, bekommen wir heute ein Tune-up von Svenni. Wir fahren ins Schwimmbad nach Schwanewede und machen einige Übungen. Vielen Dank an Svenni und an Andre!

31.10.12 Bremen

Nee,nee, zu früh gefreut.  Das bezog sich nur auf unseren DSL-Anschluss-der ist gekündigt. Aber aus dem Handy-Vertrag lassen die Halsabschneider uns nicht raus. Und das, obwohl uns das telefonisch zugesichert wurde. Vodafone-NEIN Danke!!!

01.11.12 Bremen

Netterweise durften wir von gestern auf heute noch ein letztes Mal in unserer gekündigten und leeren Wohnung nächtigen. Nachdem wir unsere Reiserucksäcke zu Ende gepackt haben, sind wir zu Alex Eltern gefahren, um dort mit unseren Familien Alex Geburtstag und auch ein bisschen unseren Abschied zu feiern. Es war sehr schön.

02.11.12 Hardin

Erst abends sind wir von Alex Eltern nach Bremen gefahren. Zuerst waren wir mit einigen Freunden im Bandonion essen. Danach haben wir uns mit weiteren Freunden im Calaveras getroffen, um dort mit ihnen unseren Abschied zu feiern. Es war eine tolle Sause.Lachend Danke an Hardin für das Überlassen seiner Wohnung für diese Nacht.

03.11.12 Worpswede

Den heutigen Abend und die Nacht verbrachten wir bei Ollis Eltern bei leckerem Essen und netten Gesprächen.

04.11.12 Langwedel- Dahlbrügge

Alex Eltern holten uns heute bei Ollis Eltern ab, dann ging es mit dem Wohnmobil nach Dahlbrügge-ebenso bei leckerem Essen und einem netten Abend-aber die Aufregung steckte uns ganz schön im Magen. Haben wir auch wirklich an alles für unsere Reise gedacht? Die Nacht war dementsprechend kurz-schlafen konnten wir vor Aufregung kaum.

05.11.12/06.11.12 Langwedel-Bremen-Frankfurt-Santo Domingo-Panama City

Nachdem wir nochmals ein leckeres Mittagessen bei Alex Eltern genießen durften und unsere restlichen Sachen in unseren Rucksäcken verstaut hatten, fuhren wir um 16.00h mit Grete und Wolfgang zum Flughafen, wo auch Sieglinde und Hans-Joachim, Melly und Tyra, Karin, Anja, Sven, Nicole und Zoe auf uns warteten um uns zu verabschieden. Schön, dass ihr alle da wart, darüber haben wir uns gefreut. Um 19.10h ging unser Flieger-nur 40 Minuten von Bremen nach Frankfurt. In Frankfurt angekommen, mussten wir lange Wege zurücklegen, um zu unserem Gate zu kommen-mannoman, ist der Frankfurter Flughafen groß. Aber alles kein Problem-es sind überall gute Ausschilderungen.Um 22.20h hob dann unser Flieger ab- Zuerst 9 Stunden bis nach Santo Domingo. Hier verweilten wir dann 1,5 Stunden im Flieger, da er aufgetankt werden musste und die meisten Fluggäste ausstiegen. Und danach ging es nochmal 2,5 Stunden weiter, bis wir dann nach eurer Zeit um 12h Mittags in Panama City angekommen sind. Hier ist es  sechs  Stunden früher. Wir landeten nach Panamazeit um 6h morgens und wurden pünktlich von unserem bestellten Taxifahrer am Flughafen abgeholt und zur Coconut Lodge gefahren. Hier sind wir jetzt. Es geht uns gut, wir sind ein bisschen übermüdet, haben aber schon gleich ein deutsches Pärchen kennengelernt und frühstücken jetzt. Bis später.

06.11.12 Panama -City, Las Cumbres - Coconut Lodge

Nach dem Frühstück konnten wir unser Zimmer beziehen: Es ist toll, alle Möbel sind aus Kokusnuss gemacht. Nancy aus Montreal und Mike aus Ungarn betreiben diese gemütliche Lodge. Sie wurde erst letztes Jahr eröffnet und ist unbedingt weiterzuempfehlen. Fälschlicherweise hatten wir euch erzählt, dass diese Lodge von einem holländischen Pärchen betrieben wird. Aber das haben wir mit einer anderen Lodge verwechselt...Nach dem Duschen nahm Nancy  uns mit in ein Einkaufszentrum, zu einem Geldautomaten und zu einem Telefonladen, damit wir uns eine einheimische SIM-Karte  kaufen konnten. Als wir rauskamen, goss es in Strömen, denn die Regenzeit ist noch nicht ganz vorbei. Deshalb kauften wir uns erst einmal 2 Regenschirme und tanzten durch den warmen Regen... Als wir wieder in der Lodge waren, lernten wir Paul und Gail aus South Dakota kennen. Die beiden , Rentner (71 und 65) , sind auch ein halbes Jahr in Mittelamerika unterwegs, um Berichte für Reiseagenturen zu schreiben. Wir aßen zusammen Abendbrot und tauschten Reiseerlebnisse aus. Das Abendbrot bestand aus vier Gängen: 1. Vorspeise aus Auberginen und Zwiebeln mit Brot, 2. Salat, 3. Hühnchen mit/ ohne Champignons und Zwiebeln gefüllt, dazu Brokkoli, Mais und Kartoffeln, 4. Dessert: Birnenkuchen mit Mandelsirup. Um 20.30h (Panamazeit) lagen wir totmüde im Bett.

07.11.12 Panama-City, Las Cumbres- Coconut-Lodge

Um 6.30h, nach zehnstündigem Schlaf- wachten wir total erholt auf und frühstückten. Danach ging es ab an den Pool. Hier entspannten wir und lasen in unseren Reiseführern, um die Weiterreise zu planen.Nebenbei spielten wir mit den Hunden ("Johnny Walker" und "Stupid")-Lachend  Am Nachmittag gab es von Nancy eine leckere Kokusnuss. Abends haben wir zusammen mit Paul und Gael gegessen. Mike hatte am Nachmittag Rippchen geräuchert. Diese gab es als ersten Gang zum Abendbrot. Dazu wieder einen leckeren Salat und Red Snapper. Ein Joghurt mit Blaubeeren zum Nachtisch rundete die Sache genüsslich ab. Anschließend unterhielten wir uns über weitere Reiseziele und gingen um 22.30h ins Bett.

08.11.12 Panama-City, Panamakanal-Miraflores - Schleusen

Nach einem ausgiebigen Frühstück und einem herzlichen Abschied von Paul & Gail fragte Nancy uns, ob wir Lust hätten, mit ihr nach Panama City zu fahren. Wir entschieden uns kurzfristig ihrer Einladung zu folgen und fuhren durch den täglichen Wahnsinn (der Verkehr ist die Hölle, alle hupen und drängeln sich in die engste Lücke - Olli möchte hier nicht fahren) Richtung Metropole. Auf halbem  Wege  entschieden wir uns, die Miraflores Locks (Schleusen) am Panamakanal zu besichtigen. Dummerweise war das Verkehrsaufkommen mal wieder so groß, dass Nancy ihren Termin verpasst hätte, wenn sie uns bis zu den Schleusen gebracht hätte. Kurzerhand entschloss sie sich, miiten auf dem Highway zu halten und uns ein Taxi zu organisieren. Nach kurzer Zeit hielt ein weiteres Auto hinter uns, um uns nach dem Weg zu den Schleusen zu fragen. Als ob es jemand gerufen hätte!

Wir stiegen um, zu einem netten mexikanischen Pärchen, das uns direkt zum Kanal mitgenommen hat. 20 Min. später erreichten wir die Schleusen. Um 11h. waren wir da. Der Eintritt kostete 8$/ Person und gegen 13h kam auch das erste Schiff auf die Schleuse zu. Es war  ein deutsches Containerschiff (IMO Charlotte Rickmers). Faszinierend, wie ein so großes Schiff durchgeschleust wird!! Danach waren wir im Museum. Hier konnten wir eine Menge über die Entstehung und die Geschichte  des Panamakanals lernen. Nach drei Std. hatten wir genug vom Kanaltrubel und setzten uns in ein Taxi, um in die Shopping Mall (Albrook) zu fahren. Heute haben wir hier gegessen und suchten uns den Bus für unsere morgige Weiterfahrt nach El Valle raus. Mit dem Taxi ging es im totalen Verkehrschaos zurück zur Coconut Lodge. Von hier aus buchten wir unsere nächste Unterkunft in El Valle.  Den letzten  Abend in der Coconut Lodge haben wir mit Schwimmen im Pool ausklingen lassen. Da wir heute die einzigen Gäste waren, hatten wir ihn für uns allein. Das haben wir genossen.

09.11.12 Busfahrt von Panama-City nach El Valle de Anton

Heute sind wir um 7.30h aufgestanden und haben unsere Sachen gepackt. Nach dem Frühstück fuhr Nancy uns zum Busbahnhof nach Allbrook. Thank you Nancy!! Wir kauften unsere Bustickets für 4,85$ p.P. und gingen zu unserem Bus. Der Busfahrer verstaute unsere Rucksäcke im Kofferraum und wir stiegen ein. Als alle Plätze besetzt waren, fuhren wir los. Nach zweieinhalb Stunden kamen wir in El Valle an und checkten im Hotel Don Pepe ein. Im Reiseführerer stand etwas von "großen" Zimmern, was wir nicht bestätigen können. Aber das Zimmer ist sauber, kostet pro Nacht für uns beide zusammen 49,50$-ohne Frühstück. Hier werden wir bis Sonntag verweilen und uns morgen das Dorf ansehen, bis es am Sonntag weiter gen Westen geht.

El Valle befindet sich auf 600 m Höhe am Boden eines ca. 20km großen, kreisrunden Kraterkessels. Nach dem Erlöschen des Vulkans vor vielen Jahrhunderten verwandelte sich der Kraterboden in ein Sumpfgebiet, das trockengelegt und kultiviert wurde.


10.11.12  El Valle de Anton- Wanderung zu den Felszeichnungen Piedra Pintada und zu den Wasserfällen Saltos El Sapo und Cerra del Indio

Zuerst frühstückten wir im Bruschetta, am Ende der Hauptstraße, was sehr zu empfehlen ist. Gestärkt ging es los durch den Dschungel zu den Felszeichnungen der Indios. Keiner weiß genau, was diese bedeuten, allerdings sind sie aus präkolumbianischer Zeit. Nach einigen Fotos ging es weiter zu den Wasserfällen. Durch das feuchtwarme Klima war der Aufstieg  ganz schön anstrengend- aber dafür erfrischten wir uns in einem der Becken unterhalb des Wasserfalls. El Valle ist bekannt für den "Golden frog", den es nur hier geben soll. Deshalb hielten wir auch die ganze Zeit nach ihm Ausschau, konnten ihn jedoch leider nicht entdecken. Nach drei Stunden kehrten wir zurück ins Dorf und dann weiter in unser Hotel Don Pepe. Eigentlich wollten wir uns noch die heißen Quellen ansehen, entschieden uns dann aber doch lieber dazu, in der Hängematte abzuhängen und zu lesen. Abends lernten wir Markus und Beate aus Deutschland kennen, die auch im Don Pepe eincheckten und  gerade ihren Urlaub in Panama machen. Wir verbrachten einen sehr schönen Abend zusammen-Olli und Markus starteten das Nordderby mit Bier und Havanna Club.

11.11.12 Busfahrt von El Valle de Anton nach Las Tablas (Halbinsel Azuero)

Gerne wollten wir wieder im Bruschetta frühstücken, aber leider gibt es dort Sonntag nichts. Zusammen mit Beate und Markus frühstückten wir an einem anderen lauschigen Plätzchen: Huevos revueltos und Tortillas. Danach gingen wir zum Don Pepe und packten unsere Rucksäcke. Um 13 Uhr fuhren wi rmit dem Minibus von El Valle nach San Carlos (3,60$) p.P. Hier mussten wir umsteigen in einen größeren Bus. Die Fahrt von San Carlos nach Las Tablas kostete 8 $ p.P.. VierStunden später sind wir in Las Tablas angekommen und checkten im Hotel Piamonte ein. Das Zimmer kostete 30$ für uns beide zusammen. Die Matratze haben wir uns aber lieber nicht angeguckt.... Von der langen Busfahrt erschöpft, gingen wir nur noch eine Pizza essen und fielen dann totmüde ins Bett.

12.11.12 Busfahrt von Las Tablas nach Pedasi (Halbinsel Azuero)

Heute Morgen schlenderten wir durch Las Tablas, mussten aber feststellen, dass man hier gar nicht herkommen muss, weil der Ort nichts zu bieten hat. Nur zur Karnevalszeit soll hier der Bär brummen. Dafür ist der Ort berühmt. Also packten wir unsere Rucksäcke und fuhren mit dem Minibus weiter nach Pedasi-Die Fahrt dauerte eine Stunde und kostete 2 $ p.P. Die Busfahrten sind übrigens sehr spannend, weil man Kontakt zu den Einheimischen bekommt (weil die Busse so eng sind auch körperlich) und schon mal ein paar Brocken Spanisch sprechen kann. Jetzt sitzen wir gerade bei ca 30 Grad und sehr hoher Luftfeuchtigkeit im Hostal Dona Maria, das sehr chillig und sauber ist. Gleich gehen wir an den Strand.

O.k., wir fuhren mit dem Taxi an den Strand El Arenal, weil es schon 16.h war und der Fußweg dorthin 40 Minuten gedauert hätte. . Hier angekommen, mussten wir feststellen, dass es außer einer Polizeistation und einem "Bretterbuden - Restaurant " eigentlich nichts gibt. Aber jede Menge Fischer waren unterwegs und trugen einen Gelbflossen-Thunfisch nach dem anderen auf den Schultern von ihren Booten. In der Bretterbude haben wir  gegessen. Na, was gab es wohl? -natürlich Thunfisch!!! Schließlich sind wir an der Thunfischküste. (So wird die Küstenlinie im Golf von Panama genannt). Eine typische panamäische Spezialität ist die Beilage: Patacones: Das sind frittierte Bananen, die sehr lecker schmecken.

 Unser Rückweg gestaltete sich erst etwas schwierig, denn ein Taxi konnte man nicht finden. Auch die Fischer wollten uns nicht auf ihrem LKW mitnehmen. Aber eine nette Panamäerin nahm uns ihrem Auto mit. No problemo. Abends saßen wir auf der  Dachterrasse in unserem Hostel und verbrachten den Abend mit Lesen.

13.11.12 Pedasi- Wanderung am Strand-  Von Playa El Torro nach Playa El Arenal

Mit dem Taxi sind wir heute zum "Torro-Strand" gefahren. Außer einigen Anglern waren wir die einzigen hier. Wir entschieden uns zu einem ausgedehnten Spaziergang am Strand. Das war richtig schön, denn es gab einiges zu entdecken: Pelikane, Fregattvögel, Krabben, Kokosnüsse, haufenweise Treibholz, das gut für unsere selbstgebastelten Muschelmobiles wäre und - unglaublich, aber wahr: vier Plättchen-Seeschlangen (Pelamis platurus), die gestrandet waren oder an den Strand kamen um sich zu häuten, und von denen noch zwei lebten. Diese Seeschlangen sind wie alle meeresbewohnenden Schlangen äußerst giftg, jedoch recht beißfaul. Alex wäre fast auf eine draufgetreten, da sie dachte, es sei ein Stock. Aber plötzlich bewegte sich das Ding. Olli hatte was zum Spielen. Er nahm die Schlange auf einen Stock und begutachtete sie von allen Seiten. Dazu muss man sagen, dass wir- bevor wir die Schlangen entdeckten-zum Baden im Meer waren. Eigentlich wollten wir noch einmal ins Wasser, aber irgendwie hatten wir dann noch nicht mehr so große Lust. Erst einmal wollen wir jetzt herausfinden, ob sie harmlos oder gar giftig sind. Nach ca. zwei Stunden Fußmarsch kamen wir am Playa El Arenal an und gingen erst einmal wieder in die Bretterbude, um unseren Durst zu löschen. Dabei hatten wir nette Gesellschaft von zwei kleinen Kindern, mit denen wir-so gut es auf Spanisch ging- ins Gespräch kamen. Per Pedes machten wir uns in El Arenal auf zurück nach Pedasi und  brauchten dafür ca. 35 Minuten. Nach einer ausgiebigen Dusche waren wir lecker essen, und zwar im Smileys, das wir sehr empfehlen können.

Alex hatte Garlic Shrimps mit Reis und Salat. Olli Hatte Red Snapper mit Kartoffelpüree und Salat.

Und jetzt? Jetzt sitzen wir auf der Dachterrasse und pflegen unsere Homepage.

 

14.11.12 Pedasi-  Bootstour zur Isla Iguana

Pläne ändern sich schnell, wenn man sich treiben lässt-und das machen wir gerne. Eigentlich hatten wir vor, heute zum Strand Destiladeros zu fahren. Aber es kam anders: Seit gestern Abend gab es außer uns noch andere Besucher im Hostal Dona Maria: Ethi, Raphael und Idahn aus Tel Aviv. Sie wollten heute einen Ausflug zur Isla Iguana machen und fragten uns, ob wir mitwollen. Wir mussten nicht lange überlegen, denn eine Bootstour vom Playa Arenal in Pedasi kostet 55 $. Zu fünft war es für uns alle günstiger. Wir fuhren zuerst zum Playa Arenal. Hier mussten wir unsere Reisepässe vorzeigen, um registriert zu werden. Dann stiegen wir in das Boot, mussten uns Schwimmwesten anlegen- und los ging die schnelle Fahrt. In 20 Minuten sind wir an der Isla Iguana angekommen. Es waren nur noch vier andere Gäste dort und die Ranger, an die wir 10 $ Eintritt zahlen mussten. Wiederum mussten wir unsere Pässe vorzeigen (Die muss man hier immer mit dabeihaben). Als die bürokratischen Dinge erledigt waren, nahmen wir Maske und Schnorchel und erkundeten die Unterwasserwelt dieses Naturschutzgebietes. Es war toll und es gab mal wieder  vieles zu entdecken: Doktorfische, Kaiserfische, Papageienfische, Barrakudas, Schildkröten, Muränen, Adlerrochen, Kugelfische und vieles mehr. Die netten Panamäer, die uns mit dem Boot herbrachten, sorgten auch sogleich für das leibliche Wohl und grillten-auf herkömmliche Weise leckeren Fisch- serviert auf Blättern, anstelle von Tellern. Köstlich! Mit den Israelis hatten wir jede Menge Spaß. Mit Idahd wollten wir den anderen Strand auf der Insel erkunden, er sollte auf der anderen Seite, nur 200 m entfernt sein. Während seine Eltern, Ethi und Raphael, auf unser Gepäck achteten, gingen wir drei los, durch den Dschungel. Einen richtigen Weg gab es nicht. Wir folgten der Pipeline und krochen durch das Dickicht. Am anderen Ende angekommen, konnten wir leider keinen Strand, sondern nur eine Felsküste erspähen. Enttäuscht gingen wir zurück, Idahd trat auch noch in einen fetten Dorn,der sich durch seinen Flip-Flop bohrte und er Mühe hatte, richtig aufzutreten. Nachdem wir wieder an unserem Ausgangspunkt angekommen waren, und in die andere Richtung gingen, entdeckte Olli ein großes Schild, das den direkten Weg zu dem anderen Strand auswies. Aber noch einmal durch den Dschungel gehen und auch noch in Begleitung von tausenden Moskitos , hatten wir dann doch keine Lust. Stattdessen besuchten wir das kleine Inselmuseum und schnorchelten zum Abschluss noch einmal. Um 16.30h fuhren wir mit dem Boot zurück. Abends waren wir alle gemeinsam im "Smileys" essen.

15.11.12 Pedasi- Fahrt zum Strand °Destiladeros"

Heute sind die Israelis zurück nach Panama-City gefahren. Es gab eine herzliche Verabschiedung und zugleich eine Einladung nach Tel Aviv. Als sie abgereist waren, begaben wir uns mit dem Taxi zum Destiladeros Beach. Der ist 10km von Pedasi entfernt. Um 13h waren wir da. Außer uns gab es noch zwei andere Personen, die in den Wellen surften, ansonsten war der Strand menschenleer und wunderschön. Die Sonne versteckte sich heute ein wenig hinter den Wolken, aber es war trotzdem sehr heiß. Wir genossen die Stille und das Rauschen des Meeres. Am Strand waren viele Kokospalmen mit leckeren, grünen Kokusnüssen. Olli kam nicht daran, also kletterte Alex auf seine Schultern und drehte die Kokusnüsse ab. Gekonnt-als hätte er er nie etwas anderes gemacht-öffnete Olli die Kokusnuss mit seinem Leatherman- und wir hatten gesunde  Drinks am Strand. Der Taxifahrer kam "nur" 10 Minuten später als vereinbart und holte uns um 16.40h wieder ab. Heute gingen wir mal woanders essen, in der Bakery, wo es eine hervorragende Pizza gab. Den Rest des Abends verbrachten wir mit der Pflege unserer Homepage, damit ihr auch alle was zum Lesen und zum Gucken habt. Morgen fahren wir weiter Richtung Westen, nach Santiago und von da aus nach Santa Catalina und Isla Coiba. Wir wissen nicht genau, wie es dort mit der WIFI Verbindung ist. Also macht euch keine Sorgen,wenn ihr eventuell die nächsten Tage nichts von uns hört.

 

 16.11.2012 Pedasi-Chitre-Las Tablas-Santiago

Wir verabshiedeten uns von Dona Maria und gingen mit Sack und Pack bei brütender Hitze zur "Bushaltestelle". Der Bus nach Las Tablas stand schon bereit. Obwohl er schon prall gefüllt aussah, durften wir noch mit einsteigen und uns zwischen die Panamaer quetschen. Unser Gepäck wurde auf das Dach geschnallt. Olli war etwas misstrauisch und legte  doch lieber selber mit Hand an- sehr zum Unmut des Busfahrers. Insgesamt saßen 19 Personen bei 14 offiziellen Sitzplätzen im Bus und eine Klimaanlage gab es nicht. Nun gut, die Fahrt dauerte eine Stunde bis nach Las Tablas. Hier stiegen wir in einen etwas größeren und bequemeren Bus nach Chitre um. Und von Chitre aus ging es dann weiter nach Santiago. Diese Stadt muss man gar nicht gesehen haben,aber da wir des Busfahrens etwas überdrüssig waren, entschieden wir uns, für eine Nacht in Santiago zu bleiben. So landeten wir im Hostal Veraguas-ein kleines Hostal für 20 Dollar für uns beide zusammen. Es gab eine Gemeinschaftsküche und Olli zauberte uns ein leckeres Abendessen: Spaghetti mit Thunfischsauce. Hier war es sauber, aber die Matratzen hingen durch und man fühlte sich eher wie in einer Hängematte. Alex konnte in dieser Nacht nicht gerade viel schlafen, Olli schlummerte sofort ein.

17.11.12 Santiago-Sona-Santa Catalina

Nach einem leckeren Kaffee vom kleinen Restaurant gegenüber fuhren wir mit dem Taxi zum Busbahnhof von Santiago. Dort enterten wir mal wieder einen Kleinbus, der uns nach Sona brachte. Ein äußerst hässlicher Ort, den man getrost aussparen kann, wenn man nicht nach Santa Catalina reisen will. Nach einstündiger Wartezeit und anderthalbstündiger Fahrt  entließ uns der Fahrer mitten in der Pampa- 10km vor Santa Catalina. Pia, eine Angestellte, holte uns hier mit dem Auto ab und wir checkten im "Hibiskus Garden" ein. Diese Unterkunft wurde von Hedi und Mick aus München vor 7 Jahren aufgebaut. Alle Gäste und die meisten Angestellten kommen aus Deutschland.

Unser Zimmer ist genau nach unserem Geschmack eingerichtet: Es wimmelt von Muschelmobiles und Hängematten. Wir haben einen Ausblick auf viele Kokospalmen und auf das Meer-wenn nicht gerade Ebbe ist. Zum Teil sieht es hier bei Niedrigwasser aus wie am Wattenmeer.

Da wir noch kein Frühstück hatten, gab es zum Mittag mal wieder Nudeln-dieses Mal mit Bolognese. Danach gingen wir zum Muscheln sammeln an den Strand. Abends saßen wir gemeinsam mit den anderen Gästen zusammen und bestellten einen Red Snapper (Fisch), der leider noch nicht ganz durch war. Skeptisch betrachtete Olli die vermeintlichen Filetierversuche des Kochs und ließ den Fisch nochmals in den Ofen wandern. Ziemlich geschafft von der langen Busfahrt gingen wir früh ins Bett und schliefen wunderbar beim Meeresrauschen und einer super Matratze ein.

18.11.2012 Santa Catalina

Heute Morgen fuhren wir mit Hedi und ihren beiden Kindern an den Strand nach Santa Catalina. Der Strand ist weltweit bekannt als Surferparadies. 2010 wurden hier die Weltmeisterschaften  ausgetragen. Als wir ankamen, war  gerade Ebbe und wir  mussten sehr weit laufen, um ein schönes Bad im Pazifik  nehmen zu können. Kurze Zeit später fing es an zu regnen und wir machten einen Spaziergang ins Örtchen. Santa Catalina ist ein kleiner Ort, der nur aus einer Straße besteht. Es gibt zwei kleine Supermärkte, in denen man die nötigsten Sachen kaufen kann. Für größere Einkäufe hingegen muss man 100 km nach Santiago fahren. Aber dafür  gibt es drei Tauchschulen. Wir entschieden uns für die Tauchschule COIBA Dive Center mit dem Leitspruch-Sharks garanteed und buchten für morgen  je zwei Tauchgänge auf der Isla Coiba. Kosten p.P. 130$ (2 tank dives) plus 20$ Nationalparkgebühren. Zurück zum Hibiscus Garden fuhren wir mit Helmut aus Franken. Er ist unser Nachbar im Hibiskus Garden und geht jeden Tag tauchen. Beate aus Berlin und Timo aus Bern waren auch mit dabei, da sie heute mit derselben Tauchschule an einer Schnorcheltour teilgenommen und sogar einen Walhai gesehen haben. Hoffentlich sehen wir den morgen auch!!! Abends kochte Olli mal wieder Spaghetti mit Thunfischsauce und wir lernten Fabricio aus Luxembourg und Pancho aus Spanien kennen, mit denen wir gemütlich zusammensaßen und ein wenig Spanisch lernten. Auch Sven aus München gesellte sich mit dazu und wir tauschten Reiseerlebnisse aus.

19.11.2012 Ausflug von Santa Catalina zum Weltkulturerbe ISLA COIBA/ Tauchtag

Um 6.30h standen wir auf, packten unsere Tauchsachen, tranken einen Kaffee und fuhren anschließend mit Helmut zur Tauchschule nach Santa Catalina. Nachdem wir unsere Anzüge (3mm) in Empfang genommen hatten, gingen wir mit insgesamt 6 Tauchern , einem Guide und 2 Schnorchlerinnen zum Boot. Mit Vollgas ging es nun los Richtung Isla Coiba. Nach ca. einer Stunde waren wir am ersten Tauchspot: Lighthouse/ Buffet. Zu sehen gab es  bei einem einstündigen Tauchgang, auf 22 Metern jede Menge bunte Fische, 3 Weißspitzenriffhaie, mehrere Muränen in den verschiedensten Farben, Makrelen u.v.m. Die Oberflächenpause von ca. zwei Stunden verbrachten wir sowohl auf der kleinen Insel Coibita als auch auf der Isla Coiba. Zwei sehr schöne Fleckchen, die der Robinsoninsel sehr nahe kommen. Traumhaft!!! Auf Coiba gibt es viele endemische Tierarten, darunter alleine 20 Vogelarten und einige Echsen und Amphibien. Auch soll Tito, ein ca 5m großes  Salzwasserkrokodil, hier leben. Wir haben es aber leider nicht zu Gesicht bekommen. Coiba ist die größte Insel Panamas, sogar eine der größten im zentralamerikanischen Pazifikraum. Die bedrohten Meeresschildkröten kommen zur Eiablage an diese schönen Strände. Auch ein Gefängnis gibt es hier, aber mittlerweile ist es geschlossen und es sitzen keine Insassen mehr ein. Ein ehemaliger Sträfling wollte nie von der Insel weg und lebt noch heute hier um als Ranger zu arbeiten. Der umgebene Marinepark ist einer der größten in der Welt. Unser zweiter Tauchgang war am Wahoo Rock. Hier sahen wir mindestens 10 Weißspitzenriffhaie. Einer war besonders neugierig und begleitete uns bei unserem Tauchgang.  Leider haben wir keinen Walhai gesehen-das wäre noch ein Highlight gewesen. Aber dafür gab es  wieder jede Menge bunte Fischschwärme, eine Leder-Schildkröte und einen Stachelrochen. Sowohl auf dem Hin-als auch auf dem Rückweg sahen wir Delfine, die hoch aus dem Wasser sprangen. Unter Wasser hörten wir sie. Ein absolut traumhaftes Erlebnis. Isla Coiba ist ein Muss für jeden Panamareisenden! Zurück in Santa Catalina, kehrten wir noch bei Surf and Shake ein. Hier gibt es leckere, aus frischen Früchten gepresste Shakes-köstlich!

20.11.2012 Chillen im Hibiscus Garden

Der Tag fing mit einem ausgedehnten Strandspaziergang, ausgiebigem Muschelsammeln sowie einem Bad im Pazifik an. Danach enspannten wir uns lesend in den Hängematten auf unserer Dachterrasse. Da das Internet hier so gut wie keine vernünftige Verbindung hat, mussten wir unser Tagebuch mal wieder von Hand pflegen. Den Abend ließen wir gemeinsam mit den anderen bei einem Cocktail und netten Gesprächen ausklingen. Zu guter letzt packten wir unsere Rucksäcke und gingen früh zu Bett.

 

21.11.2012 Busreise von St. Catalina - Sona -Santiago - David - nach Boquete

Um 7:30h verabschiedeten wir uns von der Hibiscus - Crew und fuhren gemeinsam mit Helmut nach St. Catalina, um dort in den Bus nach Sona zu steigen. Um 8.15h ging es los. Nachdem wir mal wieder an jeder Milchkanne anhielten, waren wir um ca. 10:00h in Sona. Sofort konnten wir - diesmal zum Glück in einen großen Reisebus mit Klimaanlage- nach Santiago umsteigen. Der Busfahrer guckte die ganze Fahrt über einen Film auf dem Fernseher neben ihm- unglaublich!!! In Santiago angekommen, mussten wir den Bus nach David wechseln. Zwischendurch hielt der Bus an der Bundeslandgrenze: Unsere Pässe wurden geprüft sowie das Gepäck mit einem Drogenhund inspiziert. Nach 3,5 stündiger Fahrt erreichten wir endlich David. Hier stiegen wir ein letztes Mal um, diesmal in einen "Diablo Rojo" (Roter Teufel). Diese Busse sind ausrangierte, ehemalige USA Schulbusse, dessen Fahrer für ihre rasante Fahrweise bekannt sind. Es gab leider keine andere Wahl, zum Glück ging es die ganze Zeit bergauf, sodass der Bus nicht wirklich schnell unterwegs war. Hinzu kam, dass auch dieser Bus an jedem zweiten Kaktus hielt, um Gäste ein- oder aussteigen zu lassen. Nach gefühlten 15h Fahrt, - es waren letztendlich zum Glück nur 8,5h- sind wir am späten Nachmittag in Boquete angekommen und bekamen das letzte Zimmer in dem Hostel "Mamallena", ein typisches Backpacker -Hostel mitten in der City. Boquete hat sein eigenes, kleines Mikroklima. Das Wetter ist eher frühlingshaft, die Temperaturen schwanken sehr stark über den gesamten Tagesverlauf zwischen 15 und 23 Grad. Es liegt auf 1000m Höhe, nahe des Vulkans Baru. Dieser ist 3475m hoch  und ist die höchste Erhebung Panamas.

22.11.2012 Boquete- Abkühlung in den Bergen

Zum Frühstück gibt es im Mamallenas  Pancakes und Kaffee-das ist  hier jeden Morgen frei. Jedoch muss man lange anstehen und sich seine Pfannkuchen selber brutzeln. Morgen machen wir uns lieber wieder unser eigenes Frühstück. Olli braucht neue Flip Flops und ein paar Badeshorts, die bekommt er auch in einem gut sortierten Kaufhaus zum kleinen Preis. Wir schauen uns noch ein wenig den Ort an und gehen abends einkaufen, um uns mal ausnahmsweise selber was zu essen zu machen. Es gibt einen riesigen Thunfischsalat mit allem Drum und Dran. Wir lernen einen netten Schweizer, den  Sevi kennen, mit dem wir den  Abend verbringen. Nach und nach gesellen sich viele andere Traveller dazu und ruck zuck ist eine ausgelassene Party auf der Hinterhof-Terrasse in vollem Gange. Letztendlich kommt noch Miguel dazu, der Wirt des Hostels, und bringt eine Flasche "Yähgermaisder". Hier enden die Erinnerungen von Olli............. Alex geht erheblich früher zu Bett. Als Olli auch auch das Zimmer entern will, ist dies schwieriger als gedacht. Alex hat die Tür versehentlich  abgeschlossen und ist nur sehr schwer dazu zu bewegen, diese aus dem Tiefschlaf zu öffnen. Aber nach einigen Klopfzeichen von Olli wird sie schließlich wach.

23.11.2012 Boquete-  Ausflug zur Kaffeeplantage "Don Alfredo-Finca La Migrosa"

Ausnahmsweise schlafen wir heute mal etwas länger. Zum Fühstück brutzeln wir uns Spiegeleier und setzen uns danach an unsere Homepage. Um 14.00 Uhr fahren wir mit insgesamt acht Leuten zur Kaffeeplantage Don Alfredo-Finca La Milagrosa. Raoul, unserer Guide, ist super. Er führt uns durch die Plantage und erklärt uns die einzelnen Schritte: Von der Ernte der Kaffeebohne bis zum Endprodukt. Es ist äußerst spannend und informativ.

Die Kaffeepflanze trägt im zweiten Jahr die ersten Früchte. Die produktivsten Jahre liegen zwischen dem 7. und 15. Jahr. Die Pflanzen dieser Plantage sind 25 Jahre alt. Das Höchstalter einer Kaffeepflanze beträgt 75 Jahre. Es gibt acht verschiedene Kaffeesorten, die er anbaut. . Die teuerste Kaffeesorte heißt "Geisha". Ein Pfund dieser Sorte wird mit 94 Dollar gehandelt. Viele seiner Maschinen hat der Plantagenbesitzer selber gebaut, da sie für ihn schlichtweg zu teuer wären, wenn er sie selber kaufen würde. So besteht sein Röstofen aus Teilen seines alten Autos. Die Antriebseinheiten seiner Schälmaschinen aus Elektromotoren von alten Wäschetrocknern. Selbst einfache Werkzeuge bestehen aus einem zusammengeschweißten Schraubenzieher und einem Löffel. Alles hier aufzuzählen würde den Rahmen sprengen. Die ganze Plantage kommt ohne chemische Spritz-und Düngemittel aus. Alles wird wiederverwendet. Die Schale der Kaffeefrucht wird kompostiert und als Dünger benutzt.

Die Kaffeefrucht blüht 4-5 Monate. Danach reift sie 9 Monate heran. In den darauffolgenden 4--5 Monaten können nach und nach die reifen Früchte geerntet werden. Die Kaffefrucht ist dann reif, wenn sie ihre Farbe von Grün auf Rot ändert. Als erstes wird das Fruchtfleisch vom Kern, der eigentlichen Bohne, getrennt. Dann werden die Bohnen zum Teil in der Sonne getrocknet, bis der Feuchtigkeitsgehalt auf 10 -12% gesunken ist. In einem weiteren Prozess wird die Bohne von einer anderen Schale (Endospermhäutchen) befreit und ist somit bereit für die Röstung. Je nach Dauer der Röstung nimmt die Bohne unterschiedliche Brauntöne an: Je länger die Bohne geröstet wird, desto weniger Koffein-und Geschmack enthält sie.

Seit zwei Jahren führt Panama die Kaffeeliga an. Es besteht ein ständiger harter Wettkampf um den besten Kaffee zwischen Panama, Costa Rica, Äthiopien und Jamaika.

Auf der Plantage arbeiten zur Erntezeit sieben Leute. Der Arbeitstag ist hart und lang. Er beginnt um 6 Uhr morgens und endet um 23 Uhr.

Zum Schluss der Führung durften wir den frisch gerösteten Kaffee verkosten. Ein tolles Erlebnis!!!

 

24.11.2012 Boquete- Mini-Canyoing und aguas termales in Caldera

Um 12.30h geht unsere Tour los: Wir fahren mit insgesamt 7 Travellern zu einem schönen Canyon. Je weiter wir von Boquete entfernt sind, desto besser wird das Wetter. Bei strahlendem Sonnenschein springen wir mutig aus ca. 7m Höhe in das erfrischende Wasser. Was für ein Spaß!! Die Srömung treibt uns automatisch an die niedrigste Stelle, wo man wieder gut aus dem Wasser kommt.  Danach geht es weiter nach Caldera zu den "aguas termales", den Thermalquellen. Diese heißen Quellen liegen nahe dem Rio Chriqui auf einer Finca und sind für ihre heilkräftige Wirkung bekannt. Natürlich lassen wir es uns nicht entgehen und nehmen ein Bad im 41 Grad warmen Wasser- sehr wohltuend. Wenn man die agua termales besucht, muss man darauf achten, nichts zu essen oder zu trinken dort mithinzunehmen: Es gibt hier nämlich einen Affen, Chita, der alles stibitzt, was nicht niet-und nagelfest ist. In nullkommanichts- so schnell kann man gar nicht gucken-ist die Chipstüte und auch die Wasserflasche in der Hand des Affen. Und sofort wird der Inhalt  geleert. Es ist ein leichtes für Chita, den Deckel der Flasche aufzudrehen und zu trinken.

Erst um 18.30h sind wir wieder im Hostel. Wir gehen zusammen mit Sevi in ein typisch panamäisches Restaurant. Für 3-4 $ bekommt man eine komplette Mahlzeit. Das Essen ist lecker. Eigentlich wollen wir auf eine Party, doch Olli bekommt starke Rückenschmerzen und wir entscheiden uns dafür, den weiteren Abend  mit Sevi,  und vielen anderen Travellern im Garten unseres Hostels zu verbringen.  Die Reisegeschichten sehr sehr spannend. Es gibt Reisende,die drei Wochen, zwei Monate, sechs Monate, ein Jahr, sechs Jahre oder für immer unterwegs sind. DieTraveller kommen aus den USA, Spanien, Deutschland, Frankreich, Holland, Tschechien, Russland und der Schweiz. Wir erfahren viel über andere Länder und  bekommen Empfehlungen für die nächste Unterkunft.  Der Austausch macht Spaß und ist immer sehr hilfreich.

25.11.2012 Boquete- Große Feier des Unabhängigkeitstages von Spanien

Heute wachen wir bereits um 9.00 Uhr von megalauten Trommeln auf. Ganz Boquete ist voll von verschiedenen Trommelgruppen und Spielmannszügen, ungefähr vergleichbar mit dem Bremer Karneval. Es wird der 191. Unabhängigkeitstag von Spanien gefeiert- zusätzlich auch noch mit Pauken und Trompeten. Schade ist nur, dass es ununterbrochen in Strömen regnet und die armen Trommler und Trompeter bis auf die Haut nass werden. Das Spektakel schauen wir uns -bewaffnet mit Regenschirm und Regenjacke-  zwei Stunden lang an. Es ist sehr beeindruckend und rythmisch. Aber selbst die Regenjacke weicht durch und wir beschließen, noch einen Hamburger zu essen und dann zurück zu unserem Hostel zu gehen und uns aufzuwärmen. Der Hamburger bekommt Alex überhaupt nicht und der Magen rebelliert. Ein bisschen Ruhe wäre hilfreich gewesen, aber die Panamäer können einfach kein Ende finden und trommeln bis spät in die Nacht auf den Straßen. 15 Stunden Streetparade-sehr ausdauernd!!! Obwohl Alex Trommeln eigentlich liebt, schlagen sie ihr in diesem Zustand noch mehr auf den Magen und die Nacht ist deshalb sehr kurz. Olli kann sich nicht richtig bewegen, da der Rücken noch Zicken macht. Der Regen trommelt zusätzlich auf das Dach unseres Zimmers-aufhören bitte!!!

 26.11.12 Boquete- Ruhe genießen

Endlich hat der Regen aufgehört und auch die Trommeln. Himmlische Ruhe und etwas mehr Schlaf. Magenmäßig ist es etwas besser. Auch Ollis Rückenschmerzen zeigen leichte Besserung. Es reicht aber noch nicht ganz, um mit dem Rucksack weiterzureisen und wir bleiben deshalb noch bis Mittwoch im "Mamallenas". Heute spannen wir aus und verbringen den Tag mit Wäschewaschen, Lesen und Kochen. Abends lernen wir Olga aus Holland in unserem Hostel kennen. Sie hat ein Jahr lang in Nicaragua gearbeitet und wir erfahren interssante Dinge über das Land. Eigentlch sollte unsere Reiseroute am Mittwoch weiter an die Karibik, nach Bocas des Torro, Panama, gehen, doch wir müssen uns jetzt umentscheiden, da an der Karibikseite noch immer Regenzeit ist-und zwar richtig. Die Sonne zeigt sich gar nicht und es regnet den ganzen Tag. Einige Traveller kommen heute gerade aus Bocas del Torro an und raten uns ab, jetzt dort hinzufahren, wenn wir noch bis April Zeit haben, um dieses schöne Fleckchen zu genießen. Wir erfahren, dass das Wetter an der Pazifikseite besser ist und somit ändert sich unsere Reiseroute insofern, als dass wir uns am Mittwoch auf den Weg nach Costa Rica machen werden. Von hier aus ist es mit dem Bus nicht mehr weit bis zur Grenze.

27.11.12 Boquete- Reisevorbereitungen für Costa Rica treffen

Den ganzen Tag verbringen wir mit dem Studieren unserer Reiseliteratur für Costa Rica.  Am späten Nachmittag hören wir plötzlich wieder Trommeln und erfahren, dass morgen wieder ein Feiertag ist. Am 28.11.ist der eigentliche Feiertag der Unabhängigkeit von Spanien und deshalb "üben" die verschiedenen Bands mal wieder. Die Straßen sind voll. Die Leute sitzen oder stehen am Straßenrand oder in den Kofferräumen ihrer Autos und lassen es sich gut gehen.  Abends veranstaltet Miguel, der nette  Inhaber dieses tollen Hostels, eine Wein- und Käse Party für seine Gäste. Es gibt die leckersten Käsesorten und einen vorzüglichen Rotwein. Es sind neue Traveller dabei: aus Schottland, Israel und Kanada - spannend. Plötzlich kommt die Gitarre zum Einsatz und der Schotte beweist sein Naturtalent als Entertainer. Die Stimmung ist so gut, dass wir erst spät ins Bett gehen. Da wir keinen Zeitdruck haben, verlängern wir unseren Aufenthalt hier nochmals um eine Nacht. Dieses Hostel ist wie ein zweites Zuhause.

28.11.12 Boquete- den letzten Tag im "Mamallenas Hostel" und noch eine Straßenparade

Da es uns beiden jetzt wieder richtig gut geht und es nur ein wenig regnet, können wir heute die Trommeln genießen und dazu tanzen. Außerdem ist die Parade heute auf drei Stunden begrenzt und geht nur von 10:00 bis 13:00 Uhr. Es macht Spaß, den Akteuren zuzuhören und zuzuschauen. Selbst die Jüngsten trommeln oder tanzen eifrig zu ausgelassener Musik. Danach zur Post und schickegehen wir n unser erstes Päckchen nach Deutschland. Wir sind sehr gespannt, ob es ankommt. Ein Päckchen zu versenden ist hier sehr abenteuerlich: Man darf z.B. zum Zukleben des Pakets kein Tape sondern ausschließlich Flüssigkleber verwenden. Warum auch immer? Es soll ein neues Gesetz sein. Zukleben darf man es erst, wenn die Postbeamten genau gecheckt haben, was darin ist. Ebenso muss eine Kopie des Personalausweises abgegeben werden. Vorzeigen reicht nicht und kopieren muss man ihn selber, da es bei der Post keinen Kopierer gibt. Reingefallen Im Hostel angekommen, überlegen wir zuerst, eventuell noch eine Nacht zu verlängern und den Vulkan Baru, der mit 3477m die höchste Erhebung Panamas ist, zu besuchen. Man geht dafür nachts um 23:30 Uhr  los und benötigt sechs Stunden für den Aufstieg. Zum Sonnenaufgang kommt man dort an und kann bei gutem Wetter und guter Sicht sowohl den Pazifik auf einer Seite  sowie die Karibik auf der anderen Seite überblicken. Da leider zur Zeit kein Fleckchen blauer Himmel zu sehen ist, lohnt sich dieser anstrengende, zwölfstündige Ausflug (alles zu Fuß) eher nicht. Wir hören von Travellern, dass sie -außer Wolken- leider nichts gesehen haben und wir entscheiden uns, morgen definitiv weiterzureisen. Nachdem unsere Rucksäcke gepackt sind, gehen wir noch kurz auf die Terrasse und haben nette Gespräche mit Olga aus Amsterdam und Jakob aus Tschechien. Wir verabschieden uns von allen und gehen ins Bett.

COSTA RICA

29.11.2012 Boquete-David-Caso Canoas-Ciudad Nelly-Chacarita-Puerto Jimenez

Um 10.00h machen wir uns mit Sack und Pack auf den Weg zum Bus und fahren  nach David. Hier steigen wir um und  es geht  mit einem Kleinbus weiter bis an den Grenzort Caso Canoas. Zuerst müssen wir uns einen Ausreisestempel von Panama geben lassen, dann gehen wir zu Fuß über die Grenze nach Costa Rica, bekommen den Einreisestempel und setzen uns in den Bus nach Ciudad Neily.  Mit der  Panamazeit kommen wir hier nicht weiter, denn  ist es eine Stunde früher. Der Zeitunterschied zu Deutschland beträgt nun -7 Stunden.  Schon direkt nach der Grenze werden wir von einem ganz anderen Landschaftsbild überrascht: Saftige, grüne Palmen säumen den Straßenrand und wir fühlen uns sofort wie im Dschungel-ganz anders als in Panama. Aber die Straßenverhältnisse in Costa Rica sind viel schlechter. In Ciudad Nelly angekommen, wollen wir eigentlich in den Bus nach Golfito umsteigen, um von hier aus mit dem Boot weiter nach Puerto Jiminez, auf die Halbinsel Osa zu fahren. Doch wir stellen fest, dass es auch einen Bus nach Puerto Jiminez gibt und entscheiden uns (zu) spontan, doch lieber den zu nehmen.  Dafür müssen  wir zuerst in den Bus nach Chacarita steigen- mannoman, ist das eine ruckelige Fahrt! Außerdem ist der Bus voll, wir sitzen zusammengequetscht zu dritt auf einer Bank und es regnet in Strömen, sodass die Busfenster geschlossen werden müssen. Ihr könnt euch sicherlich  vorstellen, wie die Luft im Bus war, oder?  Nach anderthalbstündiger Fahrt kommen wir in Charita an und denken, es ist ein etwas größerer Ort, da von hier aus  der Bus zur größten Stadt der Halbinsel, Puerto Jiminez, fährt. Pustekuchen!! Wir landen in einem mickrigen Kaff, das aus einer Tankstelle, einem Restaurant und sechs weiteren Häusern besteht.  Es gibt auch keinen Busfahrplan, der uns mitteilt, wann wir weiter nach Puerto Jimenez kommen. Also fragen wir uns durch. Der Erste sagt: Um 18:00h, die Zweite sagt: um 18:30h, die Dritte sagt: um 17:45h. Da wir hier auf gar keinen Fall hängen bleiben wollen, stehen wir also ab 17:30h an der „Bushaltestelle“ und warten.  

Letztendlich hat der Erste Recht behalten, denn der Bus kommt um 18:00h. Die Fahrt ist alles andere als gemütlich:  Zum Teil geht es über Schotterpisten, und das anderthalb Stunden lang. Es ist so holprig, das wir nicht in der Lage sind ein Buch zu lesen. Es wäre wohl doch sinnvoller gewesen, mit dem Boot zu fahren. Das nächste Mal entscheiden wir uns lieber nicht so schnell um, sondern folgen unserem Plan….Um 20.30h sind wir endlich in Puerto Jimenez und machen uns auf die Suche nach einer Unterkunft. Wir landen in der Cabina Thompson,  die nur noch ein Zimmer mit vielen Ritzen zur Verfügung hat. Ollis erste Tat ist es, eine flüchtende Kakerlake zu erlegen.  Daraufhin kommt das mitgebrachte Moskitonetz erstmalig zum Einsatz.   Morgen müssen wir uns allerdings eine neue Bleibe suchen, da diese Cabina über das Wochenende ausgebucht ist. Nach dem „Einchecken“ gehen wir auf zwei Bier in die Karaoke-Bar des Ortes. Es ist lustig und wir lernen nebenbei noch ein bisschen Spanisch über die Schrift an der großen Leinwand. Müde von der langen Fahrt liegen wir um 24:00h im Bett. 

30.11.2012 Puerto Jimenez – Cacaomonkeys-im Regenwald

Den ganzen Vormittag verbringen wir mit der Suche nach einer adäquaten Unterkunft. Doch dummerweise ist hier genau dieses Wochenende eine Betriebsfeier der costaricanischen Elektrizitätswerke, so ein  Ärger, alles besetzt! Nach etlichen Absagen finden wir etwas sehr außergewöhnliches, den angeblich letzten Raum im ganzen Ort: Das Cacaomonkeys liegt etwas außerhalb vom Ortskern in einem sekundären Regenwaldabschnitt mit eigenem Flusslauf- super hier! Wir treffen noch viele andere verzweifelte Traveller, die auch noch eine Unterkunft suchen. Unter anderem zwei Schweizerinnen, die spät am Abend erst eintreffen und anscheinend überhaupt keine Chance mehr haben irgendetwas zu finden. Nach kurzem Überlegen, bieten wir ihnen an, in unserem Zimmer mit unterzukommen, da wir noch zwei Betten in unserer Hütte haben, die ungenutzt herumstehen.  Letztendlich erhaschen sie aber doch noch ein anderes Zimmer im Ortskern. Also schlendern wir alleine in unsere Dschungelhütte und lauschen den Urwaldgeräuschen auf dem Deck nahe des Flusses, bevor wir ins Bett gehen.

01.12.2012 Puerto Jimenez-Kajaktour durch die Mangroven

Eigentlich sollte der Wecker um 5:00 klingeln-hat er aber nicht und wir wachen erst um 5:50 auf und müssen uns-ohne Frühstück und ohne Kaffee schnellstens auf den Weg zum Strand begeben, wo wir um 6:00 h mit unserem Guide verabredet sind. Dort angekommen, geht es auch gleich los. Marlon, der Guide, will  von uns wissen, ob wir Erfahrung mit dem Kajakfahren haben. Dieses verneinen wir. Nun gut, das stört ihn offensichtlich nicht, denn mirnichts dirnichts sitzt er in seinem Kajak und düst mit höchster Geschwindigkeit los. Wir haben Mühe, ihm zu folgen, fragen ihn auch, ob er bitte ein bisschen gemächlicher fahren könnte, aber das wird von ihm geflissentlich ignoriert. (Es ist ja auch Samstag, vielleicht will er schnell wieder zuhause sein???) Zunächst geht es durch die Bucht bis zum Einlauf des Flusses. Hier zeigt er uns die ersten Mangroven und erklärt uns deren Funktionsweise, mit dem salzhaltigen Wasser umzugehen. Alex freut sich über eine kleine Verschnaufpause, während Olli mit Marlon fachsimpelt. Von wegen Pause- Schnell drängt er zur Weiterfahrt, da der Fluss in diesem Abschnitt bei Ebbe trockenliegt und wir sonst nicht weiterkommen. Auch Olli vergeht das Fachsimpeln schnell als wir plötzlich in eine Mosquitowolke geraten, die ausgerechnet ihn gnadenlos attackieren und er vor lauter Händewedeln gar nicht mehr paddeln kann. Er wundert sich, dass kein einziger Mosquito zu Alex kommt und fragt noch: „Warum sind die denn alle bei mir?“ Alex hat sich vorsorglich mit „OSI“, ein wirksames Mosquitospray, eingesprüht und hat heute ausnahmsweise mal keine Last mit diesen Plagegeistern. Marlon telefoniert derweil-unbeeindruckt dessen-vom Kajak aus mit seiner Frau. Tief in den Mangroven zeigt er uns ein paar 0815- Vögel (Piepmätze), die wir sowieso schon kennen. Von den versprochenen Kaimanen ist keine Spur zu sehen, dafür immer mehr Mosquitos. Wir drehen um. Marlon ist wohl der Meinung, Olli ist jetzt genug zerstochen. Auf der Hälfte der Strecke gehen wir an Land und müssen die Kajaks über einen Durchstich zum Meer schleifen. Juchhuuu, keine Plagegeister mehr, dafür eine laue Meeresbrise! Olli und Alex setzen sich gekonnt in ihr Kajak und paddeln gegen die Wellen an, während Marlon zwei Anläufe braucht und dabei einmal kentert. Wir paddeln im Meer  und machen eine Pause mit einem Ananassnack an einem schönen Strand. Normalerweise soll man von hier aus Delfine sichten können, aber auch die sind heute Morgen noch nicht wach. Jetzt haben wir auch richtigen Hunger, nach dieser anstrengenden Fahrt und paddeln zurück Richtung Ausgangspunkt. Doch zu guter Letzt ist auf den letzten 500m auch noch totale Ebbe und wir müssen die Kajaks durch das Watt ziehen. Alex Laune ist auf dem Nullpunkt. Zurück im Cacaomonkeys ruhen wir uns erstmal aus und beobachten die Affen direkt von unserer Terrasse aus beim Bananenessen. Das ist besser als Fernsehen!! Später gehen wir zum Deck, direkt am Fluss und können zwei Otter beim Jagen sowie einen Eisvogel und diverse Echsen (Jesus Christ Echsen, die über das Wasser  laufen können) sehen. Ein schönes Schauspiel und ein krönender Tagesabschluss!

02.12.2012 Puerto Jimenez- Endlich mal ein schöner Tag am Strand

Obwohl wir eigentlich nicht früh aufstehen müssen, sitzen wir schon um 8:30h beim Frühstück. Wir gehen hier früh ins Bett, denn es ist abends bereits schon um 17:30h stockdunkel. (In Panama erst um 18:30h). Seit langer Zeit regnet es mal nicht und die Sonne sticht schon morgens. Deshalb gehen wir an den Strand und schwimmen im lauwarmen Wasser und verbringen einen schönen Tag am Meer. Zurück in unserer Lodge schlafen wir sonnenmüde ein.

03.12.2012 Puerto Jimenez- Umzug in das „Los Palmeros“ am Strand

Da wir nun schon drei Tage in der schönen Dschungel-Lodge weilen und der Weg nach „Downtown“ ganz schön weit ist, beschließen wir, für die nächsten drei Tage an den Strand zu ziehen. Außerdem ist diese Unterkunft fast die Hälfte günstiger und es gibt abends eine Happy hour. Nach dem Einzug geben wir zuerst unsere Wäsche ab und gehen zum Nationalparkbüro, direkt am kleinen Flughafen dieses Örtchens um unsere morgige Wanderung zu buchen. Was wir hier erleben ist unglaublich: Zuerst müssen wir unsere Wanderung reservieren. Danach müssen wir in die ca. 1km entfernte Bank latschen, um die Nationalparkgebühren einzuzahlen. Da es aber die langsamste Bank Costa Ricas ist, warten wir gute 45 Minuten, bis wir an der Reihe sind. Anschließend geht es schnellen Schrittes zurück zum Nationalparkbüro. Wir müssen vorzeigen, dass wir bezahlt haben und erhalten die Genehmigung, den Park zu betreten. Dieser simple Vorgang kostet uns fast zwei Stunden. Umständlicher geht es nicht!! Jetzt freuen wir uns auf morgen und hoffen, dass das Wetter mitspielt.

04.12.2012  Ausflug in den Nationalpark Corcovado

Um 5:00h klingelt unser Wecker, denn um 6:00h müssen wir an der „Bushaltestelle“ sein. Als wir um 5:45h hier ankommen, ist der Bus, das sogenannte Colectivo, schon gerammelt voll. Voll bedeutet, dass es kaum noch Stehplätze gibt. Das sogenannte Colectivo ist ein einfacher LKW, auf dessen Pritsche zwei Holzbänke montiert sind. Wir bezahlen pro Person einen Wucherpreis von 8$ und bekommen lediglich einen Stehplatz zugewiesen. Zusammen mit anderen Travellern quetschen wir uns noch hinein und müssen uns mit gestreckten Armen an der Haltestange festhalten. Netterweise bekommt Alex vom netten Italiener Alberto einen Sitzplatz angeboten und nimmt diesen dankend an. Wenn man so klein ist, ist es umso schwieriger, sich an der Stange so weit oben festzuhalten. Nach drei Stunden Fahrt über Stock und Stein und durch etliche Flussläufe, erreichen wir endlich Carate und springen erleichtert und durchgeschüttelt vom Colectivo. Jetzt geht unsere Wanderung los: 3,5 km am Strand entlang, bis wir den Eingang des Nationalparks erreichen. Hier müssen wir uns zunächst registrieren lassen und dürfen dann eintreten. Die Strecke durch den Nationalpark führt durch den Dschungel, mit herrlichem Blick auf den Pazifik. Wir kreuzen mehrere Flüsse und müssen dafür unsere Wanderschuhe immer wieder aus-und anziehen. Um die Mittagszeit haben wir unseren Umkehrpunkt, El Barco erreicht und lassen uns die mitgebrachte Papaya und eine gefundene Kokusnuss schmecken. Danach treten wir unseren Rückweg an und sehen mehrere Kapuzineräffchen und einen Tayra-ein Tier, das man sehr selten zu Gesicht bekommt (sagt uns der Ranger). Dieser Park ist außerdem für seine Jaguar- und Tapirpopulation  bekannt. Dafür nimmt sich Alex vorsichtshalber ein „Jaguarabwehrgerät“, einen Stock mit, um sich im Zweifelsfall damit verteidigen zu können. Olli meint, Alex soll bitte schöne Fotos machen, falls ihn ein Jaguar angreift. Zum Glück kommt es dazu nicht. Völlig geschafft von 6 Stunden Wanderung bei brütender Hitze, kommen wir um 15:30h wieder in Carate, bei der Ausgangsstation an, wo wir auf unser Colectivo warten. Zum Glück kommt es anders, denn Olli fragt einen Costa Ricaner, ob er noch zwei Plätze in seinem Pick Up frei hat. Juchuu, er nimmt uns mit. Bequem in einem gekühlten Auto und mit Sitzplätzen geht es-in nur zwei Stunden- zurück nach Puerto Jimenez. Der Costa Ricaner heißt Gonzales, sein elfjähriger Sohn heißt Mario. Sie kommen aus San Jose und haben heute ebenfalls einen Ausflug in den Park gemacht. Auf der Rückfahrt haben wir interessante Gespräche und lernen vieles über das Land. In Puerto Jimenez angekommen, laden wir die beiden auf einen Drink ein und treffen uns später beim Essen wieder.

05.12.2012 Reisetag von Puerto Jimenez über Golfito und Palma Norte nach Uvita

Wir nehmen das Boot um 11:30h und fahren rüber nach Golfito. Hier gehen wir ca. 30 Minuten mit Sack und Pack zur Bushaltestelle, um nach Palma Norte zu fahren und treffen auf Jean-Paul aus den USA und Abdel aus Frankreich. Mit Abdel reisen wir weiter nach Uvita und kommen abends um 18:00 h im Toucan Hotel, ein Backpackerhostel, an. Wir checken hier ein, Abdel geht weiter zum Hostel Cacada Verde, etwas außerhalb, an einem Wasserfall gelegen. Später kommt er uns besuchen und wir lassen den anstrengenden Tag bei Käse, Crackern und Wein ausklingen.

06.12.2012 Uvita- Ein Wassertag am Wasserfall und am Strand

Dieses Hostel hat eine angenehme und sehr entspannte Atmosphäre. Überall sind Hängematten und zum Morgen gibt es klassische Musik zum seichten Aufwachen-herrlich. Nach dem Frühstück machen wir uns auf den Weg zum Cascada Verde, um Abdel zu besuchen und mit ihm zum Wasserfall zu gehen. Der Wasserfall ist 8m hoch und hat mehrere schöne Pools, die zu einem Bad einladen. Man muss allerdings ganz schön aufpassen, denn der Weg dorthin ist sehr rutschig. Erfrischt gehen wir zurück zu unserem Hostel und packen die Sachen für den Strand. Außer Handtüchern und ein bisschen Geld nehmen wir nichts mit, denn wir wurden gewarnt, dass an diesem Strand die Diebe hinter den Palmen lauern und Traveller auf die dreistete Art und Weise beklauen. Einer Frau wurden z.B. die guten Puma Turnschuhe geklaut, einem anderen die Kamera, mit allen Urlaubsfotos-wie ärgerlich! Zum Glück sind wir zu Dritt, sodass immer einer auf die Sachen aufpassen kann, während die anderen im Wasser sind und in den Wellen toben. Das Besondere an diesem Strand ist, dass die Wale hierherkommen um sich zu paaren und hier zu kalben. Der schöne Strandabschnitt sieht bei Niedrigwasser aus wie die Fluke eines Walfisches. Auf dem Rückweg gehen wir in ein Strandrestaurant. Hier gibt es auch Ceviche, ein typisches, costa-ricanisches Fischgericht aus rohem Fisch und einer frischen Marinade aus Limettensaft und Koriander-lecker! Als Vorspeise gibt es Patacones mit Bohnenmus und scharfer Soße- ebenfalls köstlich.

07.12.2012 Uvita- Strandtag Playa Colonial

Lustigerweise treffen wir heute Morgen in unserem Hostel Alberto und Julia, die beiden in der Schweiz lebenden Italiener wieder, die wir auf der Fahrt zum Corcovado Park kennengelernt haben. Zusammen fahren wir mit dem Shuttle zum Strand und genießen abermals die Wellen und das schöne Wetter. Endlich scheint die Regenzeit ein Ende zu nehmen und die Sonne zeigt sich häufig. Abends lernen wir Elisianne aus Kanada kennen, die auch in unserem Hostel ist und alleine durch Costa Rica reist. Abdel zieht jetzt auch in unser Hostel, weil das andere zu weit weg von „Downtown“ ist. Zusammen mit Alberto, Julia, Elisianne und Abdel gehen wir in einem Restaurant um die Ecke essen. Später verweilen wir noch etwas in der Karaoke-Bar und testen den costaricanischen Rum. Karaoke ist hier sehr populär, hört sich aber nicht immer gut an.

08.12.2012  Uvita- Chillen im Toucanhotel

Heute verbringen wir den Tag damit, ein bisschen im Ort herumzuspazieren und ein anderes Zimmer zu beziehen ( unser Zimmer ist ab heute reserviert).Wir entdecken einen Laden, der Lonely Planet Reisebücher verkauft und legen uns einen von Mittelamerika zu, weil der „Loose“ Reiseführer nicht das Wahre ist. Viele Sachen stimmen nicht überein, obwohl die Auflage aktuell von  Februar 2012 ist. Auch besorgen wir uns für 5$ eine Telefonnummer, damit wir in Costa Rica zu erreichen sind. Abends sitzen wir noch kurz mit mit Ellie-Jeanne zusammen und lassen den Abend bei chilliger Musik und spannenden Büchern in der Hängematte ausklingen.

09.12.2012 Uvita- Bahia Ballena Strandtag und bestes Wetter

Zusammen mit Ellie-Jeanne fahren wir heute zum schönen Strand an der Bahia Ballena in Uvita. Hier schnorcheln wir und treffen auf viele bunte Fische. Auf dem Rückweg genehmigen wir uns bei unserer „Soda“ (bessere Pommesbude mit Karaoke Amschluss!), des Vertrauens eine leckere Portion Patacones. Das sind gekochte Backbananen, die hinterher noch frittiert werden, großartiges Zeug! Abend packen wir unseren Kram zusammen und sitzen noch ein bisschen mit der Kanadierin, morgen soll es weitergehen.

 

10.12.2012 Reisetag Uvita – Quepos

Nach dem Frühstück verabschieden wir uns vom Tucan Team und machen uns auf zum Mangobaum an der Hauptstraße. Dort befindet sich die örtliche Bushaltestelle. Bewaffnet mit unseren Reiseführern finden wir das Hostel „Wide mouth frog“ in der Innenstadt sehr schnell und sind froh, nach fast zwei Stunden Busreise bei fast 33° in den Pool springen zu können.  Wir kaufen ein wenig im ansässigen Supermarkt „Pali“ - Pendant zu unserem „Aldi“-  ein und kochen abends endlich mal wieder selbst ein leckeres Curry.

11.12.2012 Quepos – Manuel Antonio Nationalpark  - Am „Racoon Beach“

Wir nehmen den Bus um 08:30h in den 6km entfernten Nationalpark „ Manuel Antonio“. Vor dem Eingang warten schon etliche sogenannte „Tourguides“ und kobern die ankommenden Touris ab. Alle tragen eine mehr oder weniger offizielle Uniform mit Abzeichen, jedoch sind diese Herren nicht vom Nationalpark und nur zu horrenden Tarifen zu bekommen. Wir winken ab und starten unsere Tour lieber alleine. Dieser Nationalpark ist der zweitkleinste Park im ganzen Land, jedoch werden durch dieses Refugium täglich 800 Menschen geschleust. Die meist gesehenste, typischste  „Touriart“, die man anstatt der Natur hier erspähen kann, ist der besonders häufig auftretende weiß-besockte US-Amerikaner: laut und schrill! Wir schlendern durch den Park, treffen auf viele geführte Gruppen und sehen hier und da mal wieder ein paar Affen und eine Art Nutria im Gebüsch. Nach einer guten Stunde und einer kurzen Pause mit einem außerplanmäßigen Waschbärkontakt erreichen wir den Strand und machen es uns gemütlich. Den ganzen Tag über zieht die Waschbärfamilie plündernd über den Strand und klaut bei den Badenden alles was nicht niet -und nagelfest ist, aus Taschen, Rucksäcken und Kühlboxen - mit relativ gutem Erfolg muss man dazu sagen. Uns hat diese possierliche Familie zweimal  besucht. Glücklicherweise lassen sie sich sehr einfach verscheuchen. Es ist schon recht erfreulich und macht uns eine Menge Spaß, diesen Tieren bei ihrer Beutejagd zuzuschauen und ein Teil davon zu werden. Der Strand selbst ist super zum Planschen und Schwimmen, da hier keine Unterströmungen vorkommen. Er ist sehr sauber und für seine Wasserqualität mit der blauen Flagge ausgezeichnet worden. Auf dem Rückweg entdecken wir noch einmal den Nutria und ein paar Totenkopfäffchen sowie ein sehr zutrauliches äsendes Reh am Eingang des Parks. Abends sitzen wir mit Sabrina & Marco aus good old Germany am Pool und lassen den Tag mit einem regen Reisetippaustausch genüsslich ausklingen.

12.12.2012 Reisetag – Quepos – Playa Hermosa (Jaco)

Nach der Verabschiedungszeremonie von Sabrina & Marco haben wir noch zwei Stunden an unserem Pool bevor es nach Playa Hermosa (Jaco) weitergeht. Nach einer Stunde Busfahrt bei mal wieder 34° sind wir froh unsere Herberge zu erreichen. Wir gehen noch ein wenig an den Strand, bestaunen während des Abendessens die Künste der Surfer sowie den super Sonnenuntergang. Eine sehr entspannte Atmosphäre verbreitet dieses Örtchen, ganz nach unserem Geschmack.

13.12.2012 Reisetag - Playa Hermosa- Jaco- Montezuma

Um 9.00h fahren wir mit dem Taxi nach Jaco. Von hier aus gibt es nur zweimal täglich eine Bootsverbindung nach Montezuma, die man einen Tag vorher reservieren muss und 40$ p.P. kostet. Als wir am Strand ankommen, von dem das Boot ablegt, müssen wir erst einmal unsere Rucksäcke in Plastiktüten verpacken, damit sie bei der Überfahrt nicht nass werden. Danach ziehen wir unsere Schuhe aus und waten durch das knietiefe Wasser, um einsteigen zu können. Insgesamt 10 Personen haben hier Platz. Die Fahrt macht Spaß und dauert nur eine Stunde. (Mal was anderes als das Busfahren auf holprigen Straßen). In Montezuma angekommen, gehen wir schnurstracks zum Hotel „El Pargo Feliz“, wo wir ein sauberes, großes Zimmer mit eigenem Bad für 35 $ bekommen. Wir haben sogar eine eigene Dachterrasse mit Hängematte und Ausblick auf einen schönen Palmengarten, im Hintergrund rauscht das Meer. Traumhaft! In den Palmen tummeln sich Eichhörnchen, Affen und Vögel. Die Vögel sind sehr zutraulich und picken sich die Brotkrümel unseres Frühstücks weg-dabei springen sie uns fast auf den Schoß. Am Nachmittag gehen wir an den Strand und können dabei zusehen, wie hunderte von frisch geschlüpften Babyschildkröten (Leatherback und Bastardschildkröte) von den  Volontären der Schildkrötenstation ins Meer entlassen werden.  Das ist soooo niedlich, wie die Kleinen ihren Weg vom Strand ins Meer kriechen, bis sie schließlich mit der Welle ins weite Meer hinausschwimmen. Nachdem eine Schildkröte ihre Eier in einer Kuhle am Strand abgelegt hat, dauert es ca.45 bis 50 Tage, bis die Kleinen schlüpfen. Wenn die weibliche Schildkröte ausgewachsen ist, kommt sie wieder genau an diesen Strand zurück, um ihre Eier zu legen. Bestimmt zwei Stunden beobachten wir das lustige Treiben, bevor wir uns in einem Strandrestaurant mit toller Aussicht auf das Meer den „Montezumafisch“ mit Kokusnusssauce und mit Knoblauch schmecken lassen. Abends treffen wir uns mit Ibo und Renata, einem Pärchen aus Stuttgart, das wir bei der Überfahrt kennengelernt haben, in einer Reggae-Bar und Alex freut sich, mal wieder tanzen zu können. Den krönenden Abschluss dieses Tages bilden mehrere Feuertänzer auf der Straße, die ihre Kunststücke zeigen. Genial!!

 

14.12.2012 Montezuma-Ein Tag am Strand

Wir frühstücken auf unserer Terrasse und sehen drei Eichhörnchen zu, die auf der Dattelpalme herumspringen und sich die Datteln gut schmecken lassen. Kurze Zeit später bedient sich auch ein Kapuzineräffchen daran. Eigentlich wollen wir endlich mal wieder ein paar Bilder auf unsere Homepage laden, aber das Internet funktioniert hier nicht gut. Deshalb müsst ihr euch mit den neuesten Fotos noch ein bisschen gedulden. Nachmittags gehen wir an den Strand und bekommen Besuch von einer großen Echse, die plötzlich aus dem Gebüsch geflitzt kommt und fast auf unseren Handtüchern sitzt. Abends gehen wir essen und anschließend buchen wir eine Schnorcheltour für morgen.


15.12.2012 Schnorcheltour mit dem Boot.zur Isla Tortuga

Mit zehn weiteren Reisenden, von denen wir vier kennen, fahren wir um 9.30h mit dem Boot zur Isla Tortuga, um hier zu schnorcheln. Die Fahrt dauert eine Stunde. Als wir hier ankommen, müssen wir feststellen, dass noch andere Touranbieter an diesem schönen  Plätzchen interessiert sind. Mehrere große und kleine Schiffe sowie Boote liegen schon vor Anker und der schöne Strand auf der Isla Tortuga platzt aus allen Nähten. Leider sind auch noch sechs weitere Boote am selben Schnorchelplatz wie wir und man bekommt mehr Schnorchler als Fische zu Gesicht. Das ehemals vorhandene Riff ist auch schon kaputt. Wenigstens sehen wir eine Muräne, einen schönen Seestern, ein paar Kaiserfische und einen Makrelenschwarm. Mittags werden wir am Strand bekocht, das ist in den 40 $ für Bootstour und Schnorcheln mit inkl. Es gibt lecker Fisch mit Kartoffeln und frischen Früchten. Danach geht es zum zweiten „Schnorchelplatz“, der aber leider keiner ist. Nicht einen Fisch können wir hier erspähen, dafür aber einen Pelikan, der auf einem Felsen an der Wasseroberfläche hockt. Angeblich hätten wir unter den Felsen Mantas sehen sollen, aber die Sicht ist so schlecht, dass man nicht weiter als 2m gucken kann. Wie schade!! Um 16.00h sind wir wieder in Montezuma zurück-die Bootsfahrt ist schon recht abenteuerlich, denn die Wellen schwappen ganz schön und wir fühlen uns wie im Karussell „Happy Sailor“.

16.12.2012  Montezuma- Strandtag und Strandparty

Da das Internet im „Pargo Feliz“, unserem Hotel, nicht so gut funktioniert, gehen wir auf einen Ananasshake ins Cafe Organico gegenüber und loggen uns hier im Internet ein. Einige Fotos können wir hochladen, der Rest folgt noch. Nachmittags gehen wir an den Strand und genießen es, in den hohen Wellen zu toben. Das Wetter wird  von Tag zu Tag besser-es regnet gar nicht mehr und die Temperaturen klettern bis an die 40 Grad Grenze. Abends gehen wir in eine Soda- so werden in Costa Rica die kleinen Restaurants genannt, die typische, costaricanische, vor allem günstige Gerichte anbieten. Wir essen beide eine Comida typica.  Diese besteht aus Fisch, Reis, Kartoffeln, Bohnen, Rote-Beete Salat, gemischtem Salat und Yuccagemüse.  Was natürlich niemals fehlt, ist eine gebratene Banane. Wir bezahlen dafür p.P. 3000 Colones, das sind umgerechnet 6 $. Das costaricanische Geld sieht aus wie „Monopolygeld“ und es ist gewöhnungsbedürftig, mit der Währung umzugehen.

10.000 Colones=20 $.                              100.000 Colones = 200 $

Den Abend verbringen wir auf einer Strandparty bei guter Musik und Feuertänzern unter einem grandiosen Sternenhimmel mit einigen Sternschnuppen.


 

17.12.2012 Costa Rica – Montezuma – Homepagepflege & Strandtag

Heute bleiben wir den Tag über auf unserer Terrasse und pflegen mal unsere Homepage. Nach anfänglichen Internetproblemen können wir nun auf das Netzwerk des angrenzenden Cafes ungehindert surfen und Fotos für euch hochladen. Den verbleibenden Rest des Tages verbringen wir am Strand bei den Schildkröten mit Renata & Ivo (haben wir auf der Fähre kennengelernt) ,die wir dort zufällig treffen.

18.12.2012 Costa Rica – Montezuma – Strandtag

Wir verbringen einen superschönen Tag am Meer und lassen die Seele baumeln.

 

19.12.2012 Costa Rica – Montezuma – Ausflug in den „Cabo Blanco Nationalpark“

Wir beschließen mit dem Bus nach Cabo Blanco, in den Nationalpark zu fahren. Aber der Mechaniker hat gerade den Anlasser in der Hand, den er zuvor ausgebaut hat. Nach wenigen Minuten ist klar: Wir müssen schieben, um diese Klapperkiste wieder in Gang zu kriegen. Die hintere Scheibe des Busses fehlt komplett, die Tür ist nur notdürftig mit einem dünnen Bänsel gesichert, von der Beleuchtungseinrichtung und den faustgroßen Löchern gar nicht zu reden. Nach etlichen Versuchen, dieses klapprige Ding anzuschieben, geben wir auf und nehmen uns gemeinsam mit sieben anderen Travellern für 15 $. (für die 11km bis zum Nationalpark) ein Taxi. Um 11h sind wir da, bezahlen brav unsere 10$ Eintrittsgeld für den Park und marschieren los. Nach sechs Brüllaffen, zwei Eidechsen, wunderschönen Schmetterlingen und einigen Fledermäusen, erreichen wir durchgeschwitzt nach 3,5 Stunden den Ausgang. Ein bisschen enttäuscht, nicht mehr Tiere gesehen zu haben, setzen wir uns auf die Bank im Eingangsbereich und warten auf den Bus. Und siehe da-plötzlich und unerwartet, taucht Alejandro auf, ein neugieriger, sehr zutraulicher Nasenbär. Dieser macht sich sofort auf, um Rucksäcke nach etwas Essbarem zu durchstöbern. Die Anwesenden müssen auf der Hut sein, um nicht von ihm ausgeplündert zu werden. Aber wir können gute Fotos schießen. Abends wollen  noch einmal die Schildkröten beobachten, aber leider sind die Nester noch nicht so weit, dass die Jungen entlassen werden können. Später packen wir unsere Rucksäcke, denn morgen geht es weiter nach Samara.

 

 20.12.2012 Reisetag-Ein Tag vor dem „Weltuntergang“-Shuttle von Montezuma über Nicoya nach Samara

Nachdem wir die Reiseliteratur und Tripadvisor zu Rate gezogen haben, sind wir heute nach fast fünfstündiger Fahrt in Samara, in den Cabinas Villa Kunterbunt, angekommen. Von zwei „schrägen Vögeln“ werden wir in Empfang genommen. Diese Unterkunft liegt etwas außerhalb von Samara und wir müssen 15 Minuten laufen um zu dem nächsten (kleinen) Supermarkt zu gelangen. Aber der Strand ist traumhaft. Wir können einen farbenprächtigen Sonnenuntergang genießen und haben auch eine Küche, in der wir selber brutzeln können.  Es gibt Spaghetti mit Thunfisch und dazu Avocado-Tomaten- Zwiebel Salat, mmmhhh.

Einer unserer beiden „schrägen Vögel“ stellt sich als der eigentliche Besitzer des Hostels heraus. Nach kurzem, eingehenden Gespräch - outed er sich, als einer, der an das Ende des Maya Kalenders glaubt -.und somit an eine „Neuordnung“ der Welt nach dem 21.12.2012. ……………..der hat nicht alle Latten am Zaun!

Wir sind schnell einer Meinung, uns morgen sofort auf die Suche nach einer neuen Bleibe zu machen.

21.12.2012 Samara- Villa Kunterbunt

Sofort nach dem Aufstehen machen wir uns auf den Weg in den Ort. Schnell finden wir eine neue Unterkunft, das Hostel Matilori. Hier gibt es nur sieben Zimmer. Die Gemeinschaftsküche ist toll und alles ist sehr sauber. Nach der Reservierung gehen wir an den Strand und lassen uns ein bisschen die Sonne auf den Pelz scheinen. Den Abend verbringen wir zusammen mit den drei Französinnen Valerie, Katrin und Gabrielle, den anderen, einzigen  Gästen aus der Villa Kunterbunt.

 

22.12.2012 Samara- Umzug in das Hostel „Matilori“

Wir nehmen uns ein Taxi und fahren direkt nach dem Aufstehen in unsere neue Hütte. Die Villa Kunterbunt kann man wirklich niemandem zumuten, denn der Eigentümer hat merkwürdige Visionen, wie bereits erwähnt, und lässt alle daran teilhaben.

Wir fühlen uns mit den netten Gästen aus unserem neuen Hostel sehr wohl. Viele kommen aus Kanada und aus Deutschland, einer kommt aus Schottland. Wieder einmal werden Reisegeschichten ausgetauscht. Den Tag verbringen wir gemütlich am Strand.

23.12.2012 Samara- Chillen am Strand

Nach einem deftigen Eierfrühstück gehen wir an den Strand und lassen uns ein bisschen von der Sonne bebrutzeln. Zwischendurch erfrischen wir uns in den Wellen und gehen abends in einem Strandlokal essen. Sopa de mariscos  (Meeresfrüchtesuppe)  ist Alex ´ neues Leibgericht hier. Einfach köstlich!!!!

 

24.12.2012 Samara, Heiligabend in der Hitze

Frohe Weihnachten! Wir können nicht gerade behaupten, dass uns besonders weihnachtlich zumute ist, denn wir schwitzen den ganzen Tag und die Temperaturen klettern noch mehr Richtung 40 Grad. Somit geht alles sehr gemächlich zu. Wir telefonieren als erstes mit unseren Familien und chillen dann mit den anderen Travelern aus unserem Hostel bei leckeren, selbstgemachten Fruchtdrinks. Abends geben die Hostelbesitzer einen aus. Es gibt Pizza, Nachos mit Guacamole, diverse Dips und Rum mit Cola. Zu späterer Stunde gehen wir zum Tanzbein schwingen noch kurz in die Disco „Mama Africa“ .

25.12.2012 Samara- Lazy day am Strand

Nach einem leckeren Katerfrühstück in unserem Hostel, pflegen wir ein bisschen unsere Homepage. Danach begeben  wir uns an den Strand und in die Wellen. Abends gehen wir in einem romantischen Restaurant, mit leuchtenden Palmen, direkt am Strand essen.

26.12.2012  Samara- Surfing

In Samara gibt es einen guten Surfstrand für Anfänger. Deshalb schenken wir uns zu Weihnachten  gegenseitig Surfstunden und sind um 14h bei bei Patos Surfschule. Nach ein paar kurzen Trockenübungen mit unserem Lehrer Luis, stürzen wir uns in die Fluten. Wir bekommen Surfbretter, so groß wie die Titanic. Juchhuu-und dann geht es ab. Die Wellen sind klein, aber für Anfänger wie uns genau das richtige. Und siehe da: Olli steht schon beim ersten Versuch auf dem Brett, Alex beim dritten. Ein cooles Erlebnis!!! Immer wieder und unermüdlich sind wir dabei, das Gefühl für die Welle zu kriegen. Je öfter es klappt, desto öfter will man wieder auf´s Brett steigen. Wenn es nicht geklappt hat, will man so lange üben, bis man doch noch eine Welle erreicht. Einfach cool. Nach drei Stunden im Wasser relaxen wir am Strand. Auf dem Weg ins Hostel spüren wir unsere Beine. Man, ist das anstrengend.

 

27.12.2012 Samara-Surfing Teil II und letzter Tag Samara

Nachdem wir unsere Wäsche in der Wäscherei abgegeben haben, geht es sofort an den Strand. Unseren letzten Tag in Samara verbringen wir mit Surfing. Welch ein Spaß!  Wir verabschieden uns vom schönen Sonnenuntergang und gehen in einer Soda (kleines einheimisches Restaurant) essen.  Abends packen wir unsere Rucksäcke und verabschieden uns von Glenn, einem kanadischen Lehrer, der alleine im Zentralamerika unterwegs ist.

28.12.2012 Reisetag Samara - Nicoya-Liberia-Posada del Tope

Eigentlich soll der Bus von Samara nach Nicoya um 11.30 fahren. Wir stehen also rechtzeitig bei brütender Mittagshitze an der Bushaltestelle. Weitere 7 Leute warten  ebenfalls. Der Bus kommt  erst um 12.15 Uhr. Endlich-total durchgeschwitzt steigen wir ein und freuen uns, dass es hier eine Klimaanlage gibt. In Nicoya steigen wir um, in den Bus nach Liberia und kommen hier nach ca. 2h  in der Posada del Tope, einem Hostel an. Wir lernen Adam und Michelle aus Houston (Texas) kennen und buchen für morgen eine Tour zum Vulkan.

29.12.2012 Liberia-Rincon: Wanderung auf den Vulkan Rincon de la Vieja ca. 1900m

Um 7:00 h fahren wir in einem Minivan, zusammen mit Adam und Michelle und noch weiteren Travellern zum Vulkan „Rincon de la Vieja. Die Fahrt dorthin dauert ca eine Stunde. Den ganzen Tag wandern wir auf 800m Höhe auf dem Vulkan. Bislang noch nicht gesehene Highlights sind hier: Mudpots (heiße Schlammquellen), stinkende Schwefelquellen und ein Minivulkan, Volcanito.  Wir bekommen u.a. einen wunderschönen Wasserfall zu sehen und die Affen springen brüllend von Baum zu Baum. Auf der Hinfahrt lernen wir Gino (Mr. Vulcano) aus Italien (Napoli) kennen. Auf jedem Oberarm hat er einen Vulkan tätowiert. Er bereist Mittelamerika nur aus dem Grund, auf Vulkane zu krakseln, sogar auf Vulkane, die gesperrt sind. Der Aufstieg zum Krater des Ricon de la Vieja, ca. 1900m hoch, ist verboten, da gefährliche Gase aufsteigen. Alle halten sich daran, nur Gino nicht. Er geht hinauf- In 3 Monaten hat er schon 15 Vulkane bestiegen.

Abends haben wir einen regen Reiseaustausch mit Adam und Michelle, sowie Fabienne aus Belgien, die 10 Monate unterwegs ist und gerade aus Nicaragua kommt. Das trifft sich gut.

NICARAGUA

30.12.2012 - Reisetag: Liberia - Penas Blancas - Rivas (Nicaragua) – San Jorge - Isla Ometepe - Santa Cruz

Transportmittel: Taxi, Bus, Fahrradkurier, Chicken-Bus, Taxi, Fähre, Minivan

Olli wacht heute leider mit einer dicken Erkältung, inklusive Schnupfen und Halskratzen auf, Alex ist gepiesackt durch das ewige Insektenvolk. Trotzdem machen wir uns auf zur Grenze. Von unserem Hostel aus nehmen wir uns ein Taxi zum Busterminal. Hier steigen wir in den Bus nach Penas Blancas, an die Grenze Nicaraguas. Nach 1:30h sind wir da und erleben das  Grenzenchaos am Zaun. Mehrere Nicaraguaner bieten lauthals ihre Dienste zum Geldwechseln an. Hier bezahlt man mit Cordobas. 100 Cordobas = 4 $. Erst einmal rechnen und klarkommen mit der neuen Währung. Das ist jedes Mal wieder eine Herausforderung. Wir haben Glück und trotz Silvesterstress (viele Reisende wollen zum Jahreswechsel die Grenze überqueren) warten wir nur eine halbe Stunde, bis wir unseren Ausreisestempel Costa Ricas erhalten. Weiter geht es mit dem Fahrradtaxi zum Einreiseterminal in Nicaragua. Hier füllen wir zum etlichsten Mal unsere Formulare aus, bezahlen pro Person 12$ Einreisegebühr, erhalten den Einreisestempel und gehen zum nächsten Busbahnhof. In alle Richtungen fahren die sogenannten Chicken Busse. Laut geht es zu: Alle rufen wild durcheinander und bieten von Essen bis Geldwechseln auch Taxi- oder Busfahrten an. Wir nehmen einen Bus nach Rivas: Unser Gepäck wird auf das Dach geschnallt. Für unsere Rucksäcke müssen wir extra zahlen. (1$) Dann steigen wir ein und bekommen sogar noch einen Sitzplatz. Als wir abreisen, sind auch alle Stehplätze vergeben, aber trotzdem hält der Fahrer immer wieder an und lässt noch mehr Leute einsteigen. In rasanter Fahrt und mehreren Körperteilen im Gesicht kommen wir nach 45 Min. in Rivas an. Mit Vater und Sohn aus Paris teilen wir uns ein Taxi bis zum Fähranleger in San Jorge. Um 12:00h sind wir da, aber die nächste Fähre nach Ometepe geht erst um 14.30h. Also kehren wir in einem Restaurant, direkt am Lago de Nicaragua ein , essen und trinken etwas. Ebenso beobachten wir währenddessen, dass es sich zwei Schweine am Strand gut gehenlassen. Ob das wohl die Glücksbringer für das neue Jahr sind? Mit etlichen, anderen Gästen, wollen wir uns ordentlich in der Schlange vor der Fähre einreihen, doch kaum hat sie angelegt und die Autos sind entladen, entsteht ein heilloses Durcheinander. Obwohl die ankommenden Gäste noch nicht ausgestiegen sind, drängelt alles, was auf dem Kai steht, schon an Bord und versucht, die besten Plätze zu ergattern. Wir folgen dem Strom und machen es uns auf dem Sonnendeck gemütlich. Auf halber Strecke zur Insel treffen wir auf die havarierte Schwesterfähre. Nach zwei Versuchen gelingt es einem Matrosen, eine Leine auf die andere Fähre zu werfen. Wir schleppen den anderen Kahn ab. Nach 5 Minuten reißt das Seil und die Fähre bleibt zurück. Durch dieses Manöver verzögert sich unsere Schifffahrt um 30 Minuten. Für die Seekranken war das anscheinend eine ganz schöne Tortur: Um uns herum werden vielfach Plastiktüten mit Körpersäften gefüllt. Zum Glück sind wir beide seefest. Als wir auf Ometepe ankommen, wollen wir einen Bus nach Charco Verde bekommen, doch der fährt uns vor der Nase weg. Da noch zwei Plätze in einem Minivan nach St. Cruz frei sind, entscheiden wir uns kurzfristig um. Viele Hotels sind ausgebucht. Wir haben keine andere Wahl als die Cabina im Hostel „Little Morgans“ zu nehmen. Eine Bambushütte, sehr schön eigentlich, aber sooo große Ritzen, dass da alles durchkommt…. Abends essen wir im Hostelrestaurant, zusammen mit Katzen, Hühnern und Hunden, die alle durcheinanderrennen. Wir lernen Marlene und Alex aus Würzburg kennen, spielen Billard und tauschen Reiseerlebnisse aus. Später treffen wir Ernesto, einen Englischlehrer aus Costa Rica. Bei interessanten Gesprächen auf unserer Terrasse, lassen wir den anstrengenden Tag ausklingen.

31.12.2012: Isla de Ometepe, Santa Cruz, Cabinas “Little Morgan”

Das “Little Morgans” ist ein Partyhostel-so steht es in unserem Reiseführer. Das lesen wir allerdings erst heute. Außerdem blieb uns gestern keine andere Wahl, da alles ausgebucht war. Olli ist jetzt richtig krank,  passend zu Silvester- und das in einem Partyhostel!!! Am Nachmittag sehen wir “ Shaun of the Dead”, eine Zombiekomödie. (Naja…) Abends sitzen wir kurz mit anderen Travellern zusammen, halten aber nur bis 22h durch und schlafen am Fuße des Vulkans Maderas (1394m) in das neue Jahr hinein.

01.01.2013  Isla  de Ometepe- „Little Morgans“

Wir wünschen euch allen ein frohes und gesundes  neues Jahr.

Wie schon erwähnt, haben wir den Jahresausklang wegen Unwohlsein nicht besonders gefeiert. Dafür hat Alex heute bei ihrer Morgentoilette einen kleinen Skorpion entdeckt. Schnell muss Olli herbeieilen, und diesen Übeltäter, der gerade auf dem Weg zu der auf der Toilette sitzenden Alex ist, entfernen. Flip-Flop nehmen-ausholen-draufklatschen-weg ist er. Es war ein kleiner Blauer Skorpion. Im Nachhinein erfahren wir, dass diese Art besonders giftig sein soll. Nachmittags wollen wir mit dem Bus nach Altagracia fahren. Dieses Örtchen besitzt einen Geldautomaten, der auch VISA – Karten nimmt. Da müssen wir hin, denn in unserem Hostel kann man nicht mit Kreditkarte bezahlen. Da heute der 1.1. ist, fahren leider keine Busse (sagen uns alle). Wir marschieren erst einmal los und werden von einem Pick-Up mitgenommen. Plötzlich bremst der Fahrer und wir werden ganz schön durchgeschüttelt. Warum? Weil eine braune lange Schlange über die Straße gehuscht ist und er sie nicht überfahren wollte. Spannend! Auf der halben Strecke steigen wir ab, denn der Fahrer schlägt einen anderen Weg ein. Wir stehen an der Straße und plötzlich kommt doch ein Bus vorbei, den wir anhalten: Der Busfahrer ist mit seiner Familie unterwegs zurück vom Strand und nimmt uns netterweise als seine einzigen Gäste mit. Von unserem Fahrtgeld dürfen sich die Kinder ein Eis kaufen. In Altagracia angekommen, heben wir Geld ab und schlendern noch ein bisschen durch den Ort. Es ist alles sehr dreckig hier. Überall liegt Müll herum. Wie schade! Lustigerweise sehen wir wieder Schweine, die überall in dem Ort herumlaufen und sich im Dreck suhlen. (Das ist allgegenwärtig, überall auf der Insel) Die Rückfahrt haben wir wieder auf einem Pick-up. Es ist auf dieser Insel ganz normal, einen Wagen anzuhalten, hinten draufzuspringen und dem Fahrer ein bisschen Geld für den Transport zu geben.

02.01.2013 Isla  de Ometepe: Umzug vom „Little Morgans“in das Hotel Istiam

Alex wacht –wie immer-früher auf als Olli und geht ins „Badezimmer“. Beim Zähneputzen entdeckt sie was Komisches, das sich aus dem Waschbecken herauswindet.  Ist es ein Stock? Keine Ahnung, es ist noch früh und die Augen sind noch nicht so weit auf. Deshalb wird schnell die Brille geholt und nochmal richtig geguckt. Tatsächlich-es ist eine Schlange, die  neugierig aus dem Waschbecken guckt. Dazu fällt Alex ein passendes Grundschullied ein: Eine lange Schlange wird früh am Morgen wach, sie räkelt sich und streckt sich, sagt freundlich:Guten Tag..... Olala, olala,....ksss,ksss,ksss,   (hihi, wie passend) Die Entfernung zwischen Alex und der Schlange beträgt ca. 2cm!!! Bevor sie den Fotoapparat holt, weckt sie Olli, denn er ist sehr darauf erpicht, Schlangen zu sehen. Er steht sooo schnell auf, um sich davon zu überzeugen. Weil die Schlange sich nicht bewegt, sondern einfach nur blöd guckt, denkt er, dass sie schon tot ist und pustet gegen sie. Ruckzuck versteckt sie sich wieder im Waschbecken. Wie ärgerlich, denn wir haben noch gar kein Foto gemacht!!! Alle Versuche, die Schlange herauszulocken, schlagen fehl. Vorsichtshalber sagen wir den Putzfrauen Bescheid, damit sie sich nicht so schnell erschrecken. Danach packen wir unsere Rucksäcke und ziehen um in das Hotel Istian, von Nicaraguanern (Nicas) geführt. Auch Alex und Marlene entschließen sich, die Location zu wechseln und sind schon vor uns im anderen Hotel. Hier haben wir den Strand genau vor der Haustür und sind nicht so weit ab vom Schuss.

 

03.01.2013 Isla de Ometepe,  Hotel Istiam – Angeltour

Es vergeht bislang kein einziger Tag, an dem wir kein neues Tiererlebnis haben. Nun haben wir eine neue Bleibe-und auch ein neues Haustier: einen Frosch, der in unserem Badezimmer unter dem Spülkasten wohnt. Wir denken uns-alles, was Mücken frisst, darf in unserem Raum bleiben! Die Geckos sind eh schon da, warum nicht auch noch ein Frosch? Nachmittags gehen wir zusammen mit Marlene und Alex angeln. Wir haben zwei Fischer mit ihrer Nussschale gechartert und verbringen drei Stunden auf dem See - mit der Handangel auf der Jagd. Ergebnis: Die beiden Fischer fangen insgesamt 10 Fische (alles Barsche), wir vier fangen dagegen gaaar nix. Am Ende kaufen wir ihnen den Fisch ab und lassen ihn in unserem Hotel zu einem leckeren Mahl verarbeiten. Mmmmhhhh, frischer geht’s nicht.

 

04.01.2013 Isla de Ometepe, Motorradtour über die Vulkaninsel

Die Insel Ometepe besteht aus zwei Vulkanen: dem aktiven Vulkan Conception (1610m) und dem erloschenden Vulkan Maderas (1493m). (Eine Insel mit zwei Bergen…Lummerland) Diese erkunden wir heute mit einem chinesischen Motorrad (Enduro / 250ccm). Für acht Stunden zahlen wir  35$. Im Gegenverkehr der gut ausgebauten Straße befinden sich häufig ganze Kuherden und regelmäßig Pferde, Hunde und Schweine. (vom normalen Verkehr mal ganz abgesehen). Auf den Zäunen und Büschen entlang der Straße hängt die Wäsche, die vorher von den Frauen im Fluss per Hand gewaschen wurde, zum Trocknen. Ein interessantes Bild! Unser erstes Ziel ist das Museo Ometepe, das es erst seit 2008 gibt. Hier werden Ptheroglyphen (in Stein gehauene Schriftzeichen, Hieroglyphen) und präkolumbianische Fundstücke ausgestellt. Viele Fundstücke der Insel wurden bis vor kurzem von Nordamerikanern, unerlaubterweise exportiert und stehen heute in amerikanischen Villen oder Museen. Danach cruisen wir noch ein bisschen über die Insel und fahren zum Schluss zur Finca Magdalena (organicfarm). Hier essen wir kurz eine Suppe und treffen auf Raoul, den Schmuckverkäufer, den wir bereits im „Little Morgans“ kennen gelernt haben.  Jetzt packen wir mal wieder unsere Rucksäcke und morgen geht es weiter nach Granada.

05.01.2013 Reisetag: Isla de Ometepe- Moyogalpa- San Jorge- Rivas- Granada

Um 10:00 h fahren wir mit dem Bus vor unserem Hotel Istiam auf Ometepe los. Die Fahrt nach Moyogalpa zum Fähranleger dauert 1:30h Stunden in einem wirklichen Chicken Bus, denn es fahren auch Hühner mit. Ein kleiner Junge neben Olli hält auf seinem Schoß einen Karton mit drei kleinen Hühnern, die ständig piepen, fest. An jeder zweiten Palme, die genug Schatten bietet, dass sich hier Menschen versammeln können,  hält der Bus an. Am Fähranleger angekommen, stellen wir fest, dass  wir die "kleine" Fähre erwischt haben, die nur für Personen und Motorräder, aber nicht für Autos geeignet ist.

Beschreibung der Fähre: 17 m lang, 3,20m breit, zwei Decks, keine Sicherheitsausstattung, keine Reeling am Oberdeck!!!????

Ob wir dem Kahn wohl trauen können? Egal-der Weg ist das Ziel.  Hastig werden noch drei Motorräder auf dem Oberdeck vertäut und schon geht die schaukelige Fahrt los. Bei leichtem Wind von Nord stampfen wir mit erheblicher Schräglage gegen die Wellen an. Glücklicherweise bleiben diesmal die Plastiktüten ungefüllt.Geld Der Preis für die Überfahrt beträgt für zwei Personen ca. 2 $.

Nach einer kurzen Taxifahrt von San Jorge nach Rivas, sitzen wir mal wieder in einem Chicken Bus. Es ist keine Zeit, um auf´s Klo zu gehen. Durchhalten, um bloß einen Sitzplatz im Bus nach Granada zu erwischen. Während wir im Bus auf die Abfahrt warten, kommen sämtliche fliegende Händler des anliegenden Marktes mit Essen, Trinken, Taschenlampen, Rasierern, Haarspangen, Luftballons, Kaugummis, CD´s, DVD´S, Batterien u.v.m.  durch den Bus und bieten lauthals ihre Waren feil. Endlich fahren wir los und sind nach 1:30H in Granada. Ausnahmsweise nehmen wir mal kein Transportmittel und wollen unser Hostel zu Fuß finden. Laut Karte ist es ja nicht so weit. Aber Pustekuchen! Das ausgesuchte Hostel ist ausgebucht und das nächste auch. Verschwitzt erreichen wir das einzige Zimmer in einem netten Hostel: Entre amigos.

 

06.01.2013 Granada- Stadterkundung

Heute  ist ein Feiertag: die heiligen drei Könige. Überall stehen hier noch die Weihnachtsbäume-in den Häusern, auf den Straßen- und um uns herum wird ein Feuerwerk  nach dem anderen gezündet. Wir schlendern durch Granada und sind überwältigt von den prachtvollen Kolonialhäusern. Diese Stadt gefällt uns sehr. Einfach genial! Pferdekutschen sind ein normales Transportmittel und prägen das Stadtbild genauso wie fliegende Händler und Frauen, die ihre Waren auf dem Kopf tragen. Auf einem Motorrad fahren 4-5 Personen mit-oft eine ganze Familie: Mutter, Vater, drei Kinder. Alle ohne Helm. Wer hier als Autofahrer nicht hupt, fällt auf. Begegnen sich 2 Busse, wird auch mehrfach und ausdauernd gehupt. Und das ist alles gaaanz normal.

Abends gehen wir ins „Garden Cafe“. Es ist highly recommended im Lonely Planet (Reiseführer) und wir können das bestätigen. Olli ist sehr zufrieden mit seinem „Green Curry“, Alex freut sich, endlich mal wieder einen leckeren Salat zu essen.

 

07.01.2013 Granada – Anmeldung  bei der Spanischschule „Spanishexpress“ und Erholung im „Granada Spa Hotel“

Gestern war die Sprachschule geschlossen, weil Sonntag war. Also gehen wir gleich heute Morgen hin und melden uns an. Eine Woche für uns beide zusammen kostet 200$. Ein Witz, denn wir haben eine Lehrerin nur für uns. Unser Kurs fängt morgen an und geht bis Samstag. Wir freuen uns schon. Nachmittags gehen wir in das „Granada Spa Hotel“, denn es hat einen großen Pool, den man für eine Gebühr von 5 $ den ganzen Tag nutzen kann. Lustigerweise wird der  Pool von drei „Pfeifenten“ regiert. Kommen wir  ihnen zu nahe, flattern sie uns entgegen, reißen ihren Schnabel auf und machen Drohgebärden.  Aber sie können auch tauchen und wir haben unseren Spaß mit ihnen. Alex gönnt sich das erste Mal auf der Reise eine Fußpflege. Herrlich!!

08.01.2013 Granada, Spanischschule, 1. Tag

Um 8.30h beginnt unser Spanischkurs. Unsere Lehrerin heißt Maria Mercedes, ist 24 Jahre alt und kommt aus Granada, Nicaragua. Wir fühlen uns sehr gut aufgehoben bei ihr und lernen viel. Gemeinsam gehen wir auf den Markt und lernen die spanischen Wörter für Obst und Gemüse. Außerdem zeigt uns Maria typisches, nicaraguanisches Essen. Auf dem Markt gibt es alles: Flip Flops, Sandalen, Klamotten- und mittendrin- Fisch und Fleisch. Das ekelhafteste, das wir sehen, sind abgehackte Schweineköpfe, die einfach so, ohne Kühlung, frisch geschlachtet auf dem Tisch liegen und zum Verkauf angeboten werden. Auch Schweinekruste gehört mit zu einem typischen Essen in Granada. Bislang haben wir es noch nicht probiert. Nach dem Konjugieren einiger Verben, haben wir um 12.30h Schulschluss. Wir gehen Mittagessen und anschließend noch einmal zum Schwimmen ins Granada Spa Hotel. Abends machen wir unsere spanischen Hausaufgaben: einen kleinen Aufsatz verfassen und Vokabeln lernen.

09.01.2013 Granada- SpanishschoolXpress, 2. Tag/ Fahrt nach Massaya (Kunsthandwerkmarkt)

Von 8.30h bis 12.30h haben wir Spanischunterricht. Wir lernen jede Menge neue Vokabeln und spielen zum Abschluss und zum Vertiefen des bisher Gelernten zusammen mit den Schülerinnen des anderen Kurses Bingo. (Susanna aus Deutschland und Monique aus Holland.) Nach der Schule fahren wir mit dem Bus nach Massaya und besuchen hier einen wunderschönen Kunsthandwerkmarkt mit lauter tollen Sachen (Schuhe, Hüte, Kleider, T-Shirts, Taschen, Schmuck, Möbel) u.v.m. Wie schade, dass unsere Rucksäcke nicht größer sind!!! Es ist ein wahres Einkaufsparadies für wenig Geld. Die Sandalen, die Alex sich kauft, sind ultraleicht, genauso wie der Hut, die Ohrringe und das T-Shirt für Olli. Auf dem Rückweg zum Bus gehen wir auf den anderen Markt, der noch dreckiger und chaotischer ist als der Markt in Granada: sämtliche Nahrungsmittel werden hier angeboten, aber auch Pfannen, Töpfe, Haarschmuck u.v.m. Waren werden geschickt in großen Bastkörben auf dem Kopf transportiert: Von Mädchen, die gerade mal 12 Jahre alt sind wie auch von Frauen und Männern. Als wir im Bus nach Granada sitzen, kommen wieder einige Menschen in den Bus um ihre Waren anzubieten: Maiskolben, Früchte, Getränke in Tüten. Ein Umweltbewusstsein gibt es hier leider nicht. Der Müll wird achtlos überall hingeworfen, so auch aus dem Fenster des fahrenden Busses.

 Den Abend verbringen wir damit, unsere Hausaufgaben in Spanisch zu erledigen.

10.01.2013 Granada-  SpanishschoolXpress, 3. Tag/ Curso de cocina

Von 8.30h bis 12.30h haben wir Spanischunterricht und besuchen zusammen mit Maria Mercedes, unserer Lehrerin, das Kakaomuseum. Sie erklärt uns alle Sachen auf Spanisch und wir lernen eine Menge dazu. Zum Beispiel auch, dass vor vielen Jahren die Währung nicht der Cordoba, sondern die Kakaobohne war.

Nach der Schule schlendern wir erschöpft zu unserem Hostel und machen schon mal einen Teil unserer Hausaufgabe. Um 15.00h gehen wir zurück zur Spanischschule, da wir heute einen zweistündigen Kochkurs (Curso de cocina) haben. Wir lernen, wie man churitos und pastelitos macht. Mmmh!!! Natürlich kochen wir nicht nur, sondern essen dann auch gemeinsam. Diese leckeren Tapas sind sehr einfach herzustellen. Sofort notieren wir das Rezept, damit wir es auch zuhause nachkochen können. Abends machen wir den Rest unserer Hausaufgabe und haben einen gemütlichen Abend mit Athuro und Mathilde aus Chile, die auch in unserem Hostel sind und üben ein bisschen Spanisch mit ihnen.

11.01.2013 Granada-  SpanishschoolXpress, 4. Tag/ Ausflug Las Isletas

Nach dem Konjugieren von vielen neuen und unregelmäßigen Verben, lernen wir auch Adjektive über das Spiel „Los opuestros“ (Die Gegensätze). Witzig! Nachmittags fahren wir zusammen mit den anderen Spanischschülern und Maria Mercedes zu den Isletas. Das sind 365 kleine Inselchen, die vor ca. 10.000 Jahren durch einen Vulkanausbruch entstanden sind und im Lago de Nicaragua in Granada liegen. Viele von den kleinen Inseln sind im Privatbesitz von der „High Society“ in Nicaragua. Für 300.000 $ könnte  man sich hier eine eigene Insel kaufen, allerdings ohne Strom und Wasser. Auf einigen gibt es Hotels und Restaurants.  Eine Insel wird von sechs Affen bewohnt, die dort als touristische Attraktion ausgesetzt worden sind. Mit einem kleinen Ausflugsbötchen schippern wir durch die Kanäle zwischen den Inseln und sehen viele Vögel und Fischer bei ihrer Arbeit. Etwas Pech haben wir ausgerechnet heute mit dem Wetter: Es regnet!!! Der erste Tag, seitdem wir in Granada sind. Trotzdem genießen wir die Tour. Am Pier erwarten uns kleine Jungen, die Herzen und andere Figuren aus Palmenblättern flechten. Alex bekommt ein Herz geschenkt. Abends sitzen wir zuerst an der Zocalo und beobachten das bunte Treiben auf den Straßen. Straßenmusikanten, Pferdekutschen, Motorrad- und Fahrradfahrer mit bis zu fünf Personen darauf sind ein typisches Bild. Später gehen wir zur Calle la Calzada, der Tourimeile, um etwas zu essen. Leider vergisst der Kellner unsere Bestellung und wir warten zwei Stunden auf unser Essen. Zwischendurch kommen immer wieder fliegende Händler, auch Kinder, mit ihren Waren an unseren Tisch und wollen uns etwas zu verkaufen. Manche fragen nach Geld, um sich etwas zu essen zu kaufen. Wir geben ihnen etwas zu essen, aber kein Geld. Auch Gustavo, ein 12 jähriger Junge, ist dabei und setzt sich mit seinem großen Korb mit Kaugummis und Zigaretten!!! an unseren Tisch. Wir unterhalten uns mit ihm und er klagt uns sein Leid über das schwere Arbeitsleben als Kind auf der Straße. Schlimm! Viele Kinder gehen  nicht zur Schule, weil sie ihren Familien helfen müssen, Geld zu verdienen. Ebenso gibt es viele junge Mädchen, die schon mit 15 Jahren ein Baby bekommen, weil sie nicht aufgeklärt werden. In mehreren Projekten kann man den Kindern helfen.

12.01. 2013 Granada- SpanishschoolXpress, 5. und letzter Tag, Killerentenschwimmbad, Salsakurs

Heute ist Samstag und wir haben unseren letzten Tag in der Spanischschule. Eigentlich schade, denn es hat viel Spaß gemacht. Aber wir wollen nächste Woche ja weiterreisen. Wir verabschieden uns herzlich von Maria Mercedes, gehen Mittagessen und danach sofort zum Abkühlen ins „Killerentenschwimmbad“.  Danach geht  Alex  zum Salsa tanzen in das Hostel gegenüber, Olli entspannt sich beim Lesen. Später verbringen wir einen gemütlichen Abend mit Matze aus Deutschland  und Ximena aus Costa Rica, die mit ihrem kleinen Sohn Liam unterwegs sind.

13.01.2013 Granada-  Hostal „Entre Amigos“ Homepagepflege-Reiseplanung und süßes Nichtstun

Heute ist es sooo heiß, dass es zu anstrengend ist etwas zu unternehmen. Also gehen wir einfach nur zum Frühstücken ins Kakaomuseum und sofort wieder zurück zu unserem Hostel. Den Tag verbringen wir mit unserer Reiseplanung und ein wenig Homepagepflege. Den Abend lassen wir besinnlich mit Matze und Xemena- bei netten Gesprächen in Deutsch, Englisch und Spanisch ausklingen.

14..01.2013 Granada: Reiseplanung/ Flugbuchung nach Corn Islands (Karibik, Nicaragua)

Heute buchen wir unseren Flug nach Corn Islands. Diese Inseln liegen in der Karibik in Nicaragua. Juchhuu, übermorgen geht es los. Endlich tauchen. Abends sehen wir fünf Deutsche in unserem Hostel, die wir  schon auf Ometepe getroffen haben und die auch weiter zu den Corn Islands reisen- so klein ist die Welt!!!

15.01.2013 Granada: Iglesia „Torre de la merced”

Zuerst gehen wir ins Euro Cafe und frühstücken dort mal etwas anderes als Reis, Bohnen oder Eier. Wie lecker! Danach misten wir unsere Rucksäcke aus, verschenken einige Klamotten an Cesar, den Chef unseres Hostels, der sie an Bedürftige weitergeben wird. Die anderen Klamotten und Dinge, die wir seit 2 Monaten nicht gebraucht haben, uns aber sehr wichtig sind, schicken wir heute mit der Post nachhause. Wir bezahlen fast 30 $ für 3 kg. Uns wird gesagt, dass das Päckchen 2 Wochen braucht, bis es die Zieladresse erreicht Da sind wir mal gespannt und hoffen sehr, dass es dieses Mal ankommt. Das Päckchen, das wir vor nunmehr 7 Wochen von Panama aus nachhause geschickt haben, ist noch immer nicht angekommen und auch diverse Postkarten nicht. Aber die nicaraguanische Post soll ja zuverlässiger sein…..

Nachmittags gehen wir auf den Turm der Kirche „Torre de la merced“ und genießen die schöne Aussicht von hier oben. Zur einen Seite sieht man den Vulkan „Mombachu“, zur anderen den Lago de Nicaragua. Abends sehen wir uns den Film „Django“ von Quentin Terrentino in unserem Hostel auf DVD an und packen unsere Rucksäcke für morgen.

16.01.2013 Reisetag: Granada-Managua (Airport)-Bluefields- Big Corn-Island

Wir verabschieden uns herzlich von Cesar und fahren um 10.00 h mit Victor, dem Taxifahrer und Albaro, einer von Cesars amigos, nach Managua zum Flughafen. Kurz bevor wir da sind, haben wir einen Unfall: Unser Taximann fährt einem Motorradfahrer hinten drauf. Mitten auf der Straße hält Victor an, so dass sich der nachfolgende Verkehr an uns vorbeiquetschen muss.  Es ist zwar nicht schlimm, aber der Motorradfahrer besteht darauf die Polizei zu rufen. Wir werden nervös, denn Albaro erzählt uns, dass es bis zu 4 Stunden dauern kann, bis die Polizei da ist. Dann würden wir unseren  Flug verpassen. Wir diskutieren mit und auch das halbe Dorf steht am Straßenrand und guckt interessiert. Nach 15 Minuten lässt sich der Motorradfahrer überreden, weiterzufahren. Wir sind überpünktlich am Flughafen und gehen zum Check Inn der Fluggesellschaft „La Costena“. Unser Gepäck wird gewogen.  Hier sind pro Person nur 15kg erlaubt, das Handgepäck darf 10kg nicht überschreiten. Deswegen haben wir gestern ja schon unsere Rucksäcke ausgemistet. Trotzdem haben wir noch 6 kg Übergepäck und bezahlen dafür 17 $. Wir erhalten unsere Bording Karten, die soo groß sind, dass man sie nicht verlieren kann. Wir fliegen los und landen eine Stunde später in Bluefields, wo einige Gäste aus- und einsteigen. Nach weiteren 20 Minuten Flug landen wir schließlich auf Big Corn Island. Hier bleiben wir eine Nacht in dem Hotel Sweet Dreams, ziehen Geld für die nächsten 9 Tage auf Little Corn Island, denn auf dieser Insel gibt es keinen Geldautomaten.

17.01.2013 Nicaragua: Big Corn Island- Little Corn Island Hostel “Los tres hermanos”

Um 10:00 h fahren wir mit dem Speedboot (500 PS) bei mächtigem Wellengang und vielen fliegenden Fischen rüber zur „Little Corn Island. Auf Little Corn Island gibt es keine Autos, keine Straßen und keine Motorräder. Strom ist limitiert: von 14:00h bis 5:00h morgens. Wir checken im Hostel „Los tres hermanos“ ein und erkunden dann die Insel. Sie ist so klein, dass man sie in 1:30h Stunden zu Fuß explorieren kann. Um Spanisch zu lernen, sind wir hier eigentlich falsch, da auf der Karibikseite mehr Englisch (Kreolisch) gesprochen wird. Jah, man!!! Nun gut, wir wollen ja vorrangig tauchen. Typisches Essen ist hier Lobster. Deswegen gehen wir abends auch Lobster essen. Alex bestellt ihren in Currysauce, Olli seinen mit Knoblauch. Als Beilage erhalten wir den ebenso typischen Coconut rice und Gemüse. Für beide Gerichte zusammen bezahlen wir nur! 16$. Wir lassen ihn uns gut schmecken und gehen danach zu einem Lagerfeuer auf der anderen Seite der Insel. Hier sitzen wir gemütlich mit Einheimischen und anderen Travellern.

 

18.01.2013 Little Corn Island/ Regentag

Morgens wacht Alex mit höllischen Magenkrämpfen auf und verbringt fast den ganzen Tag im Bett und auf dem Clo. War es der Lobster? Irgendwie kann es nicht sein, denn Olli geht es gut.  In unserem Hostel geht es noch fünf weiteren Personen so wie Alex. Zum Glück regnet es heute den ganzen Tag und wir wären bei diesem Wetter eh nicht tauchen gegangen. Abends gehen wir in einem kleinen italienischen Restaurant essen.

19.01.2013 Little Corn  Island

Alex Magen hat sich immer noch nicht beruhigt, sodass die Nacht wegen mehrfacher Toilettenbesuche eher kurz ausfällt. Etwas später geht es dann einigermaßen und wir spazieren auf die andere Seite der Insel. Das Wetter ist heute ganz gut, es regnet nur morgens. Erwähnenswert ist, dass die Regenzeit an der Karibikküste von November bis Februar andauert, während die Trockenzeit an der Pazifikseite  von November bis April ist.

Wir lernen Thomas und Ingrid, zwei Köche aus Norwegen kennen, die auch in unserem Hostel sind. Nachdem wir gemeinsam den Sonnenuntergang bewundert haben, kochen wir abends zusammen. Es gibt Kartoffel-Tomaten- Curry, aber dieses Mal mit Fisch, den Thomas selbst gefangen hat. Später gehen wir zusammen in die Reggae-Bar, wo Alex mal wieder das Tanzbein schwingt.

 

20.01.2013 Little Corn Island

Der heutige Tag gestaltet sich sehr besinnlich. Wir gehen in das nette italienische Restaurant, in dem wir Internetzugang haben und verbringen hier gute zwei Stunden. Danach schlendern wir über die Insel und machen es uns am Strand gemütlich. Eine magenschonende Hühnersuppe (Instant) rundet den Abend ab .

21.01.2013 Little Corn Island- Schnorcheltour

Heute machen wir eine Schnorcheltour zum nordwestlichen Zipfel der Insel. Das karibische Meer schimmert türkis-blau, die Sonne glitzert und am Horizont springt ein Adlerrochen dreimal hintereinander durch die Luft. Was für ein schöner Auftakt zur Schnorcheltour! Zusammen mit Randy (unserem Vermieter) und seinem Son Randy jr. fahren wir zum äußeren Riff. Zwei Engländer sind auch noch dabei. Es ist ganz schon kabbelig auf dem Boot, denn die Wellen verlaufen ungleichmäßig. Nach 15 minütiger Bootsfahrt kommen wir an und springen in die Fluten. Als erstes begegnen wir einer großen Loggerhead - Schildkröte. Anschließend schwimmen etliche Barracudas an uns vorbei. Auch fünf Ammenhaie (nursesharks) können wir aus nächster Nähe betrachten, sowie zwei Rochen und etliche Fischschwärme.

Nach diesem schönen Erlebnis besuchen wir die Tauchschule „Dolphin Divers“ und melden unsere Tauchgänge für morgen an.  (Zwei Tauchgänge für 65 $, sehr günstig) Danach gehen wir an den Strand und treffen Ingrid und Thomas wieder. Kurzfristig beschließen wir, wieder gemeinsam zu kochen. Jeder trägt seinen Anteil zur Mahlzeit bei. Es gibt eine leckere Tomaten-Karotten-Cocos-Suppe (aus einer frischen Kokusnuss gepresst!), als Beilagen: Tunfisch, gekochtes Ei und Jalapenos. Sehr zu empfehlen und so leicht gemacht.

 

 22.01.2013 Little Corn Island – 2 Tank Dive „Dolphin Dive“ Tauchtag

Nach einen kurzem Frühstück beim Italiener „um die Ecke“ (die Insel ist so klein, dass hier alles „um die Ecke“ ist), finden wir uns um 10:30h in der Tauschule ein und erledigen als erstes die üblichen Anmeldeformalitäten und die Equipment - Auswahl. Wir checken unseren Kram und es sieht alles ganz passabel aus. Garry, unser Divemaster für heute, ist ein lustiger Kerl und nach einem Briefing geht es zusammen mit sieben anderen Tauchern auf dem Boot los. Wie oben erwähnt ist auch das Riff mal eben so „um die Ecke“ ; nach 7 Minuten erreichen wir unseren Tauchplatz und gehen ins Wasser. 12 m Wassertiefe, 15 m Sichtweite, 27° C Wassertemperatur und traumhafte Korallenformationen - juchu, so haben wir uns das vorgestellt. Wir entdecken zwei riesige Lobster unter den Felsen, die den Einheimischen noch nicht in die Falle gegangen sind und auch sonst sehr viele kleine bunte Rifffische. Das Riff sieht unserer Meinung ganz gut erhalten aus, und weist erst wenig Taucherschäden auf, doch es fehlen die großen Fische, die wir eigentlich sehen wollen: Haie. Nach 60 Minuten ist der Ausflug in die Unterwasserwelt vorbei und wir tauchen glücklich wieder auf. 

Um 14:30 h geht es zum nächsten Riff. Wir sind diesmal nur noch 3 Taucher + Garry, und es wird alles ganz entspannt angegangen, typisch karibisch halt. Wir machen einen sehr flachen Tauchgang auf 7 m und wir wollen unsere Unterwasserkamera mal auf Druck testen, denn sie soll ja angeblich 10m Tiefe überleben. Dummerweise zickt die Kamera bei erreichter Wassertiefe rum und lässt sich nicht mehr anschalten. Zum Glück weist sie während und auch nach dem Tauchgang keine Beschädigung auf, so dass sie an der Wasseroberfläche wieder ganz normal funktioniert. Trotz dieses Makels haben wir einen wunderbaren Tauchgang bei dem wir die erhofften  Ammenhaie zu sehen bekommen und davon diesmal sogar 9 Stück. Sie liegen unter den Felsen und wir nähern uns auf Armeslänge diesen Tiere an, ohne dass diese sich auch nur rühren. Wir bekommen noch die übliche Riffverdächtige, die grüne Muräne, zu sehen und tauchen nach einer seligen Stunde wieder auf.

Nach einem Dekobier und einer schnellen Dusche gehen wir mal wieder zu „unserem Italiener“ und wir lassen es uns gut gehen bei Fisch und Wein.     

 

23.01.2013 Little Corn Island- 2 tank dive- Dolphin Dive/ Tauchtag

Nach dem Briefing fahren wir mit dem Boot an den Tauchspot „Jakes place”. Um 11:30 tauchen wir ab auf 15m bei 28° C Wassertemperatur und entdecken Lobster, Papageienfische, Trompetenfische, Kaiserfische und wunderschöne Korallen. Den zweiten Tauchgang treten wir 1:30 Stunden später an. Diesmal fahren wir zum Stanley Reef und sehen wieder Ammenhaie, Trompetenfische, Rotfeuerstrahlenfische und einen Stachelrochen, der gerade dabei ist, sich am Meeresgrund einzubuddeln und zu fressen. Tauchtiefe: 12m, Dauer: 1 Stunde. Herrlich!!!

 

24.01.2013 Little Corn Island-1 tank dive-Dolphin Dive/ Tauchtag

Leider können wir heute nur einen Tauchgang machen. Die andere Tauchschule auf der Insel muss schließen, weil der Kompressor zum Befüllen der Flaschen defekt ist.  Alle Taucher, die hier waren, sind nun auch beim Dolphin Dive, sodass der Nachmittagstauchgang ausgebucht ist. Der Tauchplatz heißt „Casa“ und gibt nicht viel her. Wir haben eine schlechte Sicht, kaum Fische und nur wenig lebende Korallen. Ein Highlight ist der Großaugen- Krötenfisch, der sich unter einem Stein versteckt und sich sehr gut tarnen kann. Tauchtiefe: 15m.

Nachmittags schlendern wir über die Insel und landen bei „Dereks Place“, einem anderen Hostel. Hier tauschen wir unsere gelesenen Bücher gegen zwei neue ein. Abends verabschieden wir uns von Ingrid und Thomas, den norwegischen Köchen, bei einem Drink am Lagerfeuer vor der Tranquillobar.

25.01.2013 Little Corn Island- 2 tank dive-Dolphin Dive/ Tauchtag

Heute starten wir mit dem ersten Tauchgang um 9.00h am Platz „Daniels Place“ Es geht runter auf 22m und wir sehen einige Igelfische, die unter uns hindurch schwimmen. Sie sehen so aus, als wenn sie ständig lachen würden.(Hihi) Auch der Krötenfisch ist wieder mit dabei, Papageienfische und Lobster. Der zweite Tauchgang am heutigen Tage ist der absolute Hammer: Auf 16m (My Place) schwimmen Ammenhaie direkt unter uns und mindestens 15 Kaiserfische sind auch mit von der Partie sowie viele andere Fischschwärme.  Schade, dass  es auf dieser Insel der letzte Tauchgang ist, denn morgen fliegen wir zurück nach Managua.

Abends feiern wir zusammen mit Gary, dem einheimischen Tauchlehrer und den anderen Tauchlehrerinnen unseren Abschied in der Bar „Happy Hut“ mit gutem Reggae und interessanten Gesprächen über die Insel.

26.01.2013 Little Corn Island-Big Corn Island-Managua

Resümee “Little Corn”: Diese Insel hat es uns wirklich angetan. Wer Entspannung, tolle Tauchgänge und süßes Nichtstun liebt, ist hier genau richtig. Nach nur wenigen Tagen kennen wir die meisten auf der Insel und alles ist sehr familiär. Eigentlich ist uns gar nicht danach, heute schon abzureisen, aber leider haben wir das Flugticket schon gebucht und bezahlt. Also heißt es Sachen packen und auf das Speedboot warten. Das Speedboot nennt sich Caribbean Express und hat seinen Namen redlich verdient. Um 13.30h düsen wir los und kommen eine halbe Stunde später auf Big Corn Island an. Die Taxifahrer erwarten uns schon. Für 15 Cordobas p.P. werden wir zum Flughafen gefahren. Mit uns zusammen steigen noch 2 Amis  in das Taxi. Unsere vier Rucksäcke werden in den Kofferraum gestopft, ohne dass er sich noch schließen lässt. Olli guckt ganz skeptisch, aber der Taxifahrer ist karibisch entspannt und meint lässig: Don´t worry , man. It´s no big ting….Als wir am Flughafen ankommen werden wie auf dem Hinflug unsere Rucksäcke gewogen. Komischerweise müssen wir dieses Mal nicht nur 17 $, sondern 24 $ für unser Übergepäck bezahlen, obwohl wir nicht mehr Gepäck als vorher haben-merkwürdig! Unser Handgepäck wird gar nicht gewogen, aber dafür wird alles ausgepackt. Sie nehmen uns das Mückenspray weg, das wir auch auf dem Hinflug schon dabei hatten und außerdem vier Feuerzeuge.  Dann gehen wir in die Abflughalle und warten. Unser Flugzeug hat eine Stunde Verspätung. Um 16.40h fliegen wir los und sind eine Stunde später in Managua. In weiser Voraussicht haben wir schon ein Hotel über das Internet gebucht und erzählen dem Taxifahrer wo wir hinwollen. Doch leider kennt er das Hotel nicht. Mittlerweile ist es schon dunkel und wir fahren durch Managua. Der Taxifahrer fragt an mehreren Stellen nach dem Hotel-leider ohne Erfolg. Niemand weiß, wo es sein soll. Schließlich landen wir in einem Internetcafe, zusammen mit dem Taxifahrer, um den Standort herauszufinden. Siehe da, wir werden fündig. Das Hotel befindet sich nur 2 Minuten vom Internetcafe!!! Als wir beim Hotel Real Altamira ankommen, werden wir schon erwartet. Ein schönes Hotel, mit 24 Zimmern, einem Pool, einem Fitnessraum und einer tollen Einrichtung. Etwas eigenartig ist nur, dass wir die einzigen Gäste sind. (Shining???) Das Zimmer ist super sauber, wir haben eine sehr bequeme Matratze und sogar einen Fernseher und Aircondition. Zu Essen gibt es nur leider nichts, aber die netten Besitzer bestellen uns eine Pizza. Nach dem Essen gucken wir uns den Film „Open Water“ auf Spanisch an und schlafen gemütlich ein.

27.01.2013 Reisetag: Managua-Leon/ Hostel „Lazy bones“

Um 9:00h steht unser Frühstück bereit, obwohl wir gar nicht gesagt haben, was wir essen wollen. Aber da wir die einzigen Gäste sind, bekommen wir alles: Rührei, Pancakes, Toast und auch noch eine große Schüssel mit Obst. Danach fahren wir mit dem Taxi zur Busstation, steigen in einen Mikrobus und sind 1:30h später in Leon. Weiter geht es mit einem Fahrradtaxi zum Hostel „Lazy bones“, das sogar einen Pool hat. Darüber sind wir sehr froh, denn es sind 35 Grad und wir brauchen dringend eine Abkühlung. Da wir nichts Sauberes mehr zum Anziehen haben, geben wir unsere Dreckwäsche in der nächsten Lavanderia ab und hoffen, dass wir dieses Mal alle Klamotten wiederbekommen. Beim letzten Mal ist leider Alex „gute“ Bikinihose weggekommen. Abends gehen wir im Restaurant gegenüber essen.

28.01.2013 Leon- Hostel „Lazy bones“

Im Hostel gibt es den ganzen Tag gratis Kaffee. Davon trinken wir zwei bevor wir in eine französische Bäckerei zum frühstücken gehen. Hier gibt es VOLLKORNBAGUETTES und CAMEMBERT sowie SALAMI!!!!!!!!!!!!!!!!!!! Das haben wir schon lange nicht mehr gegessen und genießen es. Hier treffen wir einige deutsche Traveller wieder, auch ein Mädel aus der Spanischschule in Granada. Nachmittags buchen wir für morgen eine Tour zum aktiven Vulkan „Cerro Negro“, der nur 45 Minuten von Leon entfernt ist. Hier wollen wir vom Vulkan hinunter surfen und sind sehr gespannt….

„Nicaragua ist das Land der tausend Vulkane. Der Cerro Negro ist der einzige, der vollständig mit Asche bedeckt ist, sodass  man per Sandboard oder Rodel runterflitzen kann“

Wir werden berichten…..

29.01.2013-Leon- Volcanoboarding vom Cerro Negro (728m)

HIGHLIGHT

Um 8.00h sind wir beim Office der Quetzaltrekkers. Das ist eine Non-Profit-Organisation von Freiwilligen, die erlebnisreiche Wanderungen zu Vulkanen in den Gebieten um León, Nicaragua anbietet. Alle Gewinne (Eintrittsgelder) werden lokal laufenden Projekten gespendet, zur Unterstützung von Straßenkindern. (siehe auch www.quetzaltrekkers.org)

Wir werden ausgestattet mit einem Schutzanzug, Schutzhandschuhen und einer Schutzbrille. Dann geht die Fahrt mit insgesamt 14 Travellern los, wieder in einem  Collectivo, aber dieses Mal haben alle einen Sitzplatz und die Fahrt von Leon zum Vulkan dauert auch nur 45 Minuten. Alle sind schon sehr gespannt und freuen sich auf den Hike. Am Fuße des Vulkans angekommen, erhalten wir unsere Boards. Das sind Holzbretter mit einem Stahlblechboden, damit sie auf der Vulkanasche besser gleiten (ähnlich wie ein Schlitten). Mit unserem Gepäck bewaffnet, beginnt nun der Aufstieg. Obwohl es erst 9.00h morgens ist, brennt die Sonne schon tüchtig auf unserer Haut und der Wind bläst von allen Seiten. Immer wieder müssen wir anhalten um Wasser zu trinken und um uns kurz zu erholen. Der Weg ist nicht leicht, denn der Gegenwind drückt uns immer wieder ein Stück zurück und wir müssen aufpassen, dass unsere  Boards nicht wegwehen. Außerdem ist die Asche des Vulkans so rutschig, dass man immer wieder ein Stück zurückfällt. Nach ca. 1:30h sind wir endlich oben angekommen. Wir trinken wieder viel Wasser und ziehen uns dann unsere Schutzanzüge an. Der Wind erschwert auch diese Aufgabe. Aber wir schaffen es. Andre, unser Guide, erklärt uns, wie wir am schnellsten den Vulkan hinunter sausen können. Wir schauen nach unten und stellen fest, dass es ganz schön steil ist. Es geht 728m bergab. Rauf auf das Board und----jipieee, es geht abwärts. Je mehr man sich nach hinten lehnt, desto schneller die Fahrt. Kleine Aschesteinchen fliegen uns in die Nase, die Haare, die Ohren und überall dort hin, wo der Schutzanzug uns nicht bedeckt. Was für ein Spaß und was für ein einmaliges Erlebnis!!! Schlittenfahren mal anders, auf einem heißen Untergrund….

Da es sooo viel Spaß macht, entscheiden wir uns  noch einmal für den anstrengenden Aufstieg (so etwas wie einen Skilift gibt es natürlich nicht…) und düsen auch ein zweites Mal hinunter. Jetzt knallt allerdings die Mittagshitze ganz schön. In der Sonne haben wir mindestens 40 Grad. Aber das ist es uns wert. Glücklich über dieses Abenteuer gehen wir zurück zum Collectivo, das uns zur Rangerstation fährt. Es gibt Mittagessen, das aus einem Maisfladen, Bohnenmus, frischem Gemüse, Nachos und scharfer Soße besteht. (Superlecker und so einfach). Um 15 Uhr treten wir den Rückweg nach Leon an. Alle sind total erschöpft und einige schlafen sogar während der Fahrt ein. Im Office der Quetzaltrekker gibt es dann noch ein T-Shirt geschenkt. Mit schweren Beinen schleppen wir uns zu unserem Hostel und duschen ausgiebig, um die Vulkanasche loszuwerden (was gar nicht so einfach ist).

„Der Cerro Negro  ist sehr aktiv, kann aber bestiegen werden, da sich die Eruptionszeiten auf Grund seiner besonderen Beschaffenheit sehr genau voraussagen lassen. Bei jedem Ausbruch wächst der Vulkankegel.“  (Quelle URL: www.wikipedia.de)

30.01.2013 León- Lazy Bones,  lazy day und eine „Blind massage“

O ja, der gestrige Tag steckt  uns  total in den Knochen. Wir haben schwere Beine und sind noch immer sehr erschöpft. Deshalb schlafen wir  erst einmal aus, gehen frühstücken und lassen es uns bei einer fünfzehn minütigen  Nacken-Schulter –Massage von den „Seeing Hands“  (Quelle URL:www.seeinghands.com )gut gehen. Das sind blinde Menschen, die durch ein Förderprogramm eine Massageausbildung erhalten haben , um nicht auf der Straße leben zu müssen und ihre Familien unterstützen können.  Wir werden von Roberto massiert.  Die Massage gefällt uns sehr. Den Rest des  Tages verbringen  wir  am Pool unseres Hostels.  Abends buchen wir unsere Weiterreise nach El Salvador per Bus im Internet. 

31.01.2013- León- Strandtag

Heute fahren wir mit dem Bus an den 20km entfernten Strand „Las Penitas“ an der Pazifikküste bei León. Es gefällt uns hier sehr gut. Der Strand ist fast menschenleer und es gibt schöne Wellen, in denen wir herumtoben. Immer wieder hüpfen wir ins Wasser, da es sooo heiß ist. Bevor wir mit dem letzten Bus zurück nach León fahren, essen wir in einem Restaurant direkt am Meer. Olli lässt sich seinen White Snapper schmecken, Alex bestellt sich eine Sopa de Mariscos, mit viel Meeresgetier. Köstlich!

01.02.2013 León- Stadtführung

Um 9.00 Uhr holt uns Hektor, unser “Cityguide“ ab und wir starten unsere Stadtführung .  Da León eine Studentenstadt ist, schauen wir uns als erstes die Uni an.  Zur Zeit sind Semesterferien, die sind von November bis März, aber trotzdem treffen wir viele Studenten an, die sich gerade einschreiben oder in der Bibliothek arbeiten. Es gibt hier eine große Ausstellung über Ruben Dario, der bekannteste Dichter Nicaraguas, der in León gelebt hat und gestorben ist. Von vielen wird er verehrt und sogar eine Straße und der Zentralpark sind nach ihm benannt. Ruben Dario wird weltweit als einer der größten Dichter Lateinamerikas geschätzt.

Als nächstes gehen wir auf die älteste Kathedrale Zentralamerikas. Ein sehr beeindruckendes und schönes Gebäude, in dem  einige Dichter ihr Grab haben,  so auch Ruben Dario. Von oben kann man die Vulkankette sehen und sogar den Rauch, der aus einigen Vulkanen kommt.  Danach besuchen wir das Museo de la Revolucion, hier erfahren wir sehr viel über die sandinistische Revolution gegen den Diktator Somoza und über den von der CIA finanzierten Contra Krieg zu Zeiten Ronald Reagens (Iran-Contra Affäre). Typisch USA mal wieder, sie wollten keine Kommunisten vor der Haustür und haben zig Millionen von $ in diesen Krieg gepumpt, damit die Sandinisten nicht weiter an der Macht bleiben und haben somit den Bürgerkrieg unnötig lange ausgedehnt.

 Sch…Amis!

Während wir von einer  Sehenswürdigkeit zur nächsten schlendern,  treffen wir „Moncho“ einen ehemaligen sandinistischen Soldaten,  der im Alter von 16 Jahren in den Krieg gezogen ist. Er zeigt uns seine Narben, die von einer Splittergranate stammen und erzählt uns ein wenig von seiner Geschichte; sehr interessant!   

Zu guter letzt gehen wir in ein ehemaliges Gefängnis des Somoza Regimes (Museo de Leyendas y Tradiciones), in dem vermeintliche Revoluzzer auf schlimmste Weise gefoltert wurden. Die Delinquenten mussten zum Beispiel erst in Salzwasser baden und sich hinterher auf stromführende Kabel  stellen oder legen. Aua, das könnte wehtun!

Desweiteren treffen wir auf Fernando,  einen Dichter in den Fußstapfen Ruben Darios,  der mittlerweile leider dem Alkohol sehr zugeneigt ist. Er soll aber in León heutzutage immer noch sehr bekannt für seine Stehgreifgedichte sein.  

Am Abend packen wir unsere Rucksäcke, da es morgen weiter geht nach El Salvador.

 

EL Salvador

 El Salvador ist das kleinste und das  dichtbesiedelste Land Zentralamerikas, mit den wenigsten Touristen.

02.02.2013 Drei Länder -Reisetag: Nicaragua-Honduras-El  Salvador

Um 3.00 morgens stehen wir auf und sind bereit für unseren Pick up nach El Salvador. Mit insgesamt sechs Personen (Zwei Mädels aus der Schweiz, ein Mädel aus Kanada, ein Engländer und wir beide) geht es mit Fernando, unserem Fahrer,  in einem Microbus los. Die Fahrt kostet 48$ und dauert 10 Stunden. Das Gute ist, dass wir nicht aus dem Bus aussteigen müssen, während wir die Grenzen überqueren. Fernando sammelt unsere Pässe ein und erledigt alles. Das ist wirklich jede Menge wert und er macht echt einen guten Job. Um 14.00h sind wir in El Tunco, am bekannten Surferstrand von El Salvador angekommen. Sofort finden wir eine Unterkunft mit einem tollen Zimmer, eigenem Bad und eigener Terrasse mit Hängematte für nur 20$.-. La Guitarra!!! Der Name spricht für sich-überall hängen Gitarren und abends spielt eine Band, die das starke Wellenrauschen übertönt. Perfecto-was wollen wir me(e)hr?

03.02.2013  El Salvador, El Tunco-La Guitarra

Zuerst frühstücken wir im „Sunzal Rock“, um dass Wifi Passwort zu bekommen. Wir haben einen Platz mit direkter Aussicht auf den Strand und auf die Surfer. Es dauert bestimmt zwei Stunden, bis wir wieder zurück auf unserer kleinen Terrasse im „La Guitarra“ sind und im Schatten ausspannen. In der Sonne ist es kaum auszuhalten. (38 Grad im Schatten). Abends schauen wir uns den gigantischen Sonnenuntergang an und essen in einem kleinen Comedor.  Beide essen wir Shrimps. In unserem Hostel spielen wir noch zwei Runden Billard,

04.02.2013 El Tunco-La guitarra-La Liberdad

Ein blöder Morgen für Alex beginnt-Sie wacht mit Magenkrämpfen auf. Montezuma rächt sich-woran, wissen wir nicht. Trotzdem fahren wir mit dem  „chicken-bus“ nach La Liberdad, die nächstgrößere Stadt vor El Tunco. Hier gibt es einen großen  Supermarkt, in dem wir einkaufen . Außerdem wollen wir Geld ziehen, bekommen aber keines und rennen von einem Geldautomaten zum nächsten. Nichts geht, keine Karte spuckt Geld aus. Schließlich bekommen wir Geld am einzigen Master/Visa –Automat in El Tunco.

05.02.2013 El Tunco- Strandtag

Eine fast schlaflose Nacht für Alex, Montezuma will einfach keine Ruhe geben. Am späteren Vormittag geht es einigermaßen und wir schlendern am Strand entlang und landen bei der Surfschule „Kayu“ wo wir uns für morgen  einen Termin für eine Surfstunde geben lassen.  Wir verbringen drei Stunden am Strand und genießen die Wellen und das Meer.  Zum Abschluss essen wir eine Kleinigkeit in einer schönen Strandbar.

06.02.2013 El Tunco-La guitarra

Olli geht zur Surfschule und sagt unseren Termin ab, da es Alex immer noch nicht gut geht.  Den Tag verbringen wir lesend  auf unserer Terrasse bei Kamillentee, Bananen und Cola.

07.02.2013 El Tunco-La guitarra

Meine Güte, Montezuma ist echt hartnäckig und hindert uns an einem weiteren Surftag. Dafür schleppt Olli Alex  mit an den Strand (in Toilettennähe). Wir arbeiten ein bisschen an unserem Teint. Abends buchen wir unseren Flug nach Roatan, Bay Islands, Karibik, Honduras. Dort soll es schöne Tauchplätze geben. Hier gibt es das zweitgrößte  Korallenriff der Erde und da  müssen wir hin. Am Dienstag, 12. Februar bereisen wir unser fünftes Land auf dieser Reise. (Drei waren geplant).

08.02.2013 El Tunco-Strandtag, Frühstück im  "Jaguar"

Alex Magen macht keine Anstalten sich zu bessern, auch die Toilettenbesuche werden nicht weniger. Man, nervt das...Bananen, .Hühnersuppen, Kamillentee & Co zeigen keine Wirkung. Also denken wir uns, dass wir mal etwas anderes frühstücken wollen als Bananen und gehen ins "Jaguar". Es gibt Rühreier und Chai-Tee. Danach machen wir uns auf  an den Strand, schauen den Surfern beim Wellenreiten zu und springen immer wieder in die Fluten, um uns abzukühlen.

09.02.2013 El Tunco - Strandtag, BBQ und Band

Nachdem wir den ganzen Tag am Strand verbracht haben, wollen wir uns abends das Barbecue vom Restaurant gegenüber mal anschauen. Das Angebot kostet 7 $ und beinhaltet Wurst und Rippchen. Olli freut sich schon tierisch, endlich mal wieder etwas Gegrilltes zu sich zu nehmen. Wir müssen lange auf unser Essen  warten.  Als es kommt, werden Ollis Augen immer kleiner; er ist sooo enttäuscht, denn es gibt nur ein halbes Würstchen und eine einzelne Rippe. Dazu Yuccasalat und ein kleines Hähnchensandwich, (das sehr lecker geschmeckt hat.) Aber in dem Moment ist uns klar geworden, dass wir uns schon riesig auf die Gartensaison mit einer großen Grill-Fiesta freuen. Abends spielt eine Super "Cover" Band in der Bar von "La guitarra". Coole Stimmung, super Musik und jede Menge ravende Surfer.... Spaß!!! Alex: "Duck dich, Magen, ich will tanzen!",

10.02.2013 El Tunco , Surftag für Olli

Morgens um 11:00 Uhr hat Olli seine "Surfstunde", Da Alex nun leider verhindert ist, muss er alleine raus. Juan, der Surflehrer, gibt ihm ohne große Worte ein "Tabla" (Surfbrett). Die Frage, ob er Englisch spricht,  verneint er und nachdem wir uns mit der "Leash" (Leine) und  dem Brett verbunden haben geht es los. Wir paddeln ein bisschen raus und ich frage ihn nach einer Weile, wann es denn los gehen würde. Daraufhinh zeigt Juan nur auf die gefühlten 2m Wellen, die ca. 100m vor der  Küste brechen -  oh oh! Nach guten 15 Min. Paddeln auf dem Brett, warten wir mit ca. 20 anderen Surfern auf den richtigen Moment. Ein bisschen Muffensausen habe ich schon, doch als die erste richtige Welle  kommt, gibt mir Juan einen ordentlichen Schubs und schon geht die Reise los. Gleich beim ersten Versuch klappt es und ich stehe und schaffe die ersten Meter ohne Probleme. Nach ein paar Wellen, die über mir zusammenbrechen bin ich wieder in der alten Position und warte wieder ab und das Ganze geht aufs Neue los. Dieses Spiel wiederholt sich 5-6 Mal, danach bin ich so erschöpft, dass ich mit der letzten Welle, die sich mir bietet, auf dem Bauch surfend bis fast auf den Strand befördert werde. Zufrieden und geschafft treffe ich Alex am Strand. Hier  verbringen wir den restlichen Tag.  Am späten Nachmittag haben wir noch einen kurzen Smalltalk mit unserem amerikanischen Nachbarn Kerby. Am Abend gibt es eine leckere Pizza und den besten Nutella- Bananen -Crepe, den wir je gegessen haben.

 

 

11.02.2013 El Tunco-Interaktiver Arztbesuch übers Netz mit Ferndiagnose

So, jetzt reicht es es. Der Magen rebelliert seit genau einer Woche und morgen geht es nach Honduras zum Tauchen. Deshalb hat Alex heute einen Arztbesuch via Skype im Internet. Unglaublich!- Da sitzt man in El Salvador auf der Terrasse am Strand und ist beim Arzt, der eine Ferndiagnose stellt. ..Nachdem Alex ihre Beschwerden und die bisherige Behandlung mitgeteilt hat,  werden ihr Antibiotika "verschrieben". Sehrwahrscheinlich handelt es sich um  Keime. Also geht es ab in die °"Mini-Pharmacia", hier in El Tunco. Siehe da-hier gibt es tatsächlich genau das verordnete Arzneimittel und wir müssen nicht extra nach La Liberdad fahren. Danke an die nette Ärztin von unserer Krankenversicherung!!!! (Aqua med, sehr zu empfehlen!) Hauptsache, das Mittel wirkt endlich!!

12..02.2013 Reisetag: El Tunco-San Salvador-Roatan (Honduras)-Ankunft “Chillies” West End

Um 5.00 Uhr klingelt der Wecker. Die letzten Sachen werden im Rucksack verstaut. Und los geht es mit Francia, dem netten Salvadorianer des Guitarra Hostels  zum Flughafen nach El Salvador, der außerhalb der Stadt liegt. Im Flughafen geht es chaotisch zu. Aber wir kommen gut zurecht und gehen zum Gate.  Der Flug mit der salvadorianischen Airline „Taca“ ist herrlich. Wir genießen eine hervorragende Aussicht über die Gebirgslandschaft Honduras und letztendlich über das karibische Meer. Nach anderthalb Stunden landen wir auf Roatan, die größte Insel der  Bay Islands. Ein Taucherparadies, deswegen sind wir hier.  Die Taxifahrt vom Flughafen nach West End kostet 20 $. Hier haben wir für die ersten drei Tage eine Unterkunft im Hostel  Chillies. Eine kleine Holzhütte mit „Bad“ und einer Katze. Sehr schön. Leider ist es nur für drei Tage zu haben, deshalb machen wir uns sofort auf den Weg nach einer neuen Unterkunft. Unsere Wahl trifft auf das „Geophreys“. Dieses Hostal arbeitet mit der Tauchschule „Reefgliders“ zusammen . Wenn man zwei Tauchgänge pro Tag macht, bekommt man Pro Person 10 $ Discount für das Zimmer. Dieser Deal gefällt uns und wir buchen das Zimmer. Später schnorcheln wir noch eine Weile und gehen danach im „Tongs“, einem Thailänder mit amerikanischen Preisen, essen. Zwar lecker, aber viel zu teuer. Dafür ist das Ambiente sehr schön. Man sitzt an einem Tisch auf dem Restaurant-eigenen Steg und kann den Sternen beim Funkeln zusehen. Sehr romantisch! Abends lernen wir den netten Clemente und seinen Bruder aus Guatemala kennen. Sie ziehen durch Mittelamerika um ihren selbstgemachten Schmuck zu verkaufen.

 Die Antibiotika zeigen bereits ihre Wirkung und Alex geht es besser.

 

13.02.2012 Roatan/ West End / Chillies

Auf Roatan landen regelmäßig Kreuzfahrtschiffe, die jede Menge Touristen ausspucken. Wir sitzen gerade beim Frühstück, als ein Touri Bus platzt und wir beobachten wie hunderte von Leuten in die Boutiquen und Souvenirläden rennen, da sie nur kurz Zeit haben bis ihr Bus weiter fährt um sie wieder zum Schiff zu bringen. 

Gestärkt gehen wir zur Tauchschule, buchen unsere Tauchgänge und schnorcheln anschließend am schönen Strand in West End. Hier gibt es –neben dem kristallklaren Wasser- viele bunte Fische und einen wunderschönen Korallengarten zu sehen. Zwischendurch erfrischen wir uns mit einer kalten Kokusnuss. Wir lernen den Italiener Massimo kennen und tauschen Reiseerlebnisse aus.

 

14.02.2013 Roatan-West End- West Bay

Mit dem Wassertaxi fahren wir zur 4km entfernten West Bay, da es hier den besten Schnorchelstrand geben soll. Auch die Prominenz soll es sich auf diesem Eiland zeitweise gut gehen lassen. Vor einigen Wochen war Michael Douglas mit seiner Frau hier.

Das Schnorcheln hat sich gelohnt. Wunderschöne Korallen und viele Fischschwärme, umgeben von türkis-blauem Wasser.

Roatan liegt am zweitgrößten Korallenriff der Welt. Es zeichnet sich aus durch kristallklares, türkises Wasser,  wunderschönen  Korallengärten, einer bunten Fischwelt und einer tollen Sicht. Am Drop-off ist das Meer bis zu 600m tief.

 

15.02.2013 Roatan, Bay Islands , Umzug ins Geoprhis und Tauchen mit den Reef Gliders

Tauchplätze: Aguila Wrack, Bikini Bottom, three brothers shallow

Heute macht Olli schon den Tauchgang um 9.00 Uhr mit, weil er das Aguila Wrack gerne sehen möchte, das auf 35 Metern liegt.  Das Wrack wurde vor 30 Jahren versenkt, um Tauchern ein Highlight zu offerieren. Durch den letzten Hurrikan „Mitch“ ist das Wrack in drei Teile zerborsten. Es tummeln sich viele große Fische herum, darunter die übliche Verdächtige: Eine fast zwei Meter große grüne Muräne sowie viele Zackenbarsche.

Alex packt derweil schon mal alle sieben Sachen zusammen und bringt den ersten Rucksack zu unserer neuen Unterkunft, ins „Geophris“.  Um 11.00h trifft sie auch  bei den Reef Gliders, unserer Tauchschule ein. Olli kommt mit weit aufgerissenen Augen vom ersten Tauchgang und sagt nur:“ Little Corn Island hätten wir uns tauchtechnisch sparen können.“ Tolles Riff, gute Sicht. Die nächsten zwei Tauchgänge, an denen auch Alex teilnimmt, sind gigantisch.  Unser Divemaster Mickey aus Südafrika ist eine Tauchkoriphäe auf der Insel. Er lebt und taucht hier schon seit zwölf Jahren. Gerade hat er sein erstes Buch über die Flora und Fauna im Riff Roatans veröffentlicht. („Reef Life“)

Nach unseren Tauchgängen sitzen wir noch vergnügt mit den anderen Tauchern und Mickey zusammen und genießen unser „Dekompressionsbier“.  Nach dem Abendessen fallen wir erschöpft und müde ins Bett.

16.02.2013 Roatan, Bay Islands- 2 Tauchgänge

Wir gehen im „Buena Vida“ frühstücken und gleich danach zu den Reef Gliders. Diese Tauchschule empfehlen wir sehr. Alles geht sehr entspannt zu, die Ausrüstung ist super , die Gruppen sind klein.

Tauchplätze: Turtle Crossing bis Bikini Bottom, Lighthouse

Tauchtiefe: 18m, 17m

Tauchzeit: 64 und 55 Minuten

Wassertemperatur:26 Grad

Besonderheiten: Strömungstauchgang, viele Schildkröten und sämtliche andere bunte Fische

Abends gehen wir mit Toby aus München und seiner Freundin llorena aus Peru  im „Rosserie Chicken“ essen. Wie immer fallen wir schon früh ins Bett, denn Tauchen macht sooo müde.

17.02.2013 Roatan, Bay Islands- 2 Tauchgänge

Bislang hatten wir in Roatan Glück mit dem Wetter. Die Regenzeit dauert hier nämlich eigentlich von November bis Ende Februar. Aber heute ist es bewölkt und es regnet. Trotzdem gehen wir tauchen, allerdings auf der anderen Seite der Insel, da die Wellen hier niedriger sind.

Tauchplätze: Keyhole, pirate cove

Tauchtiefe: 21 m, 18 m

Tauchzeit: 59 min, 58 min.

Wassertemperatur: 26 Grad

Lufttemperatur:24 Grad

Trotz des schlechten Wetters und fehlender Sonne  haben wir eine erstaunlich gute Sicht unter Wasser. Zwei große grüne Muränen, eine weißgefleckte Muräne, Kofferfische, Mitternachts-  Papageienfische und viele mehr können wir unter Wasser bewundern. Nach zwei Tauchgängen sind wir allerdings total durchgefroren und freuen uns auf den warmen Kaffee danach. Abends gehen wir im „Sunsplash“ essen.

18.02.2013 Roatan, Bay Islands- 2 Tauchgänge

Juchuu, die Sonne scheint. Dann macht das Tauchen natürlich noch mehr Spaß.

Tauchplätze: Three brothers drift, Lighthouse

Tauchtiefe: 22 m, 18 m

Tauchzeit: 59 und 56 Minuten

Wassertemperatur: 25 Grad

Lufttemperatur: 27 Grad

Heute stehen zwei Strömungstauchgänge auf dem Programm. Wir springen ins Wasser und lassen uns einfach mit der Strömung am Riff entlang treiben. Mit uns strömen die vielen bunten Fische und Schildkröten. Das Highlight sind die kleinen Höhlen, durch die wir hindurchtauchen. Einfach toll und spannend. In der Höhle verliert Alex ihren Ring. Team Washington (vier nette Amerikaner, die mit uns tauchen) findet den Ring sogar wieder, weil sie nach uns durch die Höhlen tauchen. Schwein gehabt!!!

Zurück in der Tauchschule kaufen wir uns das Buch Reef Life von Mickey. (Limited Edition)  Er schreibt uns eine Widmung hinein und wir freuen uns sehr.

19.02.2013 Roatan, Bay Islands- 2 Tauchgänge

Heute haben wir leider unsere letzten beiden Tauchgänge auf dieser Insel, weil wir morgen zurück nach San Salvador fliegen. Da Alex das Aguila-Wrack noch nicht gesehen hat, findet unser erster Tauchgang heute hier statt.

Tauchplätze: Aguila-Wrack, Dennis Drop-off

Tauchtiefe: 33 m, 21 m

Tauchzeit: 50 und 59 Minuten

Wassertemperatur: 26 Grad

Lufttemperatur: 26 Grad

Besonderheiten:  Schiffswrack, Höhlen, Schildkröten, riesengroße Zackenbarsche

Nach den Tauchgängen machen wir uns  zuerst auf zu unserem Hostel und packen schon mal ein bisschen unsere Rucksäcke. Abends gehen wir zur Tauchschule zurück und essen hier den leckersten Red Snapper, den wir bislang hatten. Danach feiern wir mit Mickey und den anderen Tauchern unseren Abschied.  Eines wissen wir genau: Wir kommen wieder, denn Roatan steht zur Zeit auf unserer Tauchliste neben Bonaire auf Platz 1.

20.02.2013 Reisetag: Roatan (Honduras) – San Salvador (El Salvador) (Flug)

Wir checken aus unserem Hostel aus, schlendern noch ein bisschen über die Insel und fahren um 14h mit dem Taxi zum Flughafen.  Als wir einchecken (Taca Airline) kriegen wir einen großen Schock: Pro Person müssen wir doch tatsächlich 39 $ Flughafengebühr zahlen, weil wir einen internationalen Flug haben. (Wucher! Für Inlandsflüge zahlt man nur 2 $ Flughafengebühr). Das wussten wir vorher nicht, stand auch nicht bei der Buchung dabei. Nun gut, es bleibt uns nichts anderes übrig….

Um 17.00 h fliegen wir los und sind eine Stunde später in San Salvador, wo uns schon unser bestelltes Taxi erwartet. Der Flughafen befindet sich 50km außerhalb von San Salvador und die Fahrt zu unserem Hostel „La Estancia“ dauert ca. 50 Min. Kosten der Taxifahrt: 30$

Im „La Estancia“ haben wir ein geräumiges Zimmer  und sogar einen Fernseher plus DVD Player. Das freut uns, denn wir haben uns 3 DVD´s  in Honduras gekauft und schauen uns den Film „Life of PI“ an. Sehr schöner Film, muss aber in 3D noch besser sein.

 

21.02.2013 San Salvador- Hostal „La Estancia“

Zum Frühstück gibt es im “La Estancia” warme Waffeln mit Marmelade-mal was anderes und sehr lecker. Gemeinsam mit zwei deutschen Mädels aus Köln  sitzen wir hier zusammen und tauschen Reiseerlebnisse aus. Anschließend fahren wir mit dem Bus in die City zur Tica Busstation und kaufen unser Ticket nach Managua für 30$ p.P. Danach fahren wir zum Shoppen in die City-Mall. Abends gehen wir in einer Pulpuseria essen. Eine Spezialität in El Salvador sind Pulpusias: Mit Käse gefüllte Maisfladen. 

Später schreiben wir Cesar eine Mail und reservieren uns ein Zimmer im „Hostal Entre Amigos“ in Granada.

Ein typisches Bild für El Salvador ist, dass vor jedem Supermarkt, vor jeder Bank, vor jedem Hostel ein Wachmann mit einer großen Waffe steht.

Nicaragua

22.02.2013 Reisetag: San Salvador- Managua (Busfahrt )-Granada (Taxi)

Um drei Uhr morgens stehen wir auf, um 3.45h fahren wir mit dem Taxi zur Busstation. Der Taxifahrer heißt Vladimir, kommt aus Usbekistan und lebt in San Salvador, um eine Fußballmannschaft zu trainieren. Er zeigt uns Bilder seines Teams und ist sehr gesprächig für diese Uhrzeit.  Die Busfahrt nach Managua geht um 4.45h los. Das erste Mal nach langer Zeit müssen wir unsere Fleecejacken anziehen, denn durch die Aircondition herrschen im Bus Temperaturen von nur 17 Grad und uns ist bitterkalt. Alex bittet den Busfahrer darum, die Aircondition etwas niedriger einzustellen, es wird etwas wärmer und wir können schlafen. Gegen 9.30h überqueren wir die erste Grenze  von El Salvador nach Honduras. Wir geben dem Assistenten des Busfahrers unsere Pässe und er erledigt alles mit dem Ein-und Ausreisestempel. Um 14h erreichen wir die Grenze von Honduras nach Nicaragua. Hier müssen wir alle aussteigen, unser Handgepäck und unsere Rucksäcke öffnen, sodass der Zoll sich einen Überblick verschaffen kann. In den Grenzorten zeigt sich immer wieder das gleiche Bild: Händler bieten ihre Hängematten und andere Waren feil, Bettler hoffen auf barmherzige Traveller. Nach ca.45 Minuten steigen wir wieder ein und die Fahrt geht weiter. Schließlich kommen wir nach 14 stündiger Busfahrt in Managua an. Mal wieder steigen wir in ein Taxi, das uns in 50 Minuten nach Granada fährt. Um 20h kommen wir endlich in unserem Lieblingshostel „Entre Amigos“ an, wo wir schon erwartet werden und sogar dasselbe Zimmer bekommen wie vor 4 Wochen. Home away from home. Ein bisschen fühlen wir uns wie zuhause, da wir Granada schon kennen und es uns hier so gut gefällt.

Zur Zeit findet in Granada das Poetry- Festival statt (Jedes Jahr  Ende Februar). Auf der Zocalo halten nicaraguanische Dichter ihre Lesungen und es spielen viele Bands. Außerdem gibt es viele Künstler, die ihre Waren verkaufen. Obwohl wir etwas erschöpft von der Fahrt sind, lassen wir uns diese Feierlichkeit nicht entgehen und essen zum Abschluss auf der Meile.

23.02.2013 Granada –Hostal Entre Amigos

Nachdem wir ausgeschlafen haben, frühstücken wir im Euro Cafe, geben unsere Wäsche ab und schlendern über die belebte Zocalo. Auf dem Rückweg zu unserem Hostel treffen wir zufällig Lorena und Toby wieder, die wir auf Roatan kennengelernt haben und entscheiden uns dafür, abends gemeinsam essen zu gehen. Wir landen im „Garden-Cafe“, das wir schon kennen und haben einen gemütlichen Abend zusammen. Als wir wieder in unserem Hostel sind,  lernen wir zwei Schweizerinnen kennen und lassen den Abend gemeinsam mit ihnen beim Austausch von Reiseerlebnissen und der Geschichte Nicaraguas ausklingen.

24.02.2013 Granada-Hostal entre amigos

Heute haben wir 40 Grad im Schatten. Deshalb wollen wir uns nicht viel bewegen. Nach dem Frühstück kaufen wir uns eine Hängematte und verbringen den restlichen Tag im Hostel und pflegen unsere Homepage.

25.02.-26.02.2013 Reisetag: Granada- San Carlos ( Fähre)- El Castillo (Schnellboot) und Kaimantour

Wir stehen früh auf, frühstücken und schicken danach mal wieder ein Päckchen nachhause, denn wir wissen, dass die Post in Granada zuverlässig ist. Danach packen wir unsere Rucksäcke, verabschieden uns von Cesar  und fahren mit dem Taxi zum Fähranleger. Das Ticket kostet 219 Cordobas( 9 $), für die 1. Klasse auf dem Oberdeck. Touristen müssen erste Klasse fahren, da sich die Einheimischen dieses nicht leisten können.  Bevor wir auf die Fähre gehen, werden unsere Rucksäcke geöffnet und geprüft. An Deck mieten wir uns eine Liege und machen es uns mit einer leckeren Kokusnuss gemütlich. Um 14.30h beginnt die Fahrt über den Lago de Nicaragua, den größten See Zentralamerikas. Nach vier Stunden halten wir in Ometepe. Viele Leute steigen aus, andere Passagiere steigen dazu. Ein ganzer Berg Bananen wird auf das Achterdeck geschafft sowie diverse andere Lebensmittel. Nach einstündiger Verladung wird die Fahrt fortgesetzt. Olli positioniert unsere neu erworbene Hängematte an Deck, damit wir abwechselnd darin schlafen können. Das fällt uns allerdings nicht so leicht, denn es weht eine frische Brise und uns ist kalt, obwohl wir dicke Schuhe, Jeans und unsere Fleecejacken anhaben. Außerdem halten wir mitten in der Nacht noch zweimal an: An der kleinen Insel San Miguelito und Morrito. Hier steigen nur wenige Menschen aus, dafür werden die Inseln aber mit Lebensmitteln versorgt. Gegen 7.00 morgens erreichen wir schließlich San Carlos. Das Städtchen ist nicht hübsch und wird von den meisten Reisenden nur als Sprungbrett nach El Castillo oder San Juan del Norte genutzt-so auch von uns. Wir wollen uns ein Ticket für das Schnellboot nach El Castillo kaufen und stellen uns in der Schlange an. Aber leider ist dieses Boot schon voll und wir müssen auf das nächste warten. Lustigerweise treffen wir hier Sara und Jeanine, zwei total nette Schweizerinnen wieder, die wir in einem Hostel in Leon kennengelernt haben. Auch die beiden wollen nach El Castillo. Da man die Tickets für das nächste Boot erst eine Stunde später kaufen kann, gehen wir erst einmal einen Kaffee trinken. Als wir zurückkommen, haben die beiden uns schon ein Ticket mitgekauft-wie nett. Zusammen fahren wir um 10.15h mit dem Boot in anderthalb Stunden über den Rio San Juan, den Grenzfluss zwischen Nicaragua und Costa Rica, auch Fluss der Hoffnung genannt. In  El Castillo angekommen checken wir im Casa de Huesped Chinandegando, einem kleinen Hostel mit Blick auf den Fluss, ein. Nach einem leckeren Mittagessen erholen wir uns von der anstrengenden und langen Reise und schlafen drei Stunden. Abends um 20.00h machen wir gemeinsam mit Sara und Jeanine eine Kaimantour  mit dem ortskundigen Guide Juan. Er zieht plötzlich einen 2 m langen Kaiman in das Boot. Zwar sind wir alle etwas geschockt, aber das Erlebnis ist einfach gigantisch. Wir dürfen den Kaiman anfassen und stellen fest, dass die Haut ganz trocken ist. Nach einigen Fotos wird er wieder in den Fluss entlassen und wir fahren weiter. Als nächstes holt Juan eine „Jesus-Christus-Eidechse“ (Basiliscus plumifrons) ins Boot. Sie heißt so, weil sie über das Wasser laufen kann. Auch einen grünen Leguan fischt er mit flinken Händen aus dem Gebüsch. Zu guter Letzt fischt er einen Baby Kaiman aus der Ufervegetation. Alex darf ihn für ein Foto in den Händen halten. Auf dem Rückweg steigt er aus und sucht im angrenzenden Regenwald nach Fröschen. Er findet einen wunderschönen, grün blau gezeichneten Frosch, den Rotaugenlaubfrosch (Agalychnis callidryas) und eine dicke Aga-Kröte (Bufo marinus). Die männlichen Kröten machen ein unheimlich lautes Geräusch, das weit über den Fluss zu hören ist, um die Weibchen anzulocken. Die Kröte, die am lautesten ruft, bekommt das attraktivste Weibchen. Zum Schluss  entdecken wir Fledermäuse, die am Baumstamm hängen. Begeistert von dieser Tour kehren wir wieder zu unserem Hostel zurück.

 

 

Rotaugenlaubfrösche sind nachtaktiv und verbringen den Tag weit oben in den Bäumen, wo sie sich auf der Unterseite großer Blätter verstecken und zum Schlafen anheften. Mit der Abenddämmerung werden sie aktiv, steigen herab und gehen auf die Jagd nach kleinen Wirbellosen oder widmen sich innerhalb der Regenzeit (Mai bis November) der Balz und Fortpflanzung. Dazu äußern die Männchen in der Nähe von Stillgewässern Paarungsrufe (ein scharfes, mehrfach wiederholtes „Chack“ oder „Chack-Chack“), von denen die Weibchen angelockt werden. Darüber hinaus bringen sie wie ein Lachen oder Trällern klingende Revierrufe zur Abschreckung von Rivalen hervor. Zur Kommunikation mit anderen Männchen gehören nach einer neuen Untersuchung außerdem offenbar Körpervibrationen, mit denen Pflanzen in Schwingungen versetzt werden. Diese sogenannten Tremulationen werden als ein aggressives Signal gedeutet, mit dem konkurrierende Männchen aus dem Bereich des eigenen Balzplatzes vertrieben werden sollen (Quelle: Wikipedia)

Aga Kröte (Bufo marinus): Weibchen können in freier Wildbahn eine Größe von maximal 22,5 Zentimetern erreichen und über ein Kilogramm wiegen; Männchen bleiben kleiner. Das Guinness-Buch der Rekorde nennt aber auch Exemplare, die wesentlich größer wurden. „Prinsen“, ein Individuum, das in Schweden als Haustier gehalten wurde, wies eine Körperlänge von 38 Zentimetern und ein Gewicht von 2,65 Kilogramm auf.Ein in einem Museum in Queensland konserviertes Exemplar war 24,1 Zentimeter lang und wog 1,36 Kilogramm. Aga-Kröten können in freier Wildbahn ein Alter zwischen 10 und 15 Jahren erreichen. In Gefangenschaft gehaltene Tiere werden bis zu 20 Jahre alt.

Während des Tages halten sich Aga-Kröten unter Steinen, Laub oder Baumstümpfen verborgen oder graben sich in lockerem Boden ein. Erst nachts gehen sie auf Beutefang. Das Nahrungsspektrum der Aga-Kröte ist sehr breit. Zu einem großen Teil besteht es aus lebenden Tieren, die die Kröte überwältigen und im Ganzen verschlingen kann; meist handelt es sich um Insekten, Spinnen, Würmer und Schnecken. Bekannt ist die Aga-Kröte beispielsweise dafür, dass sie vor Bienenstöcken hockt und die mit Nektar- und Pollen beladenen Bienen am Einflugloch abfängt. Imker haben bis zu 300 Bienen in einer Aga-Kröte gefunden [6]. Die Aga-Kröte frisst auch andere Amphibien und kleine Säuger wie etwa junge Mäuse. Kannibalismus ist häufig zu beobachten.

Die meisten Froschlurche identifizieren ihre Beute durch deren Bewegung. Die Aga-Kröte kann Nahrung aber auch riechen. Aus diesem Grund ist das Nahrungsspektrum der Aga-Kröte nicht nur auf lebende Tiere begrenzt. Sie frisst Aas und findet Nahrung in Haushaltsabfällen. Regelmäßig findet sie sich an im Freien stehenden Futternäpfen für Haustiere ein. Das breite Nahrungsspektrum gilt als einer der Faktoren, die den Ausbreitungserfolg der Aga-Kröte begünstigen.(…)

Von manchen Drogenkonsumenten werden die giftigen Hautdrüsensekrete der Bufo marinus zur Stimulation genutzt. Dabei wird das „gemolkene“ Sekret getrocknet und anschließend über eine Pfeife inhaliert. Abgesehen von den tierquälerischen Praktiken, die bei der Gewinnung des Drüsensekretes vollzogen werden, setzen sich die Konsumenten großen gesundheitlichen Gefahren aus. Das Sekret enthält neben den Halluzinogenen DMT und 5-MeO-DMT auch zahlreiche Giftstoffe. Durch den Konsum kommt es zu einer erhöhten Herzfrequenz durch die Katecholamine, während die Bufotoxine wiederum die Herzfrequenz senken. Dies kann unter anderem zu Herzrhythmusstörungen, Bluthochdruck und epilepsieartigen Verkrampfungen führen. Es wird berichtet, dass Drogenkonsumenten die Kröten lecken, um so Bufotenin aufzunehmen. Bufotenin löst milde Halluzinationen aus, die ca. eine Stunde andauern sollen…Das Sekret der Aga-Kröte enthält Bufotenin jedoch nur in sehr geringen Mengen, während andere Toxine in großen Mengen vertreten sind. Das Ablecken von Aga-Kröten kann daher ernsthafte Erkrankungen und sogar den Tod zur Folge haben…(Quelle: Wikipedia)

 

27.02.2013 El Castillo- Dschungeltour in die Reserva Biologica Indio-Maiz- Besichtigung der spanischen Festung El Castillo

Unser Wecker klingelt um 5.30h. Wir ziehen uns lange Hosen, langärmelige Oberbekleidung und Gummistiefel an, besprühen uns mit Moskito-Repellent und gehen zusammen mit Sara und Jeanine zum Pier. Hier wartet Juan, unser Guide von gestern schon auf uns. Wir besteigen das Boot und fahren zunächst 40 Minuten auf dem Rio San Juan. Am Militärkontrollpunkt, kurz vor dem Naturreservat, registrieren wir uns.

Hier findet Juan bereits zwei Frösche: den grünen Goldbaumsteiger (Dendrobates auratus) und das rote  Erdbeerfröschchen (Dendrobates pumilio)

Der  attraktiv gefärbte Goldbaumsteiger, auch Pfeilgiftfrosch genannt, sondert Gifte über seine  Haut ab. Durch das Fressen von giftigen Ameisen verwandelt er die Gifte der Insekten in ein giftiges Sekret, das dann durch die Haut abgesondert wird. Der Frosch zeichnet sich wie viele seiner Verwandten durch eine sehr lebhafte Körperfärbung aus, die die Funktion einer Warntracht haben. Das Farbenreichtum geht von schwarz/grün, wobei es viele verschiedene Grüntöne und Abweichungen im Grün/Schwarzanteil gibt. (Quelle: Wikipedia)

Das Erdbeerfröschchen (Dendrobates pumilio) ist eine Art aus der Familie der Baumsteigerfrösche (Dendrobatidae). Es erreicht eine Körpergröße von lediglich zwei Zentimetern. Erdbeerfröschchen quaken nicht, vielmehr erinnert der Ruf des Männchens an das Summen einer Biene, nur ist er viel lauter. Wie viele andere Vertreter der Familie der Baumsteigerfrösche sondert auch das Erdbeerfröschchen giftige Substanzen über die Hautoberfläche ab. (Quelle: Wikipedia)

Zu Beginn unserer Dschungeltour bekommen wir alle einen langen Stock. Juan erklärt uns, dass wir ihn dafür brauchen um uns abzustützen. Der Boden ist schlammig und der Aufstieg ist steil. Wenn man ins Straucheln gerät, darf man sich nicht an Bäumen festhalten, da man aus Versehen in giftige Insekten greifen könnte.

Wir entdecken viele Brüllaffen, die von Ast zu Ast schwingen und frische Tapir- und Jaguarspuren. Juan erzählt uns, dass er bis jetzt erst drei Jaguare gesehen hat.

Er ist auf der Suche nach Schlangen und hebt mit seinem Stock die großen Blätter hoch, unter denen sie sich verstecken, aber er findet keine. Dafür erzählt er uns, dass er schon einmal von einer giftigen Schlange gebissen wurde ( Die Mehrheit, der hier vorkommenden Schlangen sind giftig.) Sie hat durch seine Gummistiefel gebissen. Zum Glück nur mit einem ihrer zwei Zähne. Das hat ihn gerettet, denn wenn sie geschafft hätte, ihn mit beiden Zähnen zu beißen, hätte er nur noch 30 Minuten Zeit gehabt, um sein Leben mit einem Gegengift zu retten. Das nächste Krankenhaus ist aber anderthalb Stunden entfernt. Er zeigt uns seine Narbe, die er davon hat. 

Im Dschungel gibt es  jede Menge „Naturmedizin“, die die Indianer verwenden. So dürfen wir das Blatt einer Pflanze zerkauen, die ein natürliches Anästetikum ist. Wir spüren, dass unsere Zunge in wenigen Sekunden betäubt ist. Auch die Milch aus der Baumrinde eines bestimmten Baumes probieren wir. Sie schmeckt eigentlich nach gar nichts, soll aber auf der Stelle den Durchfall stoppen. (Alex: „Das hätte ich mal vorher wissen sollen, dann hätte ich mir sicher meine Antibiotika sparen können“).

Am Schluss unserer fünfstündigen Dschungeltour springen wir alle  in den Rio San Juan, um uns abzukühlen. (Die Kaimane halten gerade Siesta). Danach fahren wir mit dem Boot zurück und entdecken am Ufer zahlreiche Schildkröten, die sich auf Baumstämmen sonnen sowie viele Reiher. Ein Kaiman taucht schnell ab, als wir mit dem Boot vorbeisausen.

Was für eine Tour!! Wir bedanken uns herzlich bei Juan und gehen zusammen mit Jeanine und Sara Mittagessen. Danach besichtigen wir die Festung „El Castillo“.

Das ist eine Schutzbastion der Spanier, errichtet im 17. Jahrhundert, um die wiederkehrenden Piratenangriffe auf Granada abzuwehren. Mit einer Breite von 27 Metern und einer Länge von fast 60 Metern und vier Meter dicken Mauern, zählte das Kastell zu den größten Festungsanlagen in ganz Mittelamerika. Vor allem englische Piraten griffen dieses Kastell häufig an. Mitte der 90er Jahre wurde die Festungsruine mit spanischen Mitteln restauriert. Auf der Festung haben wir eine wunderschöne Sicht über den RIO SAN JUAN.

Abends packen wir unsere Rucksäcke und schlafen früh ein.

Nicaragua-Costa Rica

28.02.2013 Reisetag: El Castillo-San Carlos (Nicaragua) - Los Chiles - San Carlos (Costa Rica)- La Fortuna (Costa Rica) und unser 5. Hochzeitstag

Transportmittel: Schnellboot, Boot, Bus, Bus

Wir nehmen das Schnellboot um 9.30h und sind um 11h in San Carlos (Nicaragua). Jeanine und Sara reisen auch mit uns. Es ist noch Zeit, um einen Kaffee am Pier zu trinken, denn das Boot zum Grenzort Los Chiles fährt erst um 13.30h. Kurz vorher erhalten wir unseren Ausreiestempel aus Nicaragua und bezahlen p.P.2 $ Ausreisegebühr. Die Bootsfahrt nach Costa Rica dauert nur eine Stunde. Wir steigen aus, bekommen den Einreisestempel für Costa Rica und bezahlen die Einreisegebühr von ebenso 2 $. Das ist der entspannteste und schnellste Grenzübergang, den wir je hatten. Mit dem Bus fahren wir von hier aus nach San Carlos in Costa Rica. (Ja, es gibt eine Stadt mit diesem Namen in beiden Ländern). Die Fahrt dauert ca. 2,5h. Eigentlich wollen wir weiter Richtung Karibikküste , aber da die Fahrt zur nächstgrößeren Stadt nochmals drei Stunden dauern würde, entscheiden wir uns kurzfristig, mit den Mädels nach La Fortuna zu  reisen, da es nur noch eine Stunde dauert und wir den Abend wenigstens noch Zeit haben, um unseren 5. Hochzeitstag zu feiern. Um 19.30h checken wir zur Feier des Tages mal in einem Hotel ein, im Hotel Sierra Arenal, das für uns zusammen 50 $ mit Frühstück kostet. Das Zimmer ist groß, wir haben einen Kühlschank, einen Fernseher, heißes Wasser, Wifi und Aircondition sowie eine große Dachterrasse mit Blick auf den Arenal, den aktivsten Vulkan Costa Ricas und einen der aktivsten Vulkane der Welt. Zusammen mit Jeanine und Sara feiern wir unser Jubiläum in einer Pizzeria und schlafen erst um 1.30h ein.

01.03.2013: La Fortuna (Costa Rica) – Hotel Sierra Arenal

Heute regnet es, aber das stört uns gar nicht, denn wir wollen  einfach mal entspannt in den Tag hineinleben. Lesend und schreibend verbringen wir ihn auf unserer Dachterrasse. Abends kochen wir zusammen mit den Mädels in der Gemeinschaftsküche des Hotels.

02.03.13: La Fortuna (Costa Rica) – Hotel Sierra Arenal

Der heutige Tag gestaltet sich für uns gemütlich. Für viele andere nicht, denn es findet ein Radrennen um den See statt. Wir bummeln ein bisschen durch die Gegend und finden sogar einen Bratwurststand- eine Art Choriza- gegrillt. Wie lecker!!! Da freuen wir uns doch schon wieder auf die Grillsaison….Auf dem Weg buchen wir unsere Tour nach Tortuguero  für übermorgen. Abends lernen wir die  Franzosen Julia und Adrian kennen-lustig! Plötzlich kommt die Dame aus dem Office vorbei und erzählt uns, dass wir doch schon den Shuttle morgen nach Tortugero nehmen können, da zwei Personen abgesagt haben. Wir nehmen dankend an!!!

 

03.03.13: Reisetag La Fortuna – Tortuguero (Private shuttle und Schnellboot)

Morgens um 7:00 Uhr werden wir an unserem Hotel abgeholt und Jose fährt uns in 3 Stunden nach Pavones, dorthin wo  uns das Boot nach Tortugero bringen soll.  Tortuguero ist dafür bekannt, dass die Schildkröten ab März an diesen Strand kommen um ihre Eier zu legen. Das wollen wir so gerne miterleben. Außerdem kann man hier sogar eine Schildkröte adoptieren. Man bezahlt 35 $ und kann die Schildkröte mitverfolgen, da sie mit einem Sender ausgestattet wird.  Das wäre toll und es steht auf unserem Plan.

Als wir in Pavones ankommen, ist hier fast nichts los und wir erwarten, dass wir flux in das Boot nach Tortugero steigen können-aber so kommt es nicht: Stattdessen müssen wir  hier noch zwei Stunden warten und beobachten, wie ein Touribus nach dem anderen hier anrauscht  und pro Bus bestimmt 80 Touris ausspuckt. Da sie eine Pauschalreise gebucht haben, setzen sie-obwohl sie später als wir hier waren-schon vor uns nach Tortuguero über. So ein Massenaufkommen haben wir hier nicht erwartet, denn wir haben von Freunden gehört, wie schön es hier doch sein soll. (Aber das liegt schon 10 Jahre zurück).

Wir fragen uns, ob sich die Schildkröten  bei so vielen Menschen noch trauen an den Strand zu kommen und eigentlich würden wir am liebsten umdrehen-machen wir aber nicht.  Schließlich sitzen wir im Boot und schippern bei Regenwetter über den Rio Tortuguero.

Als wir hier ankommen suchen wir uns ein Hostel und finden auch ein schnuckeliges für wenig Geld: La Princessa del mar für 20$, Doppelzimmer mit eigenem Bad und Dachterrasse mit Blick auf das Meer. Das karibische Meer zeigt sich aber leider von seiner übelsten Seite: Es ist nicht türkis oder blau, sondern modderig und wild, weil die Flussläufe viel Sediment in das Meer getragen haben.Es sieht aus wie an der Nordsee und heute ist es auch noch so kalt, dass wir in dicken Fleecejacken herumlaufen müssen. Zudem erfahren wir, dass es auch den Schildkröten zu kalt ist und man sie erst ab April erwartet. Wie schade!!!! Wird nix mit einer Adoption!!!

Da sich das Wetter auch in den nächsten Tagen nicht ändern soll, beschließen wir, morgen wieder abzureisen. Abends gehen wir in die Reggae-Bar und lernen „El Raton“  von Tortuguero kennen, der uns nützliche Tipps für unsere Weiterreise gibt.

 

04.03.13: Reisetag Tortuguero – Moin (3h Kanalfahrt) – Cahuita -La piscina natural

Um 10:00 geht die Kanalfahrt von Tortuguero nach Moin mit noch 12 anderen Passagieren in einem Kleinboot  los. Wir erhalten leider die schlechtesten Plätze und müssen ganz vorne sitzen-bei gutem Wetter wäre es o.k., doch leider regnet es und wir bekommen den Regen frontal ab. Also-mal wieder die Regenjacken an und Regenponcho um die Beine gewickelt….Am Ende der Kanalfahrt hört es auf zu regnen und wir werden doch noch belohnt, denn wir sehen vier große Krokodile, die sich am Ufer „sonnen“. In Moin kommen wir um 13:00Uhr an. Dort steht auch schon ein Collectivo nach Cahuita bereit. 10 $ p.P. kostet die einstündige Fahrt dorthin. Wir wählen das Hostel „La piscina naturale“ (our pick aus dem Lonely Planet) aus und bekommen auch ein Zimmer. Das kostet jetzt allerdings nicht mehr 35 $ (wie noch vor zwei Jahren), sondern 45 $ und wir finden eigentlich nicht, dass es dem Preis-Leistungs-Verhältnis entspricht. Zudem liegt es ziemlich weit außerhalb vom Ortskern, sodass wir einen langen Weg haben. Am Tag ist es gar nicht schlimm, denn wir bewegen uns ja gerne. Doch sobald es dunkel ist, geht man hier nicht gerade gerne lang. So haben wir auch gleich abends unser bisher schlimmstes Erlebnis: Als wir uns nach dem Abendessen im netten Reggae-Restaurant (ja, die gibt es hier überall) Fahrräder leihen wollen und einen kleinen dunklen Weg zum Fahrradverleiher hochgehen, kommen plötzlich-wie aus dem Nichts-fünf wilde Straßenköter fletschend und bellend auf uns zu und attackieren uns: Ein Hund springt an Alex hoch und schnappt nach ihrem Kopf, zum Glück reißt er ihr nur ein Büschel Haare heraus. Ein anderer Hund schnappt nach Olli und erwischt zum Glück nur seine Hose, die jetzt ein Loch hat.  Wir stehen beide total unter Schock und schreien die Hunde an. Olli verprügelt den Hund, der als nächstes versucht an ihm hochzuspringen, mit einer Wasserflasche  und wir ziehen uns geordnet und langsam zurück. Als wir die „Hauptstraße“ erreichen sind die Hunde weg und uns fällt ein Stein vom Herzen: Das hätte echt übel ausgehen können….

05.03.13: Cahuita- La piscina natural

Wir wollen eine Unterkunft im Ortkern haben. Deshalb gehen wir heute auf die Suche und finden ein kleines Hostel: Cabinas Palmer für 20$.  Dort können wir morgen einziehen. Anschließend frühstücken wir in der Cocos Bar und bummeln durch den Ort. Den Abend verbringen nach den leckeren Camarones im Reggae-Restaurant  im piscina natural.

06.03.13 Cahuita - Umzug Cabinas Palmer- Besuch des Cahuita-Nationalparks

Nachdem wir in das neue Hostel umgezogen sind machen wir uns sofort auf den Weg und gehen durch den Cahuita-Nationalpark. Das ist der einzige Nationalpark in Costa Rica, bei dem man keinen Eintritt bezahlen muss, sondern selber entscheiden kann, wieviel man spendet.

Ein einfacher Weg führt am Ufer des Strandes entlang. Leider ist der Strand durch viele umgekippte Bäume nicht so schön wie erwartet. Aber wir entdecken einige Brüllaffen, Eichhörnchen und Agoutis. Eigentlich sind wir auf der Suche nach Faultieren, aber die haben sich heute wohl gut versteckt.

Den Abend verbringen wir bei guter Live-Musik im „Robertos“.

 

07.03.13 kurzer Reisetag: Cahuita – Manzanillo

Wir checken aus unserem Hostel aus und gehen zur Bushaltestelle. Eigentlich wollen wir nach Punta Uva, ein kleines Örtchen, das zwischen Cahuita und Mananillo liegt und sagen es auch dem Busfahrer. Doch der vergisst uns Bescheid zu sagen und wir landen aus Versehen in Manzanillo. Nun gut, denken wir uns, dann bleiben wir eben hier. Schnell finden wir ein Hostel: Das Mar y Sol, direkt gegenüber vom Strand.  Zwar ist das Zimmer groß und nett, könnte aber mal eine Renovierung gebrauchen und die Sauberkeit lässt auch zu wünschen übrig. Kosten: 30$.

Hier gibt es schöne Schnorchelspots, aber da das Wetter in den letzten Tagen so miserabel war, ist die Sicht schlecht und wir können das Schnorcheln vergessen. Nachmittags liegen wir kurz am Strand und abends kochen wir mal wieder selber.

08.03.2013 kurzer Reisetag: Manzanillo-Puerto Vjejo de Talamanca

Da sich die Schildkröten auch in Manzanillo noch nicht blicken lassen haben und der Ort bei schlechtem Wetter nicht viel hergibt, beschließen wir, heute wieder abzureisen und steigen in den Bus nach Puerto Vjejo. Die Fahrt dauert nur 30 Minuten. Wir checken im Hostel „Monte Sol“ ein. Dieses Hostel wird von Peter, einem Deutschen, betrieben, der schon seit 20 Jahren hier lebt und das Hostel selber gebaut hat. Es gefällt uns hier sehr gut. Das Zimmer  mit eigenem Bad kostet 35 $ und ist gemütlich eingerichtet.

Später besuchen wir die Tauchschule „Reefrunners“, da wir gerne die Tour mit Delfinen buchen wollen, doch leider sind alle Tauchgänge wegen des schlechten Wetters und der schlechten Sicht für die nächsten Tage abgesagt worden-wie schade!!! Uns wird empfohlen, nach Bocas del Toro zu fahren, da die Sicht und das Tauchen hier derzeit besser ist. Also buchen wir für den 10.3. einen Shuttle nach Bocas del Toro in Panama. Danach bummeln wir durch den Ortskern, der uns gut gefällt und gehen abends im „Flip-Flop“ essen.

09.03.2013 Puerto Vjejo de Talamanca- Fahrradtour nach Punta Uva

Heute leihen wir uns Fahrräder und fahren damit in das 8km entfernte Punta Uva. Der Strand ist sehr schön, aber die Wellen toben und machen das Schnorcheln unmöglich.  Da aber seit mehreren Tagen mal wieder die Sonne scheint, arbeiten wir ein wenig an unserem Teint und relaxen lesend am Strand.  Spontan überlegen wir uns, doch noch einen Tag länger hierzubleiben und verschieben unsere Fahrt nach Panama um einen Tag. Weil das Essen im „Flip-Flop“ so lecker war, gehen wir heute noch einmal hin.

10.03.2013 Puerto Viejo de Talamanca- Besuch des botanischen Gartens bei Peter Pepper

 Wir leihen uns abermals Fahrräder und fahren zur Auffangstation für verwaiste und kranke Jaguare. Hier wollen wir an einer Führung teilnehmen, die eigentlich um 11:30 Uhr stattfinden sollte, wie uns gestern noch  gesagt wurde. Leider fällt die Führung aber aus, weil heute Sonntag ist. (Wie ärgerlich!)Also fahren wir stattdessen in den Botanischen Garten.  Dieser Garten ist eine alte Bananen-und Kakaoplantage, die vor 30 Jahren umgewandelt wurde. Hier wachsen exotische Bäume und Sträucher sowie natürliche medizinische Pflanzen und Pfeffer, die Peter Pepper, der Eigentümer, in allerlei subtropischen Ländern gesammelt und dann in Costa Rica angepflanzt hat. Er gibt uns einige Früchte der Pflanzen zum Probieren. Durch den Regen sind die Wege sehr morastig und wir kämpfen uns in Flip-Flops durch sein Gelände. Erdbeerfröschchen und grüne Goldbaumsteiger kreuzen unseren Weg. Große Spinnen hängen im Netz der Büsche und vertilgen ihre Beute.

Nach zwei Stunden fahren wir weiter an den Playa Negra, geben anschließend die Fahrräder ab und gehen abends in einem Restaurant essen, im ehemaligen „El loco natural“, groß angepriesen im Loose-Reiseführer und lassen uns das Jerk chicken munden.

Panama - Karibik

11.03.2013 Reisetag  - Puerto Viejo (Costa Rica) – Bocas del Toro, Isla Colon, Karibik (Panama)

Der Shuttle Service holt uns um 8 Uhr  ab und wir fahren nach Sixaola, zum Grenzübergang nach Panama. Hier steigen wir mit unseren Rucksäcken aus und bekommen den Ausreisestempel aus Costa Rica. Danach müssen wir über die Grenzbrücke gehen, die sehr renovierungsbedürftig ist. In Panama angekommen, erhalten wir den Einreisestempel von Panama, zahlen 3 $ Einreisegebühr und steigen in das nächste Shuttle Taxi, das uns mit 10 weiteren Personen bis nach Almirante fährt. Weiter geht es  mit dem Schnellboot, das uns nach Bocas del Toro, auf die Isla Colon bringt. Olli geht es gar nicht gut.  Er hat starke Magenbeschwerden und muss am Rande des Bootes sitzen, damit er im schlimmsten Fall die Fische füttern kann. Doch so weit kommt es nicht: Er hält sich wacker.  Als wir in Bocas ankommen, bleibt Olli am Pier und Alex macht sich auf die Suche nach einer Unterkunft. Zum Glück wird sie schnell fündig, holt Olli ab und wir checken im Hostal Hansi ein. Olli geht es immer schlechter, es kommen auch noch Beinschmerzen und erhöhte Temperatur  hinzu und wir konsultieren mal wieder den Internet_Doktor von Aquamed. Der legt uns nah, dass wir einen Arzt vor Ort aufsuchen sollen, wenn bis morgen keine Besserung auftritt, da die Beinschmerzen eventuell auch ein Anzeichen für Dengue Fieber sein könnten und dafür gibt es einen Schnelltest. Wir behandeln erst einmal mit Paracetamol, warten die Nacht ab und hoffen, dass alles gut wird.

12.03.2013 Panama, Bocas del Toro, Isla Colon - Hostal Hansi

Zum Glück geht es Olli heute wieder besser. Die Beinschmerzen sind weg und auch der Magen macht keine dollen Zicken mehr-was für eine Erleichterung!! Wir müssen also nicht zum Arzt und bummeln ein bisschen durch die Stadt. Es gibt hier 4 Tauchschulen, die wir uns alle ansehen, da wir gerne tauchen gehen wollen. Es soll hier schöne  Spots geben, um Seepferdchen zu entdecken, was Alex sehr freut.  Abends kochen wir in der Gemeinschaftsküche und lernen ein deutsches Pärchen und drei weitere Mädels aus Deutschland kennen.

13.03.2013 Panama, Bocas del Toro, Isla Colon- Fahrradtour zum "El Bluff" Beach

Wir frühstücken gemütlich in unserem Hostel und leihen uns danach mal wieder Fahrräder aus, mit denen wir zum "El Bluff" Beach radeln. Das dauert ca.40 Minuten. Der Strand ist schön und es sind nicht viele Leute hier. Die Sonne versteckt sich hinter den Wolken und blinzelt nur ab und zu ein bisschen hindurch. Aber es regnet nicht und es ist warm-wir haben ca. 29 Grad und so lässt es sich trotz Bewölkung gut aushalten. Um 17.15h treten wir den Rückweg an. Als wir zurück in der Stadt sind fängt es an kräftig zu regnen.- Glück gehabt! Abends gehen wir im "Barracudas" essen.

14.03.2013 Bocas del Toro, Isla Colon Hostal Hansi

Heute regnet es fast ununterbrochen. Deswegen verbringen wir viel Zeit im Internet und gehen ein bisschen shoppen.  Später zaubern wir uns einen hervorragenden  Gemüse- Eintopf in der tollen Küche unseres Hostels. Die Eigentümerin  ist Heike, eine Deutsche aus Thüringen, die seit  18 Jahren hier in Bocas del Toro lebt und das Hostel selbst gebaut hat. Es ist mit eines der besten, die wir während unserer Reise hatten für 30 $. Alles ist sauber, alle Zimmer haben einen Ventilator und die meisten auch einen Balkon und sogar einen Fernseher. Sehr zu empfehlen!  Es ist nach dem Kater Hansi benannt, der hier stets präsent ist. (neben ihm  auch noch gaaanz viele andere Katzen)

Abends bekommt Olli höllische Zahnschmerzen und er hat Angst, dass eventuell die Wurzel entzündet ist. Die Nelken helfen nicht, deswegen behandeln wir mit Schüssler Salzen von Lisa (vielen Dank, liebe Lisa) und Iboprofen.  Zum Ablenken spielen wir Scrabble.

15.03.2013- Bocas del Toro, Isla Colon- Zahnarztsuche

Hier in Bocas gibt es zwei Zahnärzte, die-wie uns Heike erzählt-gut sein sollen. Viele Amis kommen extra hierher, um sich neue Kronen machen zu lassen, da es viel billiger als in den Staaten ist. Auch das Zähne bleichen kostet hier wohl nur 300 $. Aber wie sieht es mit einer eventuellen Wurzelbehandlung aus? Olli bleibt keine andere Wahl- Wir gehen zum Zahnarzt, Dr. Wong. Doch hier treffen wir leider nur die Sprechstundenhilfe an, die uns erzählt, dass der Doc erst nächste Woche wieder auf der Insel ist. Der andere Zahnarzt, Dr. Allessandro, arbeitet nur samstags, also morgen. Daraufhin suchen wir eine Apotheke auf und kaufen eine schmerzlindernde Zahncreme sowie Zahnschmerztabletten. Zum Glück zeigt die Zahncreme nach mehreren Anwendungen schon eine Wirkung, sodass Olli die Schmerztabletten nicht nehmen muss. Wir hoffen das Beste.  Nachmittags reißt der Himmel auf und die Sonne scheint. Deshalb gehen wir für einen kleinen Snack ins Hostel Casa Verde, direkt am Wasser und genießen die tolle Aussicht.Danach spazieren wir ein bisschen durch den Ort. Nach einem Margarita in der Sushi Bar gehen wir lecker essen. (Red Snapper in Kokosmilch und Meeresfischteller)

16.03.2013- Bocas del Toro,  Zahnarztbesuch –Wassertaxi nach Isla Bastimentos-Red Frog Beach

Nach dem Frühstück gehen wir zu Doc Alessandro, dem Zahnarzt, der samstags arbeitet, gegenüber von unserem Hostel. Als wir hier ankommen, steht die Tür zu seinem Behandlungsraum sperrangelweit auf und er ist gerade dabei, einem Patienten einen Zahn zu ziehen. Der Fernseher ist an und der Zahnarzt, ein lustiger und freundlicher Gesell,  verfolgt währenddessen ein Fußballspiel. Alex guckt interessiert zu, doch Olli ist verständlicherweise nicht so ganz wohl dabei zumute. Als der Patient fröhlich mit seinem frisch gezogenen Zahn nachhause geht, darf Olli es sich auf dem Behandlungsstuhl gemütlich machen. Der Zahnarzt spricht Englisch, so ist es doch etwas einfacher, ihm die Sachlage zu erklären als auf Spanisch.  Um festzustellen, ob sich der Zahn, bzw. die Wurzel entzündet hat, macht er zunächst ein Röntgenbild. Das Röntgengerät steht mitten in der Praxis und eine Bleiweste gibt es auch nicht-ist eben anders hier als bei uns….Auf dem Bild ist glücklicherweise keine Entzündung zu erkennen.  Deshalb wird der Zahn nur abgeschliffen und schon sind der Druck und der Schmerz weg. Für diese 20 Minuten berechnet er 20 $. Dazu kann man nichts sagen. Wir verabschieden und bedanken uns bei ihm und fahren anschließend mit dem Wassertaxi nach Isla Bastimentos. Hier angekommen wandern wir in 15 Minuten zum Red Frog Beach und verbringen einen schönen Nachmittag an diesem herrlichen Strand. Um 17.30 Uhr fahren wir mit dem Wassertaxi zurück. Leider verliert Alex beim Einsteigen aus Versehen ihre gute Sonnenbrille mit Sehstärke. Sehr ärgerlich! Den Abend verbringen wir lesend auf unserem Balkon.

17.03.2013 Bocas del Toro, Ausflug nach Bocas del Drago, Playa Estrella

Zuerst besuchen wir die Tauchschule „The Dutch Pirate“ und buchen für morgen zwei Tauchgänge. Danach  fahren wir mit dem Bus auf die andere Seite der Insel, nach Bocas del Drago,  an den Playa Estrella, den Seesternstrand. Wir genießen den Tag bei viel Sonnenschein und leckeren Kokosnüssen. Haufenweise Seesterne (Patricks)  können wir  im flachen Wasser  bewundern und  fotografieren.  Mit dem letzten Bus, um 18:30h, geht es zurück nach Bocas in unser Hostel.  Hier erfahren wir, dass das Duschen heute ausfallen muss, da die Regierung kurzfristig das Wasser abgestellt hat. Wir hoffen, dass es morgen wieder funktioniert…..

18.03.2013: Bocas del Toro, Tauchtag, zwei Tauchgänge mit der Tauchschule „The dutch pirate“

Jawoll, es gibt wieder Wasser und dem Duschen steht nichts mehr im Wege.

Heute machen wir zwei Tauchgänge. Kosten: 60 $ p.P.

  1. Tauchplatz:  Ferry wreck,
  2. Tauchplatz: Punto manglar

Tauchtiefe: 12 m, 11 m

Tauchzeit: je 60 min

Wassertemperatur:27 Grad

Lufttemperatur: 29 Grad

Juchhuu! Beim ersten Tauchgang entdecken wir zwei Seepferdchen ( gelb und lila), die sich an einer Koralle festhalten. Ebenso tauchen wir über das Wrack, eine alte Fähre, das hier schon seit 20 Jahren liegt und viel Korallenbewuchs zeigt. Ein Krötenfisch ist hier zuhause und blinzelt uns aus einer dunklen Ecke an. Beim zweiten Tauchgang gibt es einige Schwämme zu sehen und viele Korallen sowie Schlangenseesterne und einen Stachelrochen.

Unsere Tauchgruppe besteht nur aus vier Leuten, inkl. Selina, der Tauchlehrerin. Die Tauchgänge gefallen uns gut, aber  sie sind kein Vergleich zu unseren Taucherlebnissen  auf Roatan in Honduras. Während die Sichtweite auf Roatan bei ca. 20 -25m lag, liegt sie hier nur bei 10 m (und das soll keine Ausnahme sein).

Das Tauchboot gibt nach dem  1. Tauchgang den Geist auf: Die Anlasserschnur reißt ab und wir werden von einem anderen Boot zum 2. Tauchplatz geschleppt. Nach dem zweiten Tauchgang holt der Chef der Tauchschule uns mit seinem Boot ab, das andere im Schlepptau.

Wir buchen zwei weitere Tauchgänge für übermorgen und kaufen anschließend ein. Abends brutzeln wir mal wieder in der Hostelküche und lernen Antje und H.-P. aus Essen kennen, die schon seit fast 4 Jahren auf Weltreise sind. Selbstverständlich haben wir sehr interessante Reisegeschichten auszutauschen.

19.03.2013 Bocas del Toro, Ausflug  nach Bocas del Drago zum Playa Estrella

Um 12 Uhr steigen wir in den Bus nach Bocas del Drago. Normalerweise dauert die Fahrt 30 Minuten, da aber wieder an jeder Palme angehalten wird, um Leute ein- und aussteigen zu lassen, sind wir erst nach einer Stunde da. Dieses Mal gehen wir zu Fuß am Strand entlang und erfrischen uns mit einer leckeren Kokosnuss während wir auf das Meer schauen-und siehe da: ein Delfin taucht auf und ab und wir können eine Weile beobachten, wie er seine Bahnen zieht-wie schön. Bei herrlichem Wetter verbringen wir den Nachmittag mit Schwimmen und Lesen am Strand. Mit dem Bus um 17h fahren wir wieder zurück. Abends kümmern wir uns bei einem leckeren selbstgekochtem Curry um den weiteren Verlauf unserer Reise.

20.03.2013 Bocas del Toro, Tauchtag und gemütlicher Abend in unserem Hostel

Heute stehen mal wieder zwei Tauchgänge auf dem Programm:

Tauchplätze: Donkey Dong und Grandmas Garden

Tauchtiefe: 14 m , 13 m

Tauchzeit: 60 und 62 Minuten

Wassertemperatur: 26 Grad

Lufttemperatur: 31 Grad

Wir sehen neben schönen Korallengärten sieben Tintenfische, einige Lobster, Seegurken, Papageienfische, Kofferfische, einen Stachelrochen, viele Schwämme, einen Krötenfisch, zwei große Tüpfel- Ritterfische  und noch so einiges mehr. Schön ist, dass wir wieder nur mit einer kleinen Gruppe tauchen gehen und dieses Mal mit dem großen Boot rausfahren.

Abends gehen wir im „Maracujas“ essen. Es gibt „drunken fish“: Barracudafilet in Weißweinsauce mit Knoblauch und Petersilie, dazu  Kartoffelpüree und Karotten-wie köstlich!

Später  plaudern wir in einer gemütlichen Runde mit Antje und H.-P. und Dennis (aus Hamburg)  in unserem Hostel.

21.03.2013 Bocas del Toro, Zuschauen beim Set „The lost paradise“ mit Benicio del Toro

Heute ist es superheiß. Wir schwitzen bei 35 Grad und buchen unsere nächsten Tauchgänge für morgen. Hinter der Tauchschule ist die Straße abgesperrt, weil gerade ein Set für den Kinofilm „The lost paradise“ mit Benicio del Toro gedreht wird. Hier schauen wir eine Weile zu. Den weiteren Tag verbringen wir chillig in unserem Hostel, reservieren uns für nächste Woche ein Zimmer für das Hostel „Mamallena“ in Boquete (das wir schon vom Anfang unserer Reise kennen)  und kochen uns abends eine leichte Tomaten-Kokossuppe.

22.03.13 Bocas del Toro-Tauchtag-Treffen mit Miguel und Party in der Iguana Bar

Die heutigen Tauchgänge machen ohne weitere Taucher, außer Selina, unserer Tauchlehrerin und dem Captain mit seinem Sohn und seiner Frau.

Tauchplätze: Coral Garden, Playground

Tauchtiefe: 13 m, 12 m

Tauchzeit: 62 min, 65 min

Wassertemperatur: 27 Grad

Lufttemperatur: 30 Grad

Wir sehen jede Menge: einen großen Porcupinefish (Igelfisch), viele Lobster, einen kleinen Feilenfisch, Trompetenfische, Kaiserfische, drei Rotfeuerfische, Zarkenbarsche, u.v.m. (siehe Fotos)

Danke an Selina für die schönen Tauchgänge!!!

Abends treffen wir uns mit Miguel, dem Besitzer des Hostels „Mamallena“ in Boquete, der  zufälligerweise  auch gerade in Bocas ist. Er holt uns in unserem Hostal Hansi ab und wir sitzen noch alle gemeinsam mit Heike, der Besitzerin des „Hansis“ zusammen.  Danach gehen wir in die „Winebar“,  später  tanzen wir nach sommerlicher, karibischer Musik in der Iguana- Bar am Wasser.

23.03.2013 Bocas del Toro- Süßes Nichtstun (Liming)

Da es gestern ausnahmsweise mal ziemlich spät geworden ist, bevor wir ins Bett gegangen sind, schlafen wir heute etwas länger, frühstücken gemütlich  und bummeln ein  bisschen durch den Ort.  Im Casa Verde genießen wir den schönen Ausblick auf die kleinen Inseln des Archipels und lassen uns die selbstgemachten Chips mit Hummus sowie die leckeren, frischgepressten Fruchtsäfte schmecken.  

24.03.2013 Bocas del Toro- Fahrradtour zum Playa „Bluff“

Heute leihen wir uns Fahrräder und fahren damit zum Playa Bluff. Im Gegensatz zum letzten Mal haben wir einen klarblauen Himmel und kleine Wellen, sodass man toll schwimmen und sich am Strand aalen kann.  Einen kurzen Augenblick schauen wir nicht zu unseren Sachen, sondern auf das Meer-da kommt ein Hund aus dem Dickicht geschlichen und „beklaut“ uns. So schnell wie er die Rolle Kekse in der Schnauze hatte, konnten wir gar nicht reagieren-und weg war er…. Hoffentlich haben sie ihm gut geschmeckt!

 Nach unserer Fahrradtour gehen wir Pizza essen.

25.03.2013 Bocas del Toro- Strandtag am Red Frog Beach

An unserem letzten Tag in Bocas del Toro fahren wir schon um 10.30h mit dem Wassertaxi  zur Isla Bastimentos, zum Red Frog Beach. Hier angekommen, finden wir auch gleich zwei Faultiere vor, die faul in den Bäumen hängen. (Sie klettern nur ganz selten mal von ihrem Baum-entweder um Kot abzusetzen oder um den Baum zu wechseln)-was für ein Leben!

Am Strand treffen wir Steffi aus Österreich und Lisa aus Deutschland wieder, die wir während unserer Reise durch Mittelamerika schön öfter in verschiedenen Ländern wiedergetroffen haben. (So klein ist die Welt) . Nach einem kleinen Pläuschchen machen wir es uns unter einem Baum im Schatten gemütlich, denn in der Sonne kann man es kaum aushalten.  Um 17.30h fahren wir zurück und kochen in unserem Hostel.

26.03.2013 Reisetag: Bocas del Toro- Almirante- Boquete

Nachdem wir unsere Rucksäcke gepackt haben, gehen wir noch kurz shoppen, verabschieden uns von Heike und machen uns auf zum Pier. Die Fahrt mit dem Wassertaxi nach Almirante dauert ca. 40 Minuten. Hier angekommen, steht auch schon der Shuttle-Bus von Miguel parat. Nur noch die Rucksäcke auf dem Bus verstauen und los geht die Fahrt. Vier Stunden später sind wir in Boquete. Diese Stadt liegt in den Bergen und als wir aussteigen, frieren wir. Hier sind ca. 19 Grad, der Wind weht und es ist doch ein ganz schön großer Temperaturunterschied zur Karibikseite. (Nein, wir jammern nicht, denn wir wissen ja, wie kalt es gerade in  Deutschland ist). Nachdem wir unser Zimmer bezogen haben gehen wir kurz was essen und verbringen den restlichen Abend im Internet.

27.03.2013 Boquete-Hostal Mamallenas

Heute schlafen wir erst einmal lange und machen einen Spaziergang durch Boquete.  Dabei fällt uns auch das ein oder andere Teil in die Hände, das wir shoppen.  Außerdem finden wir endlich einen Uhrenmacher, der Alex eine neue Batterie in ihre Uhr einsetzt. Jetzt wissen wir auch wieder wie spät es ist. 

Im Supermarkt kaufen wir lauter gesunde Sachen ein und daraus kochen wir uns abends in der Gemeinschaftsküche einen köstlichen Gemüseeintopf, von dem nichts übrig bleibt (viele Mitesser).

Nach dem Essen sitzen wir in einer gemütlichen Runde mit vielen Backpackern und tauschen mal wieder spannende Reiseerlebnisse aus.

28.03.2013  (Gründonnerstag, Holy Thursday) Boquete

Hier wird Ostern (Semana Santa) anders gefeiert als bei uns: Nirgends gibt es bemalte Ostereier oder Osterhasen und auch der Ostersonntag oder Ostermontag ist nicht so wichtig wie Gründonnerstag, Karfreitag und Karsamstag. Am Karfreitag und Karsamstag finden Prozessionen statt. Wir besinnen uns am heutigen Tage und verbringen die Zeit in der Hostal-WG.

29.03.2013 (Karfreitag, Holy Friday) Boquete: Prozession  und Barbecueabend im Mamallenas

In Boquete findet heute“ la feria de las flores y cafe“ statt, ein kleiner Blumenmarkt, auf dem es allerdings mehr einheimische Kunsthandwerke zu kaufen gibt als Blumen oder Kaffee. Trotzdem verbringen wir hier zwei  Stunden und machen anschließend einen Spaziergang zu einem Garten. (Mi Jardin es tu jardin), doch der hat leider heute geschlossen. (Wie schade, wir wollten uns doch ein paar Inspirationen holen).

Abends findet eine Prozession statt, die wir uns anschauen. Gegen die Prozession in Oaxaca (Mexiko), die uns vor fünf Jahren vom Hocker gerissen hat, kommt diese jedoch nicht an. Anschließend verbringen wir unseren letzten Abend im Mamallenas bei einem tollen Spiele- und Barbecueabend. Unsere Vorfreude auf unsere Parzelle  und die Grillsaison steigert sich jetzt täglich. (Natürlich nur ohne Schnee und Minusgrade!!!!!!)

30.03.2013 Reisetag: Boquete-David-Panama City

Nach der Verabschiedung von Miguel und dem Mamallena-Team nehmen wir den Bus  (Diabolo Rojo) um 9.15h und tuckern damit in ca 50 Minuten nach David. Hier sind die Temperaturen schlagartig höher und es ist sehr, sehr heiß: 35 Grad, gefühlt 40°. Schwitzend stehen wir in der langen Schlange an, um unser Busticket nach Panama City zu kaufen. Um 11:15h geht die Fahrt in einem klimatisierten Doppelstockbus, sogar mit Toilette, los. Sieben Stunden später kommen wir in Panama City an (Albrook Terminal) und fahren von hier aus mit dem Taxi zum gleichnamigen „Mamallenas“ in Panama. Doch hier ist leider alles ausgebucht. Schließlich landen wir im Hotel Venezia, in der Calle Peru für  35 $/ Nacht. Mit AC und Fernseher.

31.03.2013  (Ostersonntag) Panama City – Hotel Venezia

Frohe Ostern!!

Mit dem Taxi (ist in Panama City sehr günstig) fahren wir in das Altstadtviertel „Casco Vjejo“ und bewundern bei unserem Gang durch die Straßen die vielen schönen alten und zum Teil sehr morbiden Gebäude und die imposante Skyline von Panama. Danach besuchen wir das Museum über den Panamakanal.

01.04.2013 Panama City - Albrook Mall

Heute sind wir in der größten Mall in Panama Ctiy von 14-19h  zum Marathonshoppen. Hier gibt es alles was das Herz begehrt. Kurz nachdem wir die Mall betreten, treffen wir lustigerweise mal wieder die Mädels (Steffi & Lisa), die uns auf unserer Reise immer wieder über den Weg gelaufen sind.

 

2.4.2013 Reisetag: Panama City-Colon-Portobelo-„Pirates cove“

Obwohl Alex schwer mit ihrer Erkältung zu kämpfen hat, beschließen wir, heute aus dem stickigen Panama City auszureisen. Wir sortieren das Gepäck unserer Rucksäcke, packen nur einen plus jeweiliges Handgepäck und lagern es im Storage room des Mamallenas ein. Hier treffen wir auch die beiden Holländer aus Boquete wieder, die ebenfalls beim Barbecueabend mit dabei waren. Nach einem kurzen Smalltalk  fahren wir mit dem Taxi zur Allbrook Mall und steigen in den Bus nach Colon. Colon ist die ärmste und gefährlichste Stadt Panamas, aber um nach Portobelo zu kommen, bleibt uns nichts anderes übrig. Weil wir das wissen, sind wir besonders auf der Hut. Um  ca. 13:30h kommen wir in Colon an. Eine hässliche Stadt, in der man auch tagsüber nicht herumlaufen, sondern sich ein Taxi nehmen sollte. Wir fragen am Terminal den Busfahrer, wo der Bus nach Portobelo abfährt. Er ist total hilfsbereit und geleitet uns schnurstracks zum Bus nach Portobelo, sodass wir nicht lange herumirren müssen. Supernett!! Wir steigen in einen „Diabolo Rojo“. Als er voll genug ist, fährt der Bus los und laute Reggaemusik ertönt aus den Boxen. (Das ist typisch für die Diabolo Rojo Busse in Panama-es gibt keine Busfahrt ohne dröhnende Reggaemusik. Unterhaltung ausgeschlossen). Der Busfahrer sieht aus wie Samuel.L.Jackson in jungen Jahren. Während der Fahrt herrscht reges Treiben. Zu Beginn kommen verschiedene Händler durch den Bus, um ihre Waren anzupreisen.  Wir hatten z.B. einen, der Zahnbürsten, Rasierer und Nagelfeilen verkauft hat. Die meisten Leute im Bus verbringen ihre Zeit mit Essen. Und sie essen alle FASTfOOD. Am allermeisten POLLO (Huhn). Alles ist fettig. Haben sie aufgegessen, schmeißen sie ihre Plastikschalen und Mc Donalds Becher, sowie Kentucky Fried Chicken Tüten aus dem Fenster. Ganz selbstverständlich. Alle machen das hier so-es gibt keine Erziehung zum Umweltbewusstsein, keiner schert sich um den Müll. Und deshalb sieht es an den Straßenrändern und teilweise sogar am Strand dementsprechend vermüllt aus. Das ist sehr schade, weil es das idyllische Landschaftbild verschandelt. 

Gegen 15.30h erreichen wir Portobelo. Da wir nichts reserviert haben, treibt es uns zunächst (wie auch die anderen 4 Backpacker) zu „Captain Jack“. Das ist ein renommiertes Hostel, hat aber leider keine „private rooms“  sondern nur Schlafsäle, und wir  fragen  nach etwas anderem. Ein Taxifahrer holt uns 30 Minuten später ab und fährt uns zum Hostel „Pirates cove“-unserer Meinung nach der Geheimtipp mit -  wenig Touristen in Panama-. Keine Hektik, sondern Entspannung pur -großes Zimmer und großes Bad mit AC Blick auf Palmen und kleiner Piratenbucht…Eigentlich soll das Zimmer 45 $/ Nacht kosten-aber da wir hier die enzigen Gäste sind, handeln wir 35 $ raus. Deshalb buchen wir schon mal für drei Tage im Voraus, da es uns so gut gefällt.  Damaris, die Besitzerin und Köchin zaubert uns abends das beste Essen seit fünf Monaten: Es gibt leckere Meeresfrüchte- Paella mit hervorragenden, fluffigen Patacones und SALAT!!!  Wir vertiefen ein bisschen unsere Spanischkenntnisse mit Damaris und schlafen schon früh, beim Meeresrauschen, ein.

03.04.2013 Portobelo-  Auf Kolumbus Spuren…

Portobelo ist eine malerische Meeresbucht.  Kolumbus hat diesen schönen Flecken getauft. (porto belo= schöner Hafen). An dieser Bucht befinden sich die Ruinen mehrerer  spanischer Verteidigungsanlagen.  Die besichtigen wir heute. Es ist schon beeindruckend, wie geschichtsträchtig der Ort ist. Im Jahr 1597 ist er entstanden. Im 17. Und 18. Jahrhundert ging in der Bucht einmal jährlich eine große spanische Kriegs-und Handelsflotte vor Anker. Im Hafenstädtchen wurde zwei Monate lang gefeilscht, gefeiert, Nachrichten ausgetauscht und Gold, Silber und Perlen aus den Kolonien auf Schiffe verladen. Portobelo hatte eine große Bedeutung für den Handel. Die Spanier errichteten die großen Festungsanlagen, um sich gegen die Piraten zu schützen. Wegen ihrer historischen Bedeutung steht Portobelo mittlerweile  auf der UNESCO Weltkulturerbeliste(aus: Reise Know how, Panama, S.307)  Bestimmt zwei Stunden verbringen wir hier und schwelgen in der Vergangenheit. Zum passenden Abschluss des Tages essen wir in der „Pirates Cove“.

04.04.2013 Portobelo-Playa Huerta

Faustino, unser Wassertaxifahrer, holt uns um 12 Uhr am Pier der Pirates Cove ab und wir fahren auf die gegenüberliegende Seite der Bucht. Hier ist eine weitere, imposante Verteidigungsanlage, die wir uns anschauen und den wunderschönen Blick auf die Bucht genießen. Um 13h fahren wir weiter zum „Playa Huerta“. Dieser Stand ist nur mit dem Wassertaxi zu erreichen, sehr idyllisch, neben uns sind noch vier weitere Personen am Strand und im Hintergrund, im Dschungel, hören wir die ganze Zeit die Brüllaffen.  Vier Stunden verbringen wir fast ausschließlich damit zu schnorcheln und bewundern mal wieder die schöne Unterwasserwelt bei einer super Sicht, schönen Korallengärten und vielen Rifffischen. Abends essen wir in der einzigen Bäckerei des Ortes, während mehrere „Diabolo Rojos“ (Busse) grell beleuchtet an uns vorbeisausen.

05.04.2013 Portobelo - Playa Huerta

Heute steht die Isla Grande auf unserem Programm. Uns wird gesagt, dass es von Portobelo aus einen Bus um 9h morgens gibt, der uns bis nach „La Guaira“ bringt, dem Ausgangspunkt für die Überfahrt zur Isla Grande. Um 8.50h stehen wir an der Bushaltestelle und warten, warten, warten….Zwar fahren genug Busse an uns vorbei, aber keiner in Richtung Isla Grande. Nachdem wir -karibisch geduldig- bis fast um 11 h warten, beschließen wir, unseren Tag besser zu nutzen und lassen uns von Faustino nochmals an den Playa Huerta fahren. Um 17h geht es zurück zur Pirates Cove, wo wir mit einem köstlichen  „White Snapper“ und Kokosnussreis verwöhnt werden.

06.04.2013 Reisetag: Portobelo – Colon – Panama City -Hostal Mamallena

Wir packen unsere Rucksäcke, trinken einen Kaffee und sind startklar für die Reise nach Panama City. Zuerst fahren wir mit einem wackeligen  Bus nach Colon. Nach einer kurzen Toilettenpause in dieser schrecklichen Stadt werden wir wieder  von einem netten Busfahrer zum Bus nach Panama City geleitet. Dieser Bus ist sehr komfortabel, ist zweistöckig und hat Aircondition. Luxus!  Als wir nach 1:30h in Panama City (Allbrook) ankommen, steigen wir nach einem kurzen Essen in der Allbrook Mall direkt in ein Taxi, das uns  in das Hostal Mamallena bringt. Dieses  Hostel ist längst nicht so gut wie das gleichnamige Hostel in Boquete.  Wir haben ein mickriges Zimmerchen, zwar mit AC , aber ohne Privatbad und bezahlen dafür 33$.(Im Vergleich: Mamallenas Boquete nur 27,50$, riesen Zimmer und Privatbad)  Hinzu kommt, dass unser Zimmer zur Gartenterrasse zeigt und es einige Leute gibt, die hier die Nacht durchmachen. Leider stellen wir erst zu spät fest, dass es sich hier um ein Partyhostel handelt….Wollten wir aber gaaaaar nicht!!!!!

07.04.2013 Panama City – Hostal Mamallena

In Panama City ist es soooo heiß und drückend-kaum aushaltbar! Also setzen wir uns zum Erfrischen in den kleinen Pool. Später packen wir unsere Rucksäcke zusammen und schließen einen großen und einen kleinen Rucksack mal wieder im Storage Room des Mamallenas ein. Wir brauchen auf den San Blas Inseln ja nicht so viel und wollen mit weniger Gepäck weiterreisen. Abends schaffen wir noch, ein paar Bilder aus Portobelo auf die Homepage zu laden.

 

08.04.2013 Panama City – Comarca de San Blas (Kuna Yala) –Im Indianerland

Wir stehen früh auf und lassen uns um 5.45h mit dem Jeep an die Karibikküste fahren. Zuerst ist die Fahrt angenehm, denn wir fahren auf der Panamericana. Als wir sie nach einer Stunde  verlassen, geht es über steile Serpentinen bergauf und bergab in die Comarca de San Blas, in das Indianerland der Kunas.  Wir erreichen  den Pier zu den Inseln um 8:15h. Hier werden wir von zwei Indianern, den Kunas, abgeholt.  Neben uns sind noch vier andere Personen an Bord:  Ein Franzose, eine Amerikanerin und eine Kanadierin mit ihrem  zweijährigen Sohn.

Mit einem kleinen, offenen Boot fahren wir  über  den Fluss und das karibische Meer. Es ist eine schaukelige und sehr nasse Angelegenheit, da sich das Wetter heute nicht gerade von seiner besten Seite zeigt:  Die Wellen sind sehr hoch und es ist windig. Das Wasser schwappt ins Boot und wir wir steigen klitschenass aus. Macht aber nichts, denn es ist ja warm.  Nach ca.50 Minuten „landen“  wir auf  der winzigen Insel Narasgandup bipi,( die man in 10 Minuten umrunden kann), auf der zwei große Indianerfamilien leben. Unsere Familie nennt sich „Inas“.  

Wir beziehen unsere  Hütte, die nur aus Bambus, Schilf und Palmenblättern besteht.  Eine Tür gibt es nicht, aber ein Bettlaken, das wir  vor die Türöffnung hängen können. Wir machen uns einen Scherz daraus und erinnern uns gegenseitig daran, doch bitte das Laken abzuschließen, wenn wir die Hütte verlassen. Drei Tage wohnen wir nun  so, wie die Kuna- Indianer auch wohnen. Hier gibt es keinen Supermarkt, keine Bar, kein Restaurant. Wir essen alle gemeinsam in der Speisehütte um 12h. Es gibt Reis und Makrele. Arkundi erzählt uns einiges über das Leben Kunas.

Nach dem Essen kommt die Sonne raus. Wir können kaum erwarten, die Unterwasserwelt zu erkunden. Direkt vor unserer Hütte ist das karibische Meer.  Das Wasser ist kristallklar wie in der Südsee. Auch ohne Maske kann man von oben direkt auf den Meeresgrund schauen. Bereits im flachen Wasser tummeln sich tausende von kleinen Sardinen in Schwärmen. Wir schnappen uns Maske und Schnorchel und los geht´s. Die Sicht ist einmalig: wunderschöne Korallengärten und viele Fische. Plötzlich schwimmen vor uns 18 Sepien. Sie lassen uns sehr nah herankommen und wir können  genau beobachten, wie sie eine Kür veranstalten. Herrlich! 

Zum gemeinsamen Abendessen treffen wir uns wieder  mit den anderen in der Speisehütte: Es gibt Kartoffeln und kleine Würstchen. Zwar nichts Besonderes, aber lecker. Wir lernen auch Sylvie und Ulf aus Berlin kennen, die schon einen Tag länger auf der Insel sind. Die Gruppe ist sehr symphatisch und wir haben nette Gespräche nach dem Abendessen. Um 21h geht der Generator und damit das Licht aus.  Nur unsere Taschenlampen leuchten noch und weisen uns den Weg in unsere Hütten. Bei Meeresrauschen schlafen wir ein.  Buenas noches!

 

09.04.2013 San Blas Inseln (Kuna Yala) - Schnorcheltour und Kunageschichten

Da wir gestern früh ins Bett gegangen sind, wachen wir auch schon um 7h auf. Wir frühstücken in der Speisehütte, schwimmen im Meer  und fahren mit den anderen und drei Kunas zu einer  etwas größeren Insel. Der Strand und das Wasser sind einfach ein Traum. Paradiesisch!!! Dann geht es zu einem wunderschönen Schnorchelspot „Casa de las Holandesas“, an dem wir auch sogleich drei Ammenhaie antreffen.  Zum Mittagessen fahren wir zurück auf die Insel. Es gibt Kokosreis und Conch (große Schnecke). Diese schmeckt allerdings wie ein alter  Radiergummi. Nach dem Essen steigen wir ins Boot und fahren einen weiteren Schnorchelspot an. Gegen 17h sind wir wieder auf  Narasgandup bipi.  Nach dem Abendessen (wieder Makrele!!!), erfahren wir, wie die Kuna-Indianer verheiratet werden, und das geht so:

Wenn ein Mädchen und ein Junge schon  ca. ein Jahr  ein Pärchen sind (mit ca 16/17 Jahren) und sich lieben und heiraten wollen, entscheidet die Mutter den Zeitpunkt der „Hochzeit“.  Das junge Paar wird spontan in die Hängematte „geschmissen“ und muss vor den Augen der ganzen Familie den Beischlaf ausüben. Dann sind sie verheiratet. (Tja, so geht es auch). Nach der „Hochzeit“ bekommt das Mädchen einen für die Kuna-Frauen typischen Kurzhaarschnitt. Daran erkennt man eine verheiratete Frau.

 

10.04.2013 San Blas Inseln (Kuna Yala) – Panama City -Hotel Costa Inn

Wir packen unsere Sachen. Fast hätten wir noch einen nicht ganz so beliebten Reisegast mitgenommen-eine handtellergroße Spinne flüchtet schnell aus dem Rucksack. Sie wollte wohl doch lieber  im Paradies bleiben und hatte keine Lust auf Panama City. Bevor wir  abreisen, machen wir einen kurzen Inselspaziergang. Um 8.30h fahren wir mit dem Boot rüber zum Festland und bleiben-genau wie auf der Hinreise- auch dieses Mal nicht trocken. Als wir nach 50 Minuten ankommen, wartet auch schon der Jeep auf uns.  Die rasante Fahrt durch die Berge dauert 2:30 Stunden. Mittags kommen wir im Hostel  Mamallena an und holen unsere anderen Rucksäcke ab. Dann marschieren wir in unsere letzte Unterkunft für diese Reise-in das Hotel Costa Inn. Da wir bislang nur  in Hostels waren, wollen wir uns  am Ende der Reise etwas gönnen und checken in diesem  Drei- Sterne-Hotel ein. Wir haben ein geräumiges Zimmer mit eigenem Bad und Fernseher. Auf der Dachterrasse gibt es einen Pool, von dem aus man die Skyline sehen kann. Das Zimmer kostet 66$, inklusive Frühstücksbuffet.

Nach einem ausgiebigen Bad im Pool essen wir abends im hoteleigenen Restaurant. Wir bestellen beide ein leckeres Tenderloin Steak, denn wir haben genug vom ewigen pollo (Hühnchen). Und der Hammer ist: Es gibt sogar eine SALATBAR!!!!!! Gesundes Essen-juchuu!

 

11.04.2013 Panama City- Shopping- Multicentro und Albrook Mall

Von 7 bis 9h kann man sich am Frühstücksbuffet des Hotels bedienen. Es gibt Schinken, Würstchen, Rührei, Kuchen, frische Früchte, Cornflakes, Pudding….Wir stürzen uns auf die frischen Früchte. Ananas, Papaya, Melone….mmmh, lecker. Auch der Kaffee ist gut.  Das Hotel bietet einen kostenlosen Shuttleservice zu den verschieden Malls (Einkaufszentren) an. Da wir die Allbrook-Mall schon kennen, fahren wir heute mal zum Multicentro. Hier gefällt es uns aber gar nicht so gut, denn die Auswahl ist sehr beschränkt. Also schnappen wir uns ein Taxi und lassen uns doch noch einmal zur Allbrook Mall fahren. Hier werden wir fündig und wir hätten auch noch mehr geshoppt, wenn wir größere Rucksäcke hätten....

12.04.2013 Panama City- Post- Wechselstube –Hotel Costa Inn

Unser heutiger Auftrag besteht darin, überschüssiges Gepäck loszuwerden, damit wir die 20kg Grenze für das Freigepäck im Flugzeug  nicht überschreiten. Also packen wir unser letztes Päckchen und gehen zur Post. Eigentlich wollen wir es auf dem Seeweg schicken, aber die Damen hinter dem Schalter erklären uns, dass es nur per Luftpost möglich ist. Als wir fragen, wie lange es dauert, bis es Deutschland erreicht, lachen sie sich schlapp und antworten: „Zweieinhalb Monate.“   „Warum so lange?“, wollen wir wissen, aber das können sie uns auch nicht beantworten und zucken mit den Schultern. Wie ja bereits den meisten bekannt ist, hat unsere erste Post von Panama (sowohl  Paket als auch Postkarten) dreieinhalb Monate gedauert. „ Hauptsache, es kommt an, egal, wie lange es dauert“, denken wir uns und bezahlen letztendlich für 2,8 kg 30 $. Das ist günstig, denn  wir wissen, dass man am Flughafen pro Kilo Übergepäck (bei Condor) 26 $  zahlen muss.

Beim Aufräumen unserer Rucksäcke findet Olli außerdem noch 30.000 Colones (die wir in Costa Rica für 60 $ gekauft haben) in seinem Geheimversteck.  Die wollen wir natürlich eintauschen und denken spontan an eine Bank. Aber da kann man nur Euros eintauschen, Colones wollen die nicht. Deswegen führt unser Weg zur Wechselstube. Wir fragen nach, wieviel wir für 30.000 Colones erhalten.  Aber mehr als 40 $ bekommen wir nicht. Olli hat eine gute Idee: Er flitzt zum Mamallenas und fragt nach, wer von den Backpackern noch weiter nach Costa Rica reist.  Und siehe da-er  findet tatsächlich ein Mädel, das das Geld gebrauchen kann. Er kommt ihr entgegen und so erhält er 50 $.

Währenddessen saust Alex durch die City und macht Besorgungen für Ollis 40. Geburtstag.  Abends treffen wir uns am Pool unseres Hotels und stoßen um 12h mit Weißwein an.  Kurz danach schlafen wir ein, denn morgen machen wir eine Fahrt auf dem Panamakanal, die Alex Olli zum 40. schenkt.

13.04.13 Panama City-Ollis 40. Geburtstag und eine Fahrt auf dem  Panamakanal

HAPPY BIRTHDAY, LIEBER OLLI!!!!!!!! 

Wir trinken einen Kaffee im Hotelrestaurant und werden um 8.00h von einem Bus der Panama bays and tours abgeholt, der uns und noch mehrere andere Touristen nach Gamboa  bringt:  dem Ausgangspunkt unserer Fahrt über den Panamakanal.  Das Schiff ist zwar sehr voll, aber trotzdem genießen wir die spannende Tour. Ein billingualer Guide klärt uns über einzelne Details zur Geschichte des Panamalkanals auf. Wir passieren zwei Schleusen: Die San Pedro - und die Miraflores- Schleusen und landen schließlich im Pazifik. Alles sehr informativ und lohnenswert. Als wir gegen 15:00h wieder im Hotel eintreffen, erhält Olli von Alex eine Geburtstagstorte. Wir kaffeesieren und entspannen uns anschließend am Pool. Ein schöner Tag!

 

14.04.2013 Panama City: Ausflug auf die Isla Taboga

Taboga ist eine Insel, die nur 40 Minuten mit der  Fähre von Panama City entfernt ist. Da fahren wir heute hin und stellen uns auch schon mal darauf ein, dass es sehr voll sein wird, da die Insel ein beliebtes Ausflugsziel für die Panamesen am Sonntag ist.  Mit dem Taxi fahren wir zum Pier und sind um 7.00h dort: eine Stunde, bevor die Fähre ablegt. Mindestens 100 Personen stehen schon in der Schlange, um sich die Fährtickets zu kaufen. Da reihen wir uns auch ein. Um 8.15h geht es los. Als wir um 9:00h ankommen, finden wir ein nettes Restaurant direkt am Meer und frühstücken. Danach bummeln wir durch den kleinen Ort.  Zu sehen gibt es:  einen überfüllten und vermüllten Strand mit verrückten Panamesen, die ausgelassen zu lauter  Reggaetonmusik  tanzen und Bier wie Wasser trinken. Dementsprechend fröhlich ist auch die Rückfahrt mit der Fähre, die wir um  17.00h antreten. (Sehr lustig!)  Hier müssen wir sehr unbequeme Schwimmwesten anlegen.  (Safety first). Als wir gegen 18h den Pier erreichen, fahren wir mit dem Taxi zurück zum Hotel.

15.04.2013 Panama City-Vorbereitung auf die Rückreise

Heute wollen wir uns Panama Vjejo und die Ruinen anschauen, also nehmen wir uns ein Taxi und fahren los. Als wir dort ankommen, fängt es an zu regnen und wir stellen fest, dass heute geschlossen ist. Die Fahrt geht im selben Taxi zurück. Der Taxifahrer freut sich… Später packen wir unsere Rucksäcke und essen abends im Hotelrestaurant. Dort treffen wir lustigerweise Marie Lou und Arthur  aus Kanada wieder und freuen uns. Nachdem wir die letzten Reisegeschichten ausgetauscht haben, verabschieden wir uns und gehen früh ins Bett.

16.04.2013 Panama City Tocumen Airport- St. Domingo (Dom. Republik)-Frankfurt

Um 4:ooh stehen wir auf und sind um 4:40h an der Rezeption. Sofort können wir unser Gepäck in den Shuttle-Bus bringen und Platz nehmen. Im Bus ist es kalt, die Aircon ist an. Wir stellen uns schon mal auf niedrigere Temperaturen ein. Um 5:30h sind wir am Flughafen und machen es uns in einem Restaurant bei einem Kaffee gemütlich und warten auf unseren Flug. Die Zeit vertreiben wir uns im Internet und in den Duty free shops. Pünktlich um 9:35h fliegen wir los. Tschüs , Panama und Mittelamerika! Danke für die schöne und erlebnis- und abenteuerreiche Zeit.

Nach zweieinhalb Stunden landen wir in St. Domingo und steigen aus. Auch hier stöbern wir in den Duty-free-shops. Zwei Stunden später heben wir wieder ab. Wir haben einen wunderbaren Platz mit viel Beinfreiheit, direkt am Notausgang. Nun geht es Richtung Heimat. Back to Germany –Wir freuen uns auf euch!!

17.04.2013 Frankfurt- Bremen- Dahlbrügge

Wir landen um 5.30h in Frankfurt. Da unser Gepäck gleich bis Bremen durchgecheckt wird, sind wir hier  nur im Transit. Wir gehen durch die Sicherheitskontrollen und Olli darf seinen Rum, den er im Duty free gekauft hat  nicht mitnehmen. Also gehen wir wieder raus aus dem Transit und checken den Rum in einem kleinen Rucksack ein. Danach machen wir wieder den Gang durch die Sicherheitskontrollen. Jetzt ist alles o.k.

Bei mir (Alex) ist es Tradition, am Ende jeder großen Reise  eine neue Armbanduhr zu kaufen. Schnell werde ich fündig und freue mich über eine neue Swatch. Um 9:30h startet unser Flieger nach Bremen. Wir sind die einzigen, die kein Jackett tragen und fallen mit unseren Panamahüten so sehr auf, dass die nette Stewardess der Lufthansa sofort erkennt, dass wir gerade aus dem Urlaub kommen. Sie bietet uns einen Sekt an, den wir dankend annehmen.

45 Minuten später landen wir in Bremen. Wir melden uns beim Zoll an, denn wir haben 375ml Rum zu verzollen. Der nette Beamte will aber gar nichts sehen und wir sollen unsere Rucksäcke nicht auspacken. Für diese Menge über der Freigrenze müssten wir eigentlich 4,80€ zahlen. Während  wir unser Portemonnaie herausholen, winkt er ab und wünscht uns noch einen schönen Tag.

Als wir durch die Tür treten, empfangen uns Alex Eltern mit Melly und Tyra sowie Anja und Lars. Wir haben eine stürmische Begrüßung und freuen uns sehr, alle wieder zu sehen. Toll ist auch, dass uns das Wetter eine weiche Landung beschert hat. Anscheinend haben wir genau die richtige Zeit für unsere Reise gewählt…und sind dem harten Winter entkommen.

Eine spannende, erlebnisreiche, abenteuerlustige und wunderschöne Reise mit großartigen Eindrücken und vielen tollen neuen Bekanntschaften ist nun zu Ende. Immer wieder werden wir gerne daran zurückdenken und bestimmt noch lange in Erinnerungen schwelgen.

Danke an alle, die uns in unseren Reiseplänen unterstützt und inspiriert haben.  Und vielen Dank für den schönen Empfang am Flughafen.

 

 

 

© Alex und Olli unterwegs, Alex und Olli unterwegs

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